Schlagwort: 2016

  • Erntedank

    Jahresbericht zum Schlossgarten

     

    Es ist Herbst, das Schloss geniesst einmal mehr seinen Dornröschen-Schlaf und die Ernte ist eingefahren… Die Saison 2016 nutzten wir ganz gezielt dazu, herauszufinden, welche Pflanzen in einem biologisch unberührten Schlossgarten auch ohne grosse Pflege gut gedeihen. Welche Pflanzen das waren? Hier die Zusammenstellung:

    • Topinambur (wen wundert’s… ; -)
    • Zwiebeln
    • Artischocken
    • Bohnen und Erbsen (haben die Schnecken in Ruhe gelassen, damit war auch fast keine Pflege nötig. Die Erbsen-Ernte hat auch kleinen Kinderhänden viel Spass gemacht!
    • Rhabarber (konnten fortlaufend immer wieder ein paar Stengel ernten)
    • Physalis (haben sich wie Unkraut ausgebreitet, verkocht mit Rhabarber und Vanille ergab sich ein äusserst leckeres Kompott)
    • Kartoffeln
    • Randen, Lauch und Sellerie (müssen wir allerdings nächstes Jahr mit deutlich mehr Abstand verpflanzen)

    Sofort von den Schnecken weggefressen hingegen wurden Zucchetti, Gurken, Patisson, auch die meisten kleinen „Kürbisslinge“ erlitten dieses Schicksal. Also eher nix fürs nächste Jahr! Das Codewort heisst „minimal gardening“… : )

     

    Der Obstgarten bzw. die Obstbäume bekamen im Frühling einen dringend benötigten Schnitt, doch während letztes Jahr die Quitten kiloweise von den Bäumen purzelten, wuchsen dieses Jahr deutlich weniger Früchte, was sicherlich mit dem langen und nassen Frühling zusammenhängt. Für feines Quittenmus reichte es trotzdem (gibt es nächste Saison zu futtern). Den Hagebutten allerdings schien das Wetter prächtig zu bekommen; rund ums Haus und beim Pool lockten sie mit ihrem prächtigen Tiefrot und wir haben erstmals Hagebuttenmark für die Schlossküche produziert. Unsere lieben Freunde, die Brombeeren, waren ebenfalls fleissig… Zusammen mit dem aromatischen Holunder verkocht, ergaben die Beeren eine wunderbare Konfitüre, die wir „Brolunderbeer“ getauft haben.

    Den Himbeeren im Garten oben hätte etwas mehr Pflege gut getan, die Stauden waren rasch überwuchert und entsprechend fiel der Ertrag. Erdbeeren gab es auch, wobei der Aufwand fürs Jäten im Vergleich zum Ertrag sehr hoch ist.

    Den Brombeeren haben wir übrigens im Sommer und Herbst ganz ohne Gift wieder etwas Terrain abgetrotzt, wobei es sich dabei um eine „neverending story“ handelt… Nur soviel sei gesagt: Brombeeren mit den Wurzeln ausjäten ist echt anstrengend, bietet dafür auch die Gelegenheit, angestaute Gefühle auf sehr befriedigende Weise loszuwerden (das gleiche Phänomen konnten wir in der ersten Schloss-Saison beobachten, als Wände eingerissen werden mussten bzw. durften ; )
     

    Liebes Universum…

    Trotz viel Elan der Gartentruppe ist die bewirtschaftete Fläche geschrumpft, denn die tägliche Pflege, die Tom bisher übers ganze Jahr hinweg leistete, konnten die konzentrierten Garteneinsätze 1x/Monat beileibe nicht wettmachen. Insofern war 2016 ein „Misserfolg“, es wucherte alles so stark, dass es unmöglich war, Garten und Park einigermassen unter Kontrolle zu halten.

    Unser Wunsch, ein professionelles Permakultur-Projekt aufzuziehen, hat sich durch diese Erkenntnis weiter verstärkt : ) Hiermit schicken wir deshalb eine ganz konkrete Bestellung ins Universum:

    Wir suchen Menschen, die willens und fähig  sind, die Permakultur im Schloss Wirklichkeit werden zu lassen!

    Wir hatten darüber unter dem Stichwort Zellgarten schon mal berichtet (s. Meet Michi Kistler). Auf der derzeitigen Wunschliste für ein Permakultur-Projekt ist folgendes notiert: Entsprechendes Vorwissen, eine ausgewogene Mischung von Idealismus und Realitätssinn, Projektmanagement-Erfahrung, Finanz- und Französischkenntnisse sowie Startkapital.

    Falls Du jemanden kennst oder Dich selbst interessierst, melde Dich bei contact@fougerette.org.

     

    Geteiltes (Garten-)Glück ist doppelt schön – un grand merci à tous!

    Nicola fühlt sich jeweils fast wie im Paradies, wenn er einfach so alles ernten kann, was da herumsteht, weil die Natur uns grosszügig damit beschenkt: Brennesseln, Brombeeren, Holunderblüten und -beeren, Baumnüsse, Marroni, Bucheckern, Quitten, Mirabellen, Birnen… In den nächsten ein bis zwei Jahren sollten noch ein paar neue Gartenbewohnerinnen und -bewohner dazu kommen, denn wir haben 2016 auch gepflanzt und ausgesät, unter anderem Aprikosen-, Apfel- und Birnbäumchen sowie Bärlauch.

