Einmal mehr heissen wir unsere lieben Freunde der elektronischen Musik willkommen: Vom 23.-25. August lautet das Motto „Château sans Bâteau“! Mehr Infos findest Du unter http://www.captainsrave.ch (bitte beachte, dass dies ein Privatanlass ist d.h. Deine Anmeldung muss geprüft und bestätigt werden).
Wir sind: Eine spanisch-thurgauisch-winterthurerische Powerfamilie ; -)
Uns reizt: Die Vorstellung, in den alten Schlossmauern einen Schatz zu finden, die Möglichkeit, alte (Lebens-)Spuren zu verfolgen und die Stammbäume der Vorbesitzer zu studieren, das Leben in einer Gemeinschaft.
Wir drei wohnen bis Mitte September fix im Burgund und sind Teil der Schlossfamilie. Wir finden es super, dass wir auf Fougerette so viel Neues lernen können – von Dachdecken über Wände abbrechen bis hin zu Fenster kitten – und auch, dass wir einen echten Beitrag leisten dürfen: Ideen für die Programmgestaltung stossen auf offene Ohren, werden geschätzt und auch umgesetzt. A propos Schatz: schon einen gefunden, wir hoffen auf weitere Fundstücke… Und so stöbert die Mama mit glänzenden Augen im Keller und der Ahnenforschung herum, während der Nachwuchs Chabis macht und der Papa ganz cool den Pool präpariert – was will man mehr?!
Une carte postale? Ouaaais!Langsam kommen die zahlreichen Fäden zusammen, die wir seit Wochen und Monaten spinnen. Die Erneuerung der Grundversorgung mit Strom ist en route und demnächst starten auch die Bauarbeiten für den neuen Eingang zum Schloss. Kurzum, wir haben eine kleine Verschnaufpause und können uns ungehemmt auch mal den schönen Dingen des Lebens zuwenden, zum Beispiel dem Druck einer Postkarte! Erfunden wurde die Postkarte übrigens 1865 in Österreich, fünf Jahre später gelangte sie auch in Frankreich in den Verkauf (Quelle: Wikipedia). Allen Unkenrufen zum Trotz bleibt die Postkarte auch im Email-Zeitalter ein „pièce de resistance“ – ein paar handschriftliche Zeilen verbreiten eben immer Freude.
Mitmachen?!
Wenn Du bei Deinem Besuch ein besonders tolles Bild eingefangen hast oder Dich sonst zu einer Kreation für Fou de Fougerette inspirierst fühlst, dann erwarten wir Deinen Vorschlag bis am 8. August 2013 an contact@fougerette.org (bitte mit Betreff „Carte postale“). Welches Sujet das Rennen macht, wird per Voting entschieden.
Technische Angaben
Postkarte DIN A6, 148 x 105mm, hoch oder quer. Weitere Infos findest Du hier, inklusive Formatvorlagen. Für die Rückseite der Postkarte sind wir selbst besorgt. Bei diesem Wettbewerb wie auch überhaupt im Leben ist der Rechtsweg ausgeschlossen – wer sich mit vollendeten Tatsachen abfindet, ist sowieso glücklicher, sagt zumindest der Psychologe Dan Gilbert : )
Dass unser Vorbesitzer einen Knall hatte, wissen wir nicht erst seit gestern. Trotzdem hat uns der Mann einmal mehr überrascht: Da fanden wir doch im Keller tatsächlich einen 1998 unter der Treppe eingemauerten „Schatz“ inklusive Brief, adressiert „An zukünftige Generationen“! Von der mumifizierten Ratte mit Geldstück und Marienbild oder den Händen und Füssen der Schaufensterpuppe, die im (auf alt gemachten) Kellergewölbe bzw. im Turm ebenfalls eingemauert waren, wollen wir gar nicht erst reden… Der Fund des Jahres ist es leider nicht, den im Brief erwähnten Louis d’Or und die Cartier-Armbanduhr hat er nämlich letztlich doch lieber behalten, aber unterhaltsam war es allemal. Le grand total: drei angerostete Billig-Armbanduhren, ein kaputter Taschenrechner, diverse Geldscheine von seinen Reisen, ein antikes Radio, ein antiker Stuhl, einige alte Spielsachen seiner Kinder sowie ein ganzer Stapel Foto-Negative. Nun warten wir gespannt darauf, was sich daraus entwickelt…
Hat etwas länger gedauert, aber jetzt ist es da: unser Logo. Wer schon mal auf Fougerette war, wird sofort erkennen, wie und warum unser Wappentier entstanden ist : ) Wir hoffen, es gefällt Euch genauso gut wie uns und bedanken uns hiermit herzlich bei Urs Gägauf von www.komunikat.ch für die gelungene Umsetzung. Anschauen kannst Du es hier: http://fougerette.wordpress.com/2013/07/29/meet-le-logo/.
