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  • Haiku

    Nach dem wunderschönen sonnigen Sommer scheint das Schloss (und mit ihm die Bewohner) aufgrund des markanten Wetterumschwungs plötzlich ohne Übergang in den Winterschlaf-Modus gefallen zu sein… Noch immer gibt es mehr als genug zu tun, doch das Augenmerk richtet sich jetzt darauf, angefangene Arbeiten fertig zu stellen und das Haus auf den Winter vorzubereiten. Die neu gekitteten Fenster werden gestrichen, undichte Stellen im Dach geflickt, der Keller und überhaupt im ganzen Haus wird aufgeräumt und Inventar erstellt. Draussen präsentiert sich der Garten regenverhangen, derweil die letzten Rosenblüten im Esszimmer einen Hauch Luxus verströmen… Und weil wir neu über ein Zimmer namens Haiku verfügen, hier ein Werk des japanischen Dichters Matsuo Bashō (松尾 芭蕉):

    Kochira muke
    Ware mo sabishiki
    Aki no kure

    Will you turn toward me?
    I am lonely too,
    This autumn evening.

  • CR74u

    CR7 ist bereits Geschichte, hier darfst Du trotzdem nochmals im bunten Treiben schwelgen und Dich von der märchenhafte Kulisse bezaubern lassen: http://fougerette.wordpress.com/2013/08/27/cr74u/. Der Captain’s Rave im Review ganz allein für Dich!

    Und für alle, die freundlicherweise nachgefragt haben: Ja, die Hütte steht noch, auch wenn sie ordentlich durchgerüttelt wurde ; -)

  • Es wogt hin und her

    seemannsgarn

    … in unserem Château sans bâteau! Das gesamte Anwesen wird von der wild verspielten und total sympathischen CR7-Crew Hand mit handfestem Seemannsgarn in eine Tauchstation zur Anderwelt verzaubert. Ein Blick aus dem Krähennest bestätigt: hier werden schon bald die tanzenden Bürger(innen) Einzug halten und vielleicht das Fassfieber kriegen! Wer Achteraus segelt, ist selbst schuld und falls Du ausnahmsweise mal Bahnhof verstanden hast, ist das nicht weiter verwunderlich, es handelt sich um aus den Weiten des Internets gefischten und nicht in allen Fällen verbürgten Seemans-Slang. Zum Trost hier noch ein (jedenfalls in der Theorie bzw. rein semantisch betrachtet) vergleichsweise  anspruchsloses Zitat der amerikanischen Computerpionierin Grace Hopper: „Ein Schiff im Hafen ist sicher, aber das ist nicht das, wofür Schiffe gebaut werden.“ Dieser Satz riecht nach Abenteuerlust und Risikofreude, den sollte man sich so richtig  auf der Zunge zergehen lassen… Wir hauen uns derweil ganz prosaisch aufs Ohr und verpassen morgen dem Party-Schiff Deiner Träume den letzten Schliff. Bonne nuit!

  • Potz Holzöpfel und Zipfelchappe

    Kasperlis bevorzugter Kraftausdruck bringt die Blog-Gefühlslage treffend auf den Punkt: Wenn man der WordPress-Statistik Glauben schenken darf, wird unsere Seite schon bald 100’000 Views aus aller Welt zu verzeichnen haben! Ist zwar kein Lottogewinn, beim Anblick dieser Zahl fühlt es sich aber fast so an : )

    PS: Kasperli hat offenbar auch anderswo die Hände mit im Spiel… Lustig, wenn auch in der Tat nicht immer ganz formvollendet: http://bazonline.ch/digital/wild-wide-web/Potz-Holzoepfel-und-Zipfelchappe/story/18428568

  • Codename WC

    Toi Toi-WCs sind zwar eine adrette Zwischenlösung, aber so richtig gerne benutzt die (spätestens am 2. Party-Tag) niemand, oder? Mit Blick auf den anstehenden Captain’s Rave und die Tatsache, dass zwischenzeitlich ein Klo im Haus den Geist aufgegeben hat, wollten wir uns was Besseres bzw. Permanenteres einfallen lassen. In fröhlicher Runde mit unserem unersetzlichen Star-Architekten David und unserem lokalen Sanitär-Profi enstand am Mittagstisch ein möglicher Lösungsansatz, der schwupps skizziert und nun schon in die Tat umgesetzt wird. Ein paar Bilder der Action findest Du nachstehend, in spätestens vier Tagen muss das Ding stehen und einsatzfähig sein, drück‘ uns die Daumen!

     

     

  • Regentaufe bestanden

    In der KW 30/31 ging’s bei der Scheune etwas oberhalb vom Schloss zur Sache – oder treffender gesagt: zu Dache. Das Scheunendach ist bzw. war nämlich, gelinde gesagt, in eher marodem Zustand. Unter Anleitung des ersten und einzigen menschlichen Scheunenbewohners Tom und unter den neugierigen Augen der Schloss-Menagerie, die dort droben haust, wurde erst Mal das Gerüst aufgestellt (ein Hoch auf die unermüdlichen Powerfrauen Christine und Gabriele) und dann ermittelt, welche Stellen im Dachstock am dringlichsten einer Reparatur bedürfen.