    Ernten im eigenen Garten erhöht die Achtsamkeit gegenüber den Geschenken der Natur. In unserem Falle gehört in diesem Zusammenhang wie immer ein tief empfundener Dank für die tatkräftige Unterstützung und Mithilfe vieler wild EntSCHLOSSener dazu, die dem Schlossgarten ihre Zeit, ihr Wissen und ihre Muskelkraft geschenkt haben und dabei hoffentlich auch ihren Spass hatten.

    Ein herzliches Merci an die ganze Gartentruppe, allen voran Aschi (hat bei jedem einzelnen Einsatz mitgemacht!) Caro, Franz, Conny, Volker & Steffi, Regula, Roughy, Vincenzo, Petra, Regula und alle fleissigen Hände, die im Rahmen eines Aufenthalts als VolontärIn tage- und wochenweise mit angepackt haben. You’re the best!!!

  • Spielrausch@Ferien(s)pass: Le programme

    KUBB

    Spielrausch goes FOU again!

     

    Am Ende der Ferien(s)pass-Woche findet das sagenhafte Spielrausch-Weekend für Gross und Klein statt – und zwar inkl. Grill-Party zu Ehren des 1. Augusts am Sonntag Abend.

    Nachstehend findest Du das voraussichtliche Programm in Kürze (wie immer ohne Gewehr ; o). Die Spielrausch-Crew wird in geschlossener Dreierformation antreten d.h. Ivan, Michelle und Roberto geben sich höchstpersönlich die Ehre!

     

    LevelPlayingField ...
    Beste Voraussetzungen für fairen Spiel-Spass ; -)
    pointfolie
    Point Folie: Mit Schallgeschwindigkeit ins Reich der Phantastereien!

    Freitag 29. Juli

    • Abend: Fancy Dinner, Le Point de Folie (Powerpoint-Karaoke, diesmal leider ohne Folientango, dafür wird Mlle. Moneypenny mit Dir in neue Dimensionen des Fabulierens vorstossen) & Werwolf goes FOU – Die Rückkehr!

    Samstag 30. Juli

    • Morgen: Zmorga/Brunch mit Bingo/Lotto
    • Vormittag/Nachmittag/Abend: Spielrausch „IN/OUTdoor“ Turniere (Spielideen siehe unten)
    • NEU: evtl. „Spielevent“ (inkl. Spieletypen-Fragebogen) presented by SpielbüroAbend/Nacht: Werwolf goes FOU – die Fortsetzung!
    werwolf
    Vollmond… Werwolfalschliegt?!

    Sonntag 31. Juli

    • Morgen: Zmorga/Brunch mit Bingo/Lotto
    • Vormittag/Nachmittag/Abend: Spielrausch „IN/OUTdoor“ Turniere (Spielideen siehe unten)
    • NEU: evtl. „Spielevent“ (inkl. Spieletypen-Fragebogen) presented by Spielbüro
    • Abend/Nacht: Werwolf goes FOU – die Zugabe!

    Montag 1. August (CH-Feiertag)

    • Morgen: Zmorga/Brunch mit Bingo/Lotto
    • Mittag: Verabschiedeung (Bye Bye Fougerette…)

    Spielrausch goes FOU – die Spiele auf einen Blick:

    • KUBB-Turnier (Wikinger-Schach)
    • MÖLLKY-Turnier (Finnen-Bowling)
    • CROSS BOULE-Turnier (IN/OUTdoor)
    • NEU: DOG-Turnier (IN/OUTdoor)
    • BRETTSPIELE rund ums Thema Schloss & Geist
    • GHOSTBUSTERS – Geisterjagd im Schloss (nur im Dunkeln sieht man sie gut)
    • WERWÖLFE goes Fougerette (DER Klassiker in passender Ambiente)
    • NEU: „Spielevent“ (inkl. Spieletypen-Fragebogen) presented by Spielbüro

     

    wundertuete
    Da ist kein Blick in die Kristallkugel nötig: Das Spielrausch-Weekend wird auch dieses Jahr wieder ein Highlight, punktum! Join us – or else…………… ; -)

     

    Du willst dabei sein?

    Gut geplant ist manchmal halb so schön wie spontan: Anmeldungen sind noch möglich!

    Bitte melde Dich direkt bei Monika per Mail. Für ein Zelt ist immer Platz im Park und auch im Schloss finden wir bestimmt noch ein Plätzchen für Dich/Euch : )

    Fragen/Kosten/Kontakt

    Monika
    contact@fougerette.org

  • Ferien(s)pass 2016 – updated!

    UPDATE vom 12. Juli 2016.- Jetzt ist es definitiv:

    • Stefanie, welche derzeit eine Ausbildung zur Waldorf-Lehrerin absolviert, sorgt im Rahmen eines Praktikums für ein Kinder-Programm (Basteln, Spiele & Co.; von Mo-Fr);
    • Chris aus Le Merveilleux Monde des Mechatronics wird zwei Elektronik-Workshops anbieten („PCB Etching“ und „Bitbadge“). Wir freuen uns!

    : : : : : : :

    Wie im Jahresprogramm angekündigt, geht es diesen Sommer in die zweite Runde: Vom 23. Juli bis 1. August bietet Dir Fou de Fougerette erneut eine Ferien(s)pass-Woche zur Entspannung, Erholung und Selbstfindung!

