Schlagwort: Jacotte

  • Fuchs Du hast

    JacotteDas Liedchen haben wir wohl als Kinder alle mal geträllert, leider ist es in diesem Fall nichts als die nackte Wahrheit (wer nicht mehr weiss, worum’s darin genau geht, kann es sich von Nana Mouskouri vorsingen lassen – ist irgendwie auch zum Schiessen…). Nachdem im Herbst der Pfau mit ungeklärten, aber gewiss verhängnisvollen Folgen ausgebüxt ist, gibt es bei der Schloss-Menagerie einen weiteren Verlust zu vermelden: Der Fuchs hat unsere bis anhin so lebenstüchtige Gans namens Jacotte erwischt. Vielleicht, weil sie im entscheidenden Moment nicht ganz so geistesgegenwärtig war wie der Hahn in Lafontaines Fabel? Wir werden jedenfalls die Erinnerung an unseren heimlichen Schnüggel des Tages, der stets mutig von der Ziehbrücke in den Burggraben sprang, in Ehren halten!

    Derweil trösten wir uns (seit mindestens 20 Minuten ; -) mit der sagenhaften Resonanz auf die Ausschreibung für die Schloss-Crew 2014. Mal sehen, was uns in der Inbox noch alles an Bewerbungen „auflauert“… Ganz herzlichen Dank jedenfalls schon mal an alle, die sich gemeldet haben – die positiven Rückmeldungen sind wirklich ein Aufsteller. Schön, wenn Du Dich inspirieren, berühren, begeistern lässt! Denn Fou de Fougerette ist auch eine Aufforderung, seiner inneren Stimme zu folgen. Welchen Traum möchtest Du leben? Wo bist Du ganz in Deinem Element, voller Energie und erfolgreich? Wann bist Du bereit, nach den Sternen zu greifen? Wir persönlich halten es diesbezüglich mit der Maxime „Frisch gewagt ist schon gewonnen“ – oder wie der französische Schriftsteller Charles Beaudoin schrieb: « Notre étoile est en nous, et, de nous, il dépend qu’elle soit bonne ou mauvaise ».

  • Halali

    La saison de chasse ist in vollem Schwung und unsere Nachbarn haben uns doch tatsächlich zwei Fasane geschenkt! Die Fasan-Männchen besitzen übrigens ein fast so prächtiges Federkleid wie unser Pfau, der leider kürzlich verschwunden ist und seither zu Toms Leidwesen in den Wäldern herumstreift. Derweil hat Jacotte sich mutig in die grosse weite Welt hinaus gewagt und die Isla Margarita besetzt – die Präsenz gewisser Personen, die wir nicht namentlich erwähnen wollen, scheint auf sie abgefärbt zu haben ; -) Doch zurück zum Thema: das seit dem zarten Alter von sieben Jahren vegetarisch ernährte Stadtkind hat die Tiere also nach Konsultation einschlägiger Anleitungen auf YouTube gemeinsam mit Tinka brav gerupft, den etwas heftigeren Part (Kopf ab, Innereien entfernen, knips und schnips) Tom überlassen, die Fasane anschliessend gestopft, mariniert und in den Ofen geschoben…  Die Schrotkugeln sammelten sich lustigerweise alle in Toms Teller, aber offenbar hat es allen drei Fleisch-Essern prächtig geschmeckt. Und auch wenn das Ganze sicherlich eine einmalige Aktion bleiben wird: irgendwie fühlte es sehr viel ehrlicher an, Fleisch auf diese Art zuzubereiten und zu verzehren als sich im Supermarkt ein fein säuberlich abgepacktes Aktions-Pouletbrüstli zu kaufen, ohne einen blassen Schimmer davon zu haben, was für ein Leben bzw. was für ein Tod dahinter steckt.

    Du wunderst Dich über den Titel dieses Posts? Halali ist sowohl Gruss als auch Jagdruf aus der Jägersprache. Es stammt aus der Hirsch- und Parforcejagd des Mittelalters.