    Mit fachkundiger Unterstützung von Knülly (Zimmermann) und Dominik (Dachdecker) sowie der muskelbepackten Helfer René, Gego, Fabi und Pan (ebenfalls Zimmermann) wurde das Dach anschliessend wo nötig abgedeckt, alte und wurmige Balken entfernt und die frisch eingetroffenen Balken und Dachlatten raufgezimmert. Obwohl es mehr als einiges zu tun gab und das hochsommerliche Wetter plötzlich umschlug, war der reparierte Dachstuhl rechtzeitig vor dem nächsten Regenguss wieder mit Ziegeln bedeckt. Prädikat ‚Regentaufe bestanden‘!

    Text & Bilder: Luc Stalder

  • Et voilà: unsere Postkarte

    Nach einem heissen Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen „Tapetenwechsel“ und „Toiture“ steht das Gewinner-Sujet unseres concours carte postale fest: TOITURE! Merci Euch allen fürs Mitmachen und ganz herzliche Glückwünsche an Tanya Badertscher, die das Foto geschossen und bearbeitet hat. Jetzt heisst es husch ab in den Druck damit (the next deadline is looming… : )

    Toiture (Copyright: Tanya Badertscher)
    Toiture (Copyright: Tanya Badertscher)
  • Dé-chêne-é…

    Quercus cerrisWir erlauben uns ein kleines Wortspiel, da wir unseren Traum im Land der Eichen (frz. chêne, lat. quercus) entfesselt haben: Den Park und überhaupt den ganzen Landstrich zieren zahlreiche Baumriesen, die mit ihren imposanten Stämmen und Kronen ganz einfach Ehrfurcht gebieten. Tatsächlich ist die Eiche DAS Aushängeschild der hiesigen Forstwirtschaft und bedeckt über 400’000 ha des in Privatbesitz befindlichen Waldes.

    Symbol der Ewigkeit. Eichen besassen schon im Altertum eine grosse Symbolkraft. Ihr hartes Holz und ihr spät fallendes Laub machten sie zum Symbol für Unsterblichkeit und Standhaftigkeit. Ein Eichenleben umfasst etwa 30 Menschengenerationen, die älteste Eiche in Europa soll die 1000-jährige Eiche Bad Blumau sein. In jüngerer Zeit, besonders seit der Romantik (Friedrich Gottlieb Klopstock), gilt die Eiche als Symbol der Treue, weshalb Eichenlaub oft auf Orden zu sehen ist.

    Mythologie. Bei den verschiedenen Völkern in ihrem Verbreitungsgebiet wurde dieser Baum früh mit blitztragenden Göttern oder Götterfürsten in Verbindung gebracht, was der Volksmund im (wissenschaftlich allerdings nicht belegten) Sprichwort „Von den Eichen sollst Du weichen, die Buchen sollst Du suchen“ zum Ausdruck bringt:
    • Bei den alten Griechen galt die Eiche als Baum des Zeus. In der antiken Stadt Dodona in Epirus befand sich das Eichenorakel, wo drei weiss gekleidete Frauen aus dem Rauschen der Blätter der heiligen Eichen die Stimme des Göttervaters vernahmen. Die ebenfalls der griechischen Mythologie entstammenden Waldnymphen, die Dryaden, verdanken ihren Namen dem griechischen Wort drys für Eiche.
    • Bei den Kelten war die Eiche ebenfalls der Baum des Himmelsherrschers und Wettergottes Taranis. Durch den römischen Geschichtsschreiber Plinius d. Ä. (23/24 – 79 n.Chr.) ist überliefert worden, dass die Kelten ohne Eichenlaub gar keine kultischen Handlungen vollzogen. Die sakrale Bedeutung der Eichen für die Kelten ist auch daran zu erkennen, dass das keltische Wort für Priester (Druide) von duir (Eiche) abgeleitet ist. Auch die Wörter Türe und Tor haben ihren Ursprung im keltischen duir. Reine Fiktion ist hingegen der sogennannte „Keltische Baumkreis“: Die heute bekannteste Form dieses Horoskops geht vermutlich auf eine Artikelserie der französischen Journalistin Paula Delsol zurück, die 1971 im Auftrag des Mode- und Lifestyle-Magazins „Marie Claire“ eine Reihe von Horoskopsystemen erfand, die „alten“ Kulturen nachempfunden waren.
    • In der nordischen Mythologie ist die Eiche dem Donner- und Kriegsgott Thor geweiht. Bei den Germanenstämmen Mitteleuropas wurde er Donar genannt. Der Legende nach fährt dieser mit einem Ziegenkarren über den Himmel, wodurch der Donner entsteht und schickt Blitze zur Erde. Nach ihm ist der Donnerstag benannt, der im Schwedischen entsprechend torsdag heisst. Die Eiche vereinte beide Geschlechteraspekte in sich. Den männlichen in der Symbolik von Kraft, Ruhm und Stolz im Donnergott und den weiblichen in der indogermanische Urmutter Ana, die Mensch und Tier mit ihren Eicheln nährt. Der Legende nach wurde der erste Mensch aus einer Eiche geboren. Die Germanen verehrten ihre Götter im Wald, der ursprünglich 90 Prozent ihres Siedlungsgebietes bedeckte. Es gab heilige Eichenhaine, in denen den Göttern geopfert wurde und die von Unbefugten nicht betreten werden durften.