    Mit dabei sind der Shiatsu-Therapeut Massimo Martino, die Psychologin und Grinberg-Therapeutin Michelle Sabatini sowie die Spielrausch-Crew rund um Ivan, welche fürs 1. August-Wochenende eine grössere „Äktschen“ ins Auge fassen – eventuell sogar inklusive Spielentwicklung vor Ort. Zudem ist auch wieder eine „Soirée Point de Folie“ mit Folientango in Planung.

     

    Le Programme

    Das Menü für die sommerliche Tiefenentspannung ist diesmal weniger dicht. Somit bleibt genügend Zeit  fürs Ausschlafen, den Liegestuhl, eine Runde Planschen im Pool, ein gemütlicher Schwatz im Baumhaus oder eine Velofahrt durch den lieblichen Morvan (die schlosseigene Velo-Flotte wurde kürzlich von Lord B auf „Vorderrad“ gebracht ; -). Eventuell stossen noch 1-2 weitere Kursanbieter dazu, etwa der Umweltberater und Troubador Michi Kistler, aber das ist derzeit noch offen.

    Für Liebehaber der Strassenkunst sei hiermit zudem noch erwähnt, dass das Strassenkunstfestival Châlon dans la Rue vom 20.-24. Juli 2016 stattfindet.

     

    Workshop „Stop Being A Control Freak!“ mit Michelle Sabatini

    Dauer: 2 Stunden
    Kurssprache: Englisch

    Die meisten von uns geniessen das sichere Gefühl, alles unter Kontrolle zu haben. Doch oft verschlingt unser Wunsch nach Kontrolle, danach, „alles im Griff zu haben“ unnötig viel Energie und dient im Grunde nur dazu, unsere Ängste und Unsicherheiten zu überspielen. In ihrem Workshop „Stop Being A Control Freak!“ zeigt die Psychologin und Grinberg® -Therapeutin Michelle Sabatini auf, wie wir Stück für Stück loslassen, vertrauensvoll in den Fluss des Lebens eintauchen und dadurch die ganze Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten zurückgewinnen können. Die Ziele des Workshops:

    • Reconnect with our body through breathing and movement
    • Gain more awareness on how our emotions show themselves in our bodies
    • Understand how we “control” our emotions and when it may be easier to let go
    • Learn to enjoy new situations without having to control everything
    • Learn to stop excessive control

    Für Erwachsene ab 18 Jahren. Michelle spricht auch Italienisch, Französisch und ein bisschen Deutsch.

     

    Lu Jong (tibetisches Yoga) mit Massimo Martino

    Täglich, Dauer ca. 1h30. Kurssprache: Hochdeutsch.

    Lu Jong ist eine einfach zu lernende Abfolge von Bewegungen, kombiniert mit rhythmischer Atmung, die tiefgehende Auswirkungen auf die Gesundheit von Körper, Geist und Seele hat. Durch die regelmässige Praxis dieser Übungen kannst Du Deine Abwehrkräfte steigern, Dein inneres Gleichgewicht stärken, neue Energie tanken und geistige Klarheit entwickeln. Die heilenden Bewegungen des Lu Jong stammen aus dem tibetischen Buddhismus und wurden vor rund 8000 Jahren von Mönchen entwickelt, die sich als Eremiten allein in die Berge zurückgezogen hatten.

    Bitte eigene Yoga-Matte, eine Decke, bequeme Kleidung sowie nach Bedarf auch ein Kissen mitbringen. Die Übungen finden je nach Witterung im Park oder im Ballsaal statt.

    Für alle, die sich während 90 Minuten auf Lu Jong konzentrieren und ruhig sein können : ) Bitte beachte, dass die Teilnahme nur an einzelnen Tagen nicht möglich ist. Massimo spricht auch Italienisch, Französisch und Englisch.

     

    Angebot Grinberg & Shiatsu

    Michelle (Grinberg Method) und Massimo (Shiatsu) bieten täglich auch individuelle Behandlungen an. Die Termine können im Voraus oder direkt vor Ort gebucht werden.

     

    Fou de Fougerette and Folientango.ch proudly present: La „Soirée Karaoké de PointFolie“

    Freitag, 29. Juli

    Wir tafeln fürstlich und krönen das Ganze mit einer Runde PowerPoint-Karaoke. Dabei dreht sich alles darum, eine bis dato nie gesehenen Powerpoint-Präsentation möglichst souverän zu präsentieren und auch Fragen aus dem Publikum zu beantworten. Ein riskantes Spiel mit hohem persönlichen Einsatz und noch höherem Unterhaltungswert, das den Wahnsinn auf den Punkt bringt. Bei dieser Reise ins Absurde übernimmt Folientango den Steuerknüppel und bringt uns die Kunst des gnadenlosen Bluffs näher… Du brauchst nichts mitbringen ausser ein loses Mundwerk und die Lust am Fabulieren.