Von Anfang gehörte zu Fougerette ein weisses Pferd, welches dort vor 31 Jahren geboren worden war und seinen Lebensabend bei uns im Park verbrachte. Neugierig und freundlich hat es uns schon beim ersten Besuch im Februar 2011 begrüsst, es wurde während der langen und nervenaufreibenden zweijährigen Verhandlungszeit, als alles in der Schwebe und schon fast verloren geglaubt war, zu unserem ganz persönlichen Glücksbringer. Es war immer wieder ein fast mystischer Anblick wie es frei zwischen den mächtigen Bäumen umherstreifte oder sich trotz seines hohen Alters munter auf der Wiese wälzte. Klar war uns bewusst, dass es alt war – man konnte sogar die Knochen bei jedem Schritt knirschen hören. Der Anruf des Besitzers gestern war trotzdem ein Schock: dem Pferd gehe es schlecht, es liege im Sterben. Wir haben unseren Freund zum Glück noch besuchen können, haben ihm einen letzten Apfel gebracht und dann Abschied genommen. Jetzt fühlt sich der Park doch sehr verwaist an.
La France fête son anniversaire et notre commune Etang-sur-Arroux nous régale d’un feu d’artifice magnifique – da möchte man ja auch gleich Franzose bzw. Französin sein! Da das höchstwahrscheinlich nie der Fall sein wird, schreien wir stattdessen halt einfach ab und zu „Vive la France“, während wir im warmen Pool sitzen und auf den sternenklaren Nachthimmel blicken (im Hintergrund lauschiges Frosch-Quaken, Grillen-Gezirpe und Shakti-Shakti-Sound).
„Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft“, schrieb der deutsche Gelehrte, Staatsmann und Mitbegründer der Universität Berlin Wilhelm von Humboldt. Deshalb muss un peu d’histoire schon sein, oder? Auch wenn es noch viel zu erforschen gibt, findest Du hier bereits einen ersten Abriss der sicherlich wechselhaften Geschichte von Fougerette. Erstmals urkundlich erwähnt wird das Anwesen 1446, das mit den Grundmauern aus dem 15. Jahrhundert scheint somit gesichert (der Vorbesitzer hat uns bei den Besichtigungen jeweils mit lebhaften Schilderungen beglückt, gemäss seinen Aussagen soll auch der französische Nationalheld Vercingétorix mit seinen Getreuen durch den Park gezogen sein…). Irgendwann im 18. oder 19. Jahrhundert wurde das ursprüngliche deutlich kleinere Haus erweitert und zwar offenbar mit Teilen eines Schlosses, welches zuvor unten an der Durchgangsstrasse stand und aufgrund der vom Staat erhobenen Fenstersteuer abgerissen wurde. Hoffen wir mal, dass diese nicht wieder eingeführt wird, bisher haben wir uns noch nicht ans Zählen getraut : )
Hach, traumhaft! Die paar Tage Strandleben in Montpellier haben uns allen gut getan, auch wenn die Temperatur des Mittelmeeres eher ans nördliche Eismeer denken liessen (was Fiona allerdings nicht im mindestens beeindruckte, in den Adern unserer Küchenfee fliesst garantiert Wikingerblut ; -). Auch entdeckten wir in der zauberhaften Altstadt mit „Qu’importe le flacon“ eine kleine, feine Parfumerie, die uns olfaktorisch gesprochen neue Höhen erklimmen liess. Nicht weiter verwunderlich also, dass wir nach unserer Rückkehr von Meer, pardon, mehr träumten…. Nun ist es ja aber mit Wünschen so eine Sache, wie Grimms Märchen „Die törichten Wünsche“ aufs Beste illustriert. Nicht Jupiter sondern Petrus war unserem Wunsch gewogen und bescherte Fougerette ein heftiges Gewitter, in dessen Folge der Schlosskeller einer Meeresflut plötzlich täuschend ähnlich sah, nur der Strand war nirgends in Sicht… Wir verweisen kommentarlos auf eine Variante des Märchens, die mit den Worten schliesst: „Töricht gewünscht, töricht erfüllt — oder solltet Ihr vielleicht klüger sein?“.
Mit Fegbesen, Schöpfbechern und Eimern im Einsatz, jeder packt mit an. Der scharfe Beobachter merkt: die Schloss-Crew ist bereits ein eingespieltes Team
Et plus qu’un peu fou… Un grand merci à tous für die gute Energie, die grossartige Organisation und Deko von Öppediä, das friedliche Miteinander und den rücksichtsvollen Umgang mit unserem Zuhause. Wir haben gelacht, gestaunt, getanzt, uns gefreut und nur ganz selten geflucht (das war, je crois, eher bei der Aufräumerei, wobei die Schloss-Crew zum Auslgeich schon bald am Meer die Füsse baumeln lassen wird). Last but not least ein riesengrosses Kompliment an Skinnerbox und die vielen Zürcher Top-Acts, Ihr wart aber auch samt und sonders zu musikalischen Höhenflügen aufgelegt! Und weil’s so wunderbar war, hier ein paar weitere Impressionen (more to follow).