    Nutzung. Neben ihrer mythischen Bedeutung spielt die Eiche ebenfalls seit der Antike als Heilpflanze eine Rolle. Heilkundige schätzten die Rinde schon vor tausenden von Jahren als blutstillendes Mittel. Bis ins 18. Jahrhundert war die Eiche zudem die wichtigste Wirtschaftsbaumart nördlich der Alpen und wurde entsprechend gefördert. Mit der industriellen und landwirtschaftlichen Revolution verlor sie aber rasch an Bedeutung. Insbesondere im 19. Jahrhundert wurden zahlreiche Eichenwälder der enormen Nachfrage nach Schwellenholz für den Eisenbahnbau geopfert. Das Eichenvorkommen verringerte sich ständig. Als Resultat dieser Entwicklung beträgt heute der Anteil der Eiche am Holzvorrat des Schweizer Waldes gerade noch 2%, was 2001 den Verein „Pro Quercus“ auf den Plan gerufen hat.

    Und was das alles mit Fougerette zu tun hat?

    Ganz abgesehen davon, dass wie eingangs erwähnt zahlreiche Eichen im und rund um den Park stehen, war die Comtesse de Ganay offenbar eine grosse Baumliebhaberin! Dazu zwei Anekdoten: Erstens soll Madame la Comtesse es vorgezogen haben, ein ganzes Stallgebäude abzureissen und neu aufzubauen anstatt einen störenden Baum zu fällen. Zweitens blieb sie diesem Grundsatz auch beim (Neu-)Bau von Fougerette treu und verfügte, dass vor dem Aufschütten des Terrains alle Eichen im Park mit Ziegelsteinmauern vor etwaigen Schäden geschützt werden sollten. Uns selber entspricht die Rolle als „Hüter“ wesentlich besser als diejenige des „Eigentümers“… Wir hoffen sehr, dass es uns gelingt, das reiche Baumerbe für zukünftige Generationen zu erhalten und den Park wieder im alten Glanz erstrahlen zu lassen. Mit Nicola als botanischem Gärtner steht dafür sicherlich der richtige Mann am Start : )

    Quellenangaben/-verweise: 

    http://de.wikipedia.org/wiki/Eichen
    http://www.foret-de-bourgogne.org/index/action/page/id/496
    http://www.uni-goettingen.de/de/16703.html
    http://www.apotheken-umschau.de/heilpflanzen/eiche, http://de.wikipedia.org/wiki/Keltisches_Baumhoroskop
  • Ja welche denn?

    Unser concours carte postale benötigt noch einen Gewinner und Du darfst selbstverständlich mithelfen, diesen zu ermitteln! Die Sujets, die zur Auswahl stehen, findest Du nachstehend. Wir sind gespannt auf Dein Verdikt bis spätestens Sonntag, 18. August, 18.00 Uhr, damit wir zur Tat bzw. Produktion schreiten können. Happy Voting! http://fougerette.wordpress.com/2013/08/14/carte-postale-voting/

    Der Wettbewerb ist geschlossen, aber vielleicht willst Du die Resultate ja doch noch anschauen:

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  • Ein Erfahrungsbericht

    Unsere Volontäre ReReSo haben einen Erfahrungsbericht verfasst, den wir Euch hiermit taufrisch und völlig unzensiert zukommen lassen möchten:

    „Es war heiss, sehr heiss, während dieser zwei Juli-Wochen im Château de Fougerette! Bei Temperaturen über 30° halfen wir mit anzupacken: das Scheunendach flicken, Brennnesseln und Brombeeren roden, Salat und Rüben pflanzen, entrümpeln, ausmisten oder Hühner und Hasen füttern. Tausend Dank an die Crew, die vorher den Pool fit gemacht hat! Wir haben ihn – wie auch die vielen Kinder – jeden Tag und manchmal auch nachts genossen.

    Zur gleichen Zeit wurden unter Davids Anleitung die Kabelkanäle erstellt und mit Frauenpower (Forza Christine und Conny!) Unnötiges aus dem Keller gespitzt und die Fenster neu gekittet. Spannend fanden wir auch zuzusehen, wie die Räume und Wände durch die Bilder und Möbel ihren Charakter erhalten. Es wird cool!

    Welcher Stadt- und Büromensch kommt schon dazu, Brennnesseln mit lodernden Flammen Brand zu roden oder eine zwanzig Zentimeter dicke Mistschicht mit dem Pickel vom Stallboden zu entfernen? Spannend fanden wir auch, mit all diesen Leuten zusammen anzupacken, um dieses wunderbare Schlösschen wieder in Stand zu bringen. Ungezwungen, sympathisch und locker, eine herzliche Atmosphäre. Wir kommen wieder!!!“