     

    Spielrausch goes Fougerette

    Samstag, 30. Juli, bis Montag, 1. August (von früh bis spät : )

    „Spielen ist eine Tätigkeit, die man gar nicht ernst genug nehmen kann.“
    Jacques-Yves Cousteau, 1910-1997, frz. Meeresforscher und Dokumentarfilmer

    Im Hive sind sie längst schon legendär, die berauschenden Spielabende, welche im Winterhalbjahr regelmässig in geselliger Runde stattfinden. Eh bien, diesmal bespielt Spielrausch das ganze Schloss! Das abschliessende Ferienspass-Wochenende bietet Dir u.a. ein Kubb- oder Möllky-Turnier, Brettspiele rund ums Thema „Schloss bzw. Adel verpflichtet“, Frage-/Antwort-Spiele mit Mittelalter-Szenarien und auch beliebte Spielrausch-Klassiker wie Stuhltanz, Jenga-Turmbau oder die Nüssli-Challenge…

    Für jedes Lebensalter passend : )

     

    Infos & Kontakt

     

    Wer kann teilnehmen? Das Angebot richtig sich exklusiv an unsere Vereinsmitglieder und solche, die es werden wollen.

    Wo wird übernachtet bzw. was ist mit Essen? Du hast die Wahl zwischen Camping mit Selbstversorgung und Unterkunft im Haus mit Vollpension.

    Was kostet der Ferienspass? Wir schicken Dir alle Infos gerne auf Anfrage. Ein riesengrosses Dankeschön an alle KursleiterInnen für ihre Begeisterung und die grosszügigen Konditionen, welche den zweiten Ferien(s)pass möglich machen!

    Bitte beachte:

    • Da einige Angebote nur bei genügend Anmeldungen durchgeführt werden, sind wir dankbar, wenn Du Dich bei Interesse möglichst rasch meldest.
    • Nach der Bestätigung sind Anmeldungen verbindlich.
    • Anmeldeschluss ist der 30. Juni 2016.

    Anmeldung / Fragen

    Du erreichst Monika am besten per Mail:

    contact@fougerette.org

    oder telefonisch
    +41 (0)76 383 12 05
    +33 (0)781 190 192

  • Fou goes Crowdfunding: Meet „Calèche Visionnaire“

    ::: CROWDFUNDING: AND THE RESULT IS… :::

    Trotz einem tollen Endspurt hat unser Crowdfunding das gesetzte Ziel leider verpasst und das Künstlerzimmer „Calèche Visionnaire“ wird somit nicht realisiert. Ganz herzlichen Dank trotzdem an alle Spenderinnen und Spender und an all diejenigen, die sich die Zeit für ein Feedback genommen haben! Da es für uns ein erster Versuch war, bei der Finanzierung neue Wege zu gehen, nehmen wir einige Learnings mit, bleiben jedoch wild entSCHLOSSen, weitere Zimmer mit inspirierendem, verspieltem, wildem oder verrücktem Innenleben zu gestalten : )

    Abschliessend möchten wir uns bei Attila Maria Wittmer und Florian Paul Koenig für die spannende und sehr angenehme Zusammenarbeit bedanken. Wir wünschen Euch beiden für die weiteren Projekte viel Erfolg und auf dass es Euch weiterhin gelinge, so viel Schwung ins Luzerner Kulturleben zu bringen, wie Ihr das mit der Salle Mobile bereits tut!

    ::: ZWISCHENSTAND VOM 12. JULI 2016 :::

    Der 16. Juli ist das Stichdatum für die Finanzierung des Künstlerzimmers von Wittmer & Koenig. Der aktuelle Spendenstand dümpelt allerdings noch auf tiefem Niveau vor sich hin d.h. wir liegen unter 50%. Es stellen sich also folgende Fragen: a) Kriegen wir’s noch hin? und b) Woran liegt es?

    Danke im Voraus für Deine Spende bzw. Dein Feedback! Falls gewünscht kannst Du am Seitenende auch einen Kommentar hinterlassen, für uns ist jede Rückmeldung hilfreich : )

    [polldaddy poll=9468134]

    ::: POST IN DER ORIGINALFASSUNG VOM 16. JUNI 2016 :::

    Wir freuen uns sehr, das nächste Künstlerzimmer zu lancieren! Mit Attila Maria Wittmer und Florian Paul Koenig haben wir zwei spannende und sehr sympathische Schweizer Kunstschaffende für eine Zimmergestaltung gewinnen können, die derzeit mit ihrer Salle Mobile zum Thema „Salle Modulable“ in der Luzerner Kulturszene für einigen Wirbel sorgen. Wenn alles klappt, sollte in absehbarer Zeit aus dem bisherigen Zimmer „Calèche“ eine „Calèche Visionnaire“ entstehen, mit der Luftschlosser, Visionssuchende und Verträumte mit grossen Plänen in eine glorreiche Zukunft kutschieren können : )

     

    DIE DOKUMENTATION

    >> Dokumentation „Calèche Visionnaire“ by Wittmer&Koenig_2016″ (PDF, 3.5 Mb)

    Wenn Du mehr über die Künstler hinter dem Vorschlag wissen möchtest, dann laden wir Dich ein, das Interview im  Post „Meet Wittmer & Koenig“ zu lesen.

     DAS VIDEO ZUM PROJEKT

    http://www.youtube.com/watch?v=z89cRvx6tHE

     

    ACHTUNG, FERTIG, LOS

    Die ersten drei Künstlerzimmer hat der Verein aus eigenen Mitteln bestritten, doch das Budget fiel in der Folge eher mager aus, worüber die Kunstschaffenden äusserst grosszügig hinweg gesehen haben. Damit wir Kunstprojekte zukünftig so umsetzen können, dass für diese nicht nur Ruhm und Ehre rausspringt, sondern auch ein paar Moneten, haben wir uns entschieden, es auf eigene Faust mit einem Crowdfunding zu probieren…

     

    SO KANNST DU „CALÈCHE VISIONNAIRE“ UNTERSTÜTZEN:

    Für Konzept, Material und Realisierung ist ein Budget von EUR 5’252 veranschlagt; die genauen Angaben findest Du im Dossier (vgl. oben „Die Dokumentation“). Der Verein erbringt alle Arbeitsleistungen ehrenamtlich.

    Unterstützen kannst Du uns moralisch und/oder finanziell. Für ersteres genügt es, ein paar positive Gedanken in den Äther zu schicken oder diesen Link an Personen weiter zu leiten, die sich dafür interessieren könnten. Für eine finanzielle Unterstützung hast Du folgende Möglichkeiten:

    Betrag (EUR)AnzahlDein Dankeschön

    €20 Du wirst Vereinsmitglied fürs laufende Kalenderjahr : )
    €50  100 Publikation „Calèche Visionnaire“ von Wittmer & Koenig (Versand per Post).
    €100  50 Lavendelduft für TraumtänzerInnen…. Die Publikation „Calèche Visionnaire“ von Wittmer & Koenig wird von einem zart duftenden Lavendelsäckli begleitet (Versand per Post).
    €200  30 Leckermäulchen aufgepasst: Wir versüssen Dir die von den Künstlern handsignierte Publikation „Calèche Visionnaire“ zusätzlich mit 1 kg feinem Schloss-Honig (Versand per Post).
    €500  20 Du magst Einzigartigkeit? Dann entscheide Dich für eine Zeichnung des Künstlers Attila Maria Wittmer (Unikat, Format DIN A4 oder A3, mixed media). Der Versand erfolgt per Post.
    €1000  3 Die Seele baumeln lassen und in das üppige Grün des Schlossparks eintauchen… Im Gegenzug für Deine Unterstützung hat Du 2 Übernachtungen für 2 Personen im „Calèche Visionnaire“ mit Vollpension zugute. Euch begrüsst ein Glas perlender „Crémant de Bourgogne“, die handsignierte Publikation zum Zimmer und ein feiner Schloss-Honig für zuhause ist selbstverständlich ebenfalls mit einbegriffen. Da die Liegefläche der visionsgenerierenden Kalesche 140×200 cm misst, wohl nur für Paare und gute FreundInnen ; -)
    €5000  1 Es müssen ja nicht gleich Millionen sein wie für die Salle Modulable… Wir bieten visionären Individualisten, Kunstmäzenen oder Firmen mit Affinität zu Kunst am Bau einen anderen einmaligen Jackpot: Eine von Wittmer & Koenig nach Auftrag entworfene Kunstinstallation, die am gewünschten Standort umgesetzt wird (Transport- & Materialkosten exklusive).Bildschirmfoto 2016-05-27 um 11.20.50

     

    MITFINANZIEREN – STEP BY STEP:

    Wir geben uns 30 Tage Zeit, um das Budget zu erreichen… Deadline ist also der 16. Juli 2016! Wenn Du das Künstlerzimmer „Calèche Visionnaire“ finanziell unterstützen möchtest, bitte geh‘ wie folgt vor:

    • Schick eine Email an contact@fougerette.org
    • Im Betreff schreibe den Zimmernamen plus den gewählten Betrag (Beispiel: „Calèche Visionnaire 50€“).
      Wir bestätigen anschliessend den gewünschten Unterstützungsbeitrag per Mail und informieren Dich über den aktuellen Spendenstand. Die Einzahlung des gewählten Betrags wird erst fällig, wenn das Projekt zu 100% finanziert ist und durchgeführt werden kann.
    • Inhalt der Email:
    • Dein Name und Deine Adresse für den Versand Deines Dankeschöns bzw. für die Kontaktaufnahme.
    • Vermerk „Einzahlungsschein“, wenn Du per Post einen Einzahlungsschein erhalten möchtest (ansonsten schicken wir Dir unsere IBAN für eine Online-Überweisung).
    • Vermerk „Bitte Spendenbescheinigung“ wenn Du eine Spendenbescheinigung des Vereins erhalten möchtest.

    Du kannst die Umsetzung übrigens auch im Rahmen eines Volontariats unterstützen und beim Renovieren und Streichen gleich selbst Hand anlegen. Kontaktiere uns dazu bitte per Mail, die Jahresplanung 2016 mit den Öffnungszeiten findest Du hier.

     

    BUDGET UNTER- bzw. ÜBERTROFFEN – WAS DANN?

    Wie beim Crowdfunding üblich, wird das Projekt nur dann lanciert, wenn der benötigte Betrag zu 100% finanziert ist.

    In einem ersten Schritt gibst Du als UnterstützerIn somit lediglich ein Zahlungsversprechen ab, die Einzahlung wird erst in einem zweiten Schritt fällig, nämlich dann, wenn wir genügend Zusagen für den gesamthaft benötigten Betrag haben. Ob dies der Fall ist oder nicht, wissen wir am 16. Juli 2016.

    Sollte der benötigte Betrag übertroffen werden (… rein hypothetisch : ))), so wandert der Überschuss selbstverständlich in den Topf für zukünftige Künstlerzimmer und weitere Kunstprojekte.

     

    C’EST FOU… – DIE BISHERIGEN KÜNSTLERZIMMER

  • Meet Wittmer & Koenig

    Foto Wittmer & Koenig, Copyright Zentralplus.ch (Bild: jav)Wer genau steckt hinter dem Vorschlag „Calèche Visionnaire“? Hier stehen die beiden Künstler Attila Maria Wittmer und Florian Paul Koenig Rede und Antwort, damit Du sie näher kennen lernen kannst.

    Kunst ist…?
    … die Möglichkeit den Alltag aufzurütteln und einiges von der Seite her zu betrachten.

    Warum arbeitet Ihr ausgerechnet mit Bauvisieren?
    Attila ist Zeichner, Florian ist Bildhauer. Wir beide hegen ein grosses Interesse an Architektur. Bevor Attila mit Kunst begann, machte er eine Gärtnerlehre, Florian absolvierte eine Lehre als Geomatiker (der alte Name ist bekannter: Landschaftsvermesser). Daher kannten wir beide das Metallgestell, welches verwendet wird, um geplante Bauten anzuzeichnen. Das Bauvisier ist ein im Ausland wenig oder gar nicht bekanntes Objekt, welches den demokratischen Prozess unterstreicht, der für die Schweiz so typisch ist. Gleichzeitig faszinierte es Attila wegen der unsichtbar gezeichneten Linien und Florian wegen des modularen Volumens, welches sich durch die Bauvisiere signalisieren lässt.

    Wie seid Ihr Künstler geworden?
    Das ist im Nachhinein schwierig zu sagen (lachen). Fest steht: Mit Kunst lässt sich etwas bewegen. Sie gibt uns die nötige Freiheit, das Gegenwärtige zu reflektieren und Dinge von verschiedenen Perspektiven zu betrachten. In den wenigen Jahren, in welchen wir nun Kunst machen, haben wir gelernt, künstlerisch zu denken. Damit meinen wir die vorurteilslose Herangehensweise, den Mut, Experiment zu machen, unkonventionelle Strategien zu entwickeln und auch Abwege als Gehrichtung auszuprobieren.

    Was wollt Ihr denn bewegen mit Eurer Kunst?
    Wir wollen Menschen und deren Gedanken bewegen, wollen einen Diskurs fördern. Sei es unter Freunden, mit sich selbst oder in der breiten Öffentlichkeit. Daher arbeiten wir am liebsten in den Bereichen Kunst am Bau, Kunst im öffentlichen Raum oder wie in Frankreich an Projekten, wo der Besucher direkt involviert wird.

    Und wie kam, es dass Ihr als Duo tätig seid? 1014721_m1w560v32427_00242476
    Das hat sich wohl daraus ergeben, dass wir beide ein ausgeprägtes Faible für Streitgespräche haben. Durch das gegenseitige Erzählen, Zuhören und Argumentieren, reflektieren wir unsere Haltung ständig. Wir sind dauernd in einer Diskussion über Entscheidungen, Vorgehen und Vorhaben. Wir lernen ständig von einander seit wir uns an der Kunsthochschule in Luzern kennen gelernt haben. Unsere erste Zusammenarbeit war dann ein Kunst am Bau Projekt für die Ausgleichskasse Luzern.

    In Luzern erregt Ihr mit Eurer Salle Mobile derzeit einiges Aufsehen. Welches Ziel verfolgt Ihr damit?
    Die Salle Mobile steht für eine unaufgeregte Diskussion über das brennende
    Thema „Salle Modulable„. Dabei setzen wir die Kunst ins Zentrum der Auseinandersetzung. In regelmässigen Abständen regen wir an unterschiedlichen Örtlichkeiten zur öffentlichen Diskussion an. Unser Ziel ist die Vermittlung zwischen den verschiedenen Kulturplayern in Luzern, gleichzeitig streben wir einen konstruktiven künstlerischen Dialog um die kulturpolitische Debatte an. Es ist notwendig, dass die Kulturstadt Luzern sich weiterentwickelt, und dazu wollen wir mit unserer Salle Mobile beitragen.

    Zeitungsartikel über Wittmer & Koenig bzw. die Salle Mobile:

    Gibt es derzeit neben dem Künstlerzimmer „Calèche Visionnaire“ weitere Highlights in Eurer Arbeit?
    In der Tat, im Moment scheint alles im Fluss zu sein! Wir haben die Chance, unsere Arbeit bei der Ausstellungsserie Bergwerk unter der kuratorischen Leitung von Heinrich Gartentor zu zeigen. Dabei stellen wir an verschiedenen Ecken in der Schweiz aus. Beispielsweise im Lokal-Int in Biel im August oder dem Grand Palais in Bern im September. Dass wir gleich nach dem Studium in Luzern in anderen Städten der Schweiz ausstellen können, ist eine riesige Möglichkeit für uns.

    Letzte Frage: Was bringt Euch garantiert zum Lachen?
    Wenn unsere besseren Hälften wieder einmal erkennen, welch grosse Ambitionen wir hegen. Dann kichern wir ganz verlegen…

    Florian, Attila, ganz  herzlichen Dank fürs Interview!

    www.wittmerkoenig.com

     

     

     

     

    www.wittmerkoenig.com 

  • Die Wahrheit über die Halbwertzeit

    Zugegeben, ein etwas reisserischer Titel ; -) Schliesslich ist der ursprünglich aus der Radiochemie stammende Begriff „Halbwertzeit“ heute ja vor allem in Zusammenhang mit radioaktivem Sondermüll geläufig. In der Pharmakologie steht die Halbwertzeit allerdings nach wie vor für die Wirkungsdauer eines bestimmten Wirkstoffes d.h. sie gibt diejenige Zeitspanne an, in welcher die Konzentration eines Arzneimittels im Organismus resp. im Blut auf ihren halben Wert (50%) absinkt, s Quelle).

    In diesem Post geht es im Grunde lediglich um oft achtlos entsorgte, lästige „Kleinigkeiten“ wie Zigarettenstummel, Kaugummis oder Plastikfolie. Und darum, wie viel Bauchschmerzen und Verdauungsprobleme diese Mutter Natur bereiten… Einmal mehr bewahrheitet sich dabei, dass bereits wenig grosse Wirkung haben kann. Spannendes Thema, Abfallmanagement! Aber jetzt schau‘ selbst, wie lange es dauert, bis gewisse Abfälle abgebaut sind* :

    tafel_Umweltinfo_Halbwertzeit
    * Die angegebenen Zeitspannen sind keine Halbwertzeiten sondern zeigen auf, wie lange es dauert, bis die Natur diese Abfälle (so vollständig wie eben möglich) abgebaut hat.

    Was murmelte die kleine Maus zufrieden vor sich hin, als sie in den Ozean pinkelte?
    „Immerhin söfeli…!“

  • GfK-Seminar: 13.-16. Mai 2016

    gfk_visualGfK goes château again! 

    Du magst Frankreich? Möchtest wieder mal raus ins Grüne, ohne viel Handy und den ganzen elektronischen Klimbim? Denkst darüber nach, wie Du Deine beruflichen und privaten Beziehungen dank achtsamer Kommunikation erfüllender gestalten könntest? Vereinsmitgliedern bieten wir dieses Jahr in Zusammenarbeit mit Streitfrei.net erneut die Gelegenheit, an einem Seminar über  Gewaltfreie Kommunikation (GfK)® nach Marshall Rosenberg teilzunehmen, mitten im wunderschönen Burgund und einem üppigen Schlosspark von rund 20 Hektaren.

    GfK unterstützt Dich dabei, alte Verhaltensmuster zu erkennen und mit neuen, wirksameren Verhaltensweisen abzulösen. Klingt gut? Dann nix wie ran an den Speck, denn der/die Fotografin des obigen Bildes hat Recht: Für Empathie gibt es tatsächlich noch keine Gratis-App ; )

    Programm & Leitung

    foto_NicoleGanserStreitfreiDas Seminar wird von Nicole Ganser, Gründerin Streitfrei.net, geleitet. Wir üben gemeinsam, authentisch zu kommunizieren, starke Gefühle konstruktiv einzusetzen, Bewertungen sinnvoll zu nutzen und Wahlmöglichkeiten für Reaktionen zu schaffen.

    Ziel ist es, dass Du die Grundlagen und Haltung der Gewaltfreien Kommunikation verstehst, erste Schritte in der Anwendung machst oder Deine Kenntnisse vertiefst, sodass Du Beziehungen aktiv verbessern und eigene Bedürfnisse (wieder-) entdecken kannst.

    Arbeitsformen sind Gesprächstrainings und Übungen anhand von Beispielen aus dem eigenen Alltag. Alle TeilnehmerInnen erhalten ein Seminar-Diplom.

     

    Organisatorisches

    Individuelle Anreise am Freitag, 13. Mai, tagsüber oder abends. Das Seminar beginnt am Samstag Morgen um 09.00 Uhr und dauert am Montag, 16. Mai, bis am frühen Nachmittag, damit genügend Zeit für die Rückreise bleibt.

     

    Flyer / Fragen & Anmeldung

    Monika Siegenthaler, contact@fougerette.org oder +41 76 383 12 05.

    Du bist noch nicht Vereinsmitglied?
    Dann wird es aber höchste Zeit ; -) Infos zur Vereinsmitgliedschaft.

  • Gut gemeint………….

    Die Garten-Truppe ist heute Morgen etwas allzu eifrig und v.a. mit allzu grobem Geschütz auf Nicolas Vorschlag eingegangen, bei der Scheune oben zur Abwechslung noch die Luke zum Heuboden zu sanieren bzw. den Massenschlag zu erweitern… Nach nur 1 Minute ist DAS passiert:

    Zum Glück war’s nicht das Schloss und niemand wurde verletzt!!!!! Der Schreck sitzt uns noch in den Knochen, gleichzeitig fragen wir uns natürlich, wie wir das Teil wieder aufbauen sollen?! Wer helfen kann, bitte rasch melden und an contact@fougerette.org schreiben oder sich für den nächsten Garten-Einsatz eintragen, idealerweise hast Du Bau-Erfahrung (ausgebildet oder heimgewerkelt). Und jetzt müssen wir schweren Herzens noch die Mairie in Etang informieren………

    PS: Wenn Du Dir das Datum dieses Posts anschaust, ist der Fall hoffentlich sonnenklar : ) Gruss vom „poisson d’avril“ und viel Spass beim Stöbern auf unserem Blog!

  • Garten-Einsätze 2016: Faites vos jeux

    garten_ahoi
    Du darfst auch ganz normal gekleidet zum Garten-Einsatz anreisen ; )

    Hinweis an alle grün Bedaumten, Natur-LiebhaberInnen und Fans von (Urban) Gardening! Ab sofort kannst Du Dich wild entSCHLOSSen für einen oder mehrere Garten-Einsätze auf Fougerette anmelden. Der Einsatz lohnt sich, denn Du kriegst ein duftiges Schlossbett, eine knackige Silhouette, viel frische Luft und erweiterst Dein Gartenwissen.

    Anmelden und mitmachen!
    Hier der Link zum Excel-File auf Google: http://tinyurl.com/hv66tn5.

    Wir freuen uns auf Dich und trällern derweil schon mal erwartungsvoll „Grün, grün, grün ist alles was ich habe…“ (oder ist das jetzt dem Dollar-Donald Trump sein neuer Wahl-Song?! Abgesehen von $$$ fehlt es bei dem ja so ziemlich an allem…).

  • Virtuelle Seifenblasen

    bubbleVor einem Jahr traten die neuen Nutzungsbedingungen von Facebook in Kraft, gegen die Datenschützer vor allem auch deshalb Sturm liefen, weil kein Widerspruch möglich ist. Ungeschönt auf den Punkt gebracht lautet die Devise „Vogel friss oder stirb!“ d.h. die einzige Form des effektiven Protests ist es, sein Konto zu löschen. Facebook ist allerdings lediglich die Spitze des Eisbergs, wenn man sich vertieft mit dem Thema befasst…

    Privatsphäre und unabhängiges Denken im digitalen Zeitalter sind allerdings nicht erst ein Thema, seit die Social-Media-Giganten mitmischen. Bereits 1996 lancierte der Amerikaner John Perry Barlow am Weltwirtschaftsforum in Davos die Unabhängigkeitserklärung „A Declaration of The Independence of Cyberspace„, zu der in der NZZ ein sehr lesenswerter Artikel des Medienwissenschaftlers Prof. Dr. Bernhard Dotzler erschienen ist (s. „Vom Unbehagen im Netz„). Die Unabhängigkeitserklärung selber beginnt mit folgender Präambel:

    „Governments of the Industrial World, you weary giants of flesh and steel, I come from Cyberspace, the new home of Mind. On behalf of the future, I ask you of the past to leave us alone. You are not welcome among us. You have no sovereignty where we gather.“

    Regierungen der indsutriellen Welt, ihr abgekämpften Giganten aus Fleisch und Stahl, ich komme aus dem Cyberspace, dem neuen Zuhause des Bewusstseins und des Verstandes. Im Namen der Zukunft bitte ich euch Vertreter der Vergangenheit, uns alleine zu lassen. Ihr seid nicht willkommen unter uns. Dort, wo wir uns treffen, besitzt ihr keine Souveränität.

    Echt jetzt?!

    Schöne neue Welt der Such(t)maschinen

    Die Realität sieht anders aus. Auch wenn der Nationalstaat in den grenzenlosen Weiten des Cyberspace ein Auslaufmodell ist, hält dies Regierungsbehörden nicht davon ab, an vorderster Front mitzutun. Die Rolle des Gesetzgebers übernehmen dort aber immer häufiger andere, zum Beispiel eben Facebook oder Google. Denn deren Wort bzw. die im Alleingang und damit souverän erlassenen Nutzungsbedingungen werden im Internet auch ohne demokratisch legitimiertes Verfahren schnell zu Gesetz.

    Vielleicht ist Dir schon längst klar, dass Google die Suchergebnisse zu einem gewissen Suchbegriff nach Deinen persönlichen Vorlieben filtert. Vielleicht aber auch nicht. Tatsache ist: Wir verbringen immer mehr Zeit am Computer. Und je nachdem, was wir im Internet so treiben (besuchte Seiten, eingegebene Suchbegriffe, angeklickte Links und Bilder etc.), wird Google Dir andere Links anzeigen als Menschen, die den genau gleichen Suchbegriff eingegeben haben, aber eben sonst andere Seiten, Links und Bilder anklicken als Du. Google filtert die Resultate so, dass sie möglichst gut zu Deinem Online Profil passen.

    Unabhängigkeit und Datenschutz vs. Relevanz

    Die Websites http://dontbubble.us und http://donttrack.us mögen Werbung in eigener Sache der Suchmaschine https://duckduckgo.com sein, doch sie regen definitiv zum Nachdenken an. Zum Schmunzeln übrigens auch, wenn etwa das Ergebnis auf die Einstiegsfrage „Was ich seit meinem Abschluss gemacht habe?“ lautet: 100% Internet. Letztlich entscheidest Du selbst, wie wichtig Dir Objektivität und Privatsphäre im Vergleich zur höheren Relevanz der Suchergebnisse und angezeigten Werbung ist. Das scheint die jüngere Generation beispielsweise wesentlich entspannter zu sehen.

    Für Kritische oder Neugierige hier dennoch der Hinweis auf den Verein www.digitalcourage.de, die App „TrackMeNot“ und die interaktive, personalisierte, web-basierte Dokfilm-Serie https://donottrack-doc.com/ über Datenschutz (u.a. von Arte finanziert). Informativ und wirklich sehenswert, denn nach der Anmeldung erlebst Du direkt am Bildschirm, was „das Internet“ alles über Dich weiss!

    Die ideologische Brille

    Noch einen weiteren Aspekt spricht der schwedische Journalist und Buchautor Andreas Ekström an, nämlich die Werturteile, die auch hinter mathematischen (und somit logisch eigentlich unbestechlichen) Algorithmen stecken. Ein interessanter TED-Vortrag mit dem Titel „The Moral Bias Behind Search Engine Results„: