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  • Le glaçon rond

    eiskeller
    Eiskeller der klinischen Universitätsanstalten zu Kiel (um 1884). Quelle: www.eiskeller-brandenburg.de

    Wie es wohl zu früheren Zeiten war, damals, als es noch keine Kühlschränke und Tiefkühltruhen gab und ein simpler Eiswürfel Sinnbild für sündigen Luxus war? Bestimmt ziemlich anders, denn so einiges ist ja eben ohne Kühlung nur sehr beschränkt haltbar bzw. ohne Eis gar nicht herstellbar. Doch schon bevor Carl von Linde 1876 den ersten Kühlschrank erfand, wussten sich unsere Altvorderen zu helfen: Sie bauten Eiskeller, in denen Eisblöcke im Winter verstaut und in der warmen Jahreszeit kühl gelagert werden konnte. Genau so ein Dings haben wir bei uns im Park gefunden – zu unserem Leidwesen plein de déchets, denn es war für den Vorbesitzer offenbar eine bequeme Müllhalde (ganz nach dem Motto „Aus den Augen, aus dem Sinn“…). Erst nach rund zwei Wochen emsigen Schaufelns und Entsorgens erreichten wir den Grund, schwindelerregende 4m tief mussten wir graben… All den ausdauernden MitstreiterInnen der schlosseigenen Müllabfuhr sei hiermit nochmals ein grosser virtueller Applaus gespendet (Fotos der Aktion findest Du am Ende dieses Posts).

    Eiskeller – Privileg der Gutbetuchten

    Architektonisch sind Eiskeller ziemlich interessante und vor allem anspruchsvolle Konstruktionen. Nachfolgend ein Auszug aus einem Artikel von Norbert Heintze zum Thema „Eiskeller und Eiswerke in Berlin und Brandenburg„:

    „Die Lagerung von Eis zu Kühlzwecken war (…) bis zum frühen 19. Jahrhundert ein Privileg des Adels und der wohlhabenden Grundbesitzer. Später entwickelte man Zweckbauten für die Nahrungs- industrie, die von kleinen Gewerbebetrieben wie Fleischer oder Gastronomen genutzt wurden. Es gab verschiedene Bauarten: vom unterirdischen Eiskeller bis zum hölzernen Eishaus. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden kaum noch neue Eiskeller errichtet.

    Vollständig unterirdische Eiskeller wie der von Fougerette waren sehr aufwendig im Bau. Vor allem das Ausschachten der Baugrube und die stabilere Ausführung der Wände verteuerten den Bau erheblich. Für die richtige Dimensionierung der Wand- und Deckenstärken war bautechnisches Fachwissen erforderlich. Weiterhin musste das Bauwerk gut gegen aufsteigendes Grundwasser oder versickerndes Oberflächenwasser abgedichtet sein. Der Eiskeller sollte eine kühle, geschützte und trockene Lage in nicht zu weiter Entfernung von der Verbrauchsstelle erhalten. Der Eisbehälter musste gegen die Bodenwärme sowie die warme Außenluft isoliert werden. Es eigneten sich hierzu etwa ein Meter starke Ziegelmauern mit mehreren Luftschichten von acht Zentimeter Stärke. Die Luftschichten konnten auch mit Torfmull, porösen Schlacken oder Schlackenwolle ausgefüllt werden. Der Eisraum sollte möglichst in Zylinderform oder besser in Halbkugelform konstruiert werden, da hier ein besseres V erhältnis von Oberfläche zum Inhalt bestand als bei einem rechteckigen Raum. Gleichzeitig bot der runde Grundriss gegenüber dem seitlichen Erddruck einen besseren Widerstand. Der Eingang sollte nach Norden liegen und möglichst klein sein, damit beim Betreten wenig Wärme in das Bauwerk eindringen konnte. Der Zugang erfolgte über eine Eingangsschleuse mit zwei oder besser drei hintereinander liegenden dicht schließenden Türen. Die Südseite des Eiskellers musste vor der Sonneneinstrahlung geschützt werden, entweder durch den Schatten eines benachbarten Gebäudes oder durch die Anpflanzung schattenspendender, schnell wachsender Bäume und Sträucher. Fenster sollten nicht vorhanden sein oder nur in Form kleiner, nach Norden gerichteter Oberlichter, die durch mehrfache Glasscheiben gegen die Außenwärme isoliert waren. Im Gegensatz zur Eisgrube gab es häufig neben dem Eisraum auch getrennte Kühlräume, die über Lüftungsöffnungen mit dem Eisbehälter verbunden waren uns so gekühlt werden konnten. Das Betreten der Kühlräume war durch eine separate Tür möglich, um den Eisbehälter nicht unnötig zu öffnen.

    Um die hohen Baukosten zu senken, wurden viele übererdete Eiskeller oberhalb des Erdbodens und damit auch des Grundwasserspiegels errichtet, die mit einem kleinen künstlichen Hügel abgedeckt wurden. Da der Hügel sich wegen des Eiskellers an einem kühlen und schattigen Platz befand, wurde er in Gärten auch gerne als Fundament für eine kleine Terrasse oder für einen Pavillon genutzt und so in die Gartenarchitektur einbezogen. Er diente als idyllischer Ruheplatz, Aussichtspunkt oder als Element einer Sichtachse. Am Hügel konnte gleichzeitig ein kleiner künstlich angelegter Wasserfall angelegt werden. (…)

    Eishäuser aus Stein werden in der Literatur erst ab den 1870er Jahren aufgeführt. Obwohl ihr Bau wesentlich teurer war, hatten sie gegenüber den Holzkonstruktionen neben der längeren Haltbarkeit einen erheblichen V orteil, weil innerhalb geschlossener Baugebiete die Errichtung größerer Holzhäuser wegen der Feuergefahr bedenklich war. Die Isolierung erfolgte im 19.Jahrhundert durch Hohlmauern, in denen nach Möglichkeit zwei bis drei Hohlräume eingebaut waren. Ab der Jahrhundertwende wurden Korkstein und Kieselgur als neuartiger Isolierstoff eingesetzt. Die Eishäuser enthielten teilweise Kühlräume für Lebensmittel. Dabei war der Eisraum vom Volumen bis zu viermal so groß wie der Kühlraum und deutlich höher. Dadurch sollte eine gute Belüftung erzielt werden, da die kalte Luft nach unten sank und die erwärmte Luft aus dem Lagerraum durch Abluftschächte in der Decke verdrängen konnte. Größere Eishäuser stellten neue statische Anforderungen an die Bauweise der Mauern. Das Eis übt auf den Boden einen erheblichen Druck aus.

    Bei einer Eishöhe von zehn Meter lasten fast acht Tonnen Gewicht auf jeden Quadratmeter Bodenfläche! Dazu kommt auch eine mögliche Belastung der Seitenwände, da das Eis auch hier eine Kraft ausüben kann, wenn es sich während des Schmelzvorganges verschiebt. (…)

    Eine Sonderform waren runde Eishäuser. Sie hatten bessere Isoliereigenschaften, da hier eine geringere Oberfläche vorhanden war. Nachteilig war die runde Form allerdings dadurch, dass sie nicht in geschlossener Bauweise möglich war, sondern freistehend errichtet werden musste. Mehrere Berliner Krankenhäuser, die zum Ende des 19. Jahrhunderts in parkähnlichen Grundstücken errichtet wurden, hatten hierfür ausreichend Platz.“

    Quelle: Eiskeller und Eiswerke in Berlin und Brandenburg von Norbert Heintze

  • Tip, top, Teppich

    teppichdesgrauensDie 1970-er und 1980-er Jahre sind längst als Blütezeit des Spannteppichs in die Geschichtsbücher eingegangen. Relikte aus dieser Zeit dürften auch die (teils zwar noch fluschelig weichen, aber übel unhygienischen) Teppichböden in den Bädern von Fougerette gewesen sein. Mittlerweile erstrahlt das darunter zum Vorschein gekommene Eichenparkett wieder in neuem Glanz. Eine echte Augenweide, die den Badbesuch gleich viel attraktiver macht! Wir bleiben trotz Hochgefühl auf dem (Teppich-)Boden der Tatsachen und stecken unsere Energie einfach in die nächste Baustelle : )

    Teppiche haben übrigens hierzulande wie auch im Orient eine lange Geschichte. Vielleicht erinnerst Du Dich an das Märchen „Der fliegende Teppich„? Köstlich und für einen verstaubten Film-Abend ideal ist der 1962 erschienene Krimi „Teppich des Grauens„. Für kulturell Interessierte empfiehlt sich in diesem Kontext hingegen eher ein Besuch der Abegg-Stiftung, welche im ländlichen Riggisberg ziemlich unvermutet eine einmalige Sammlung von Textilien und Teppichen zeigt. Definitely worth a visit!

  • Die Zukunft des Lernens

    sugatammitraSugatam Mitra – dieser Name wird wohl den wenigsten etwas sagen. Dabei ist der studierte Physiker einer der pfiffigsten und revolutionärsten Erziehungswissenschaftler der heutigen Zeit. Sein Experiment „Hole in the Wall“ ist nicht nur bahnbrechend, es hat auch das Leben vieler hundertausend Kinder grundlegend verändert (ganz nebenbei war es auch Inspirationsquelle für den Film „Slumdog Millionaire„). Mitra rief das Experiment 1999 ins Leben, als er die Rückwand seines Büros herausbrechen und dort einen Computer mit Internet-Zugang installieren liess, welcher er den Kindern, die im Slum auf der gegenüberliegenden Seite lebten, kommentarlos zur freien Verfügung stellte. Was dann geschah, liest sich wie eine Geschichte aus 1001 Nacht, denn die Kinder (welche kein Englisch konnten) lernten nicht nur ganz ohne Anleitung eines Erwachsenen das Internet zu nutzen, sie begannen auch innerhalb kürzester Zeit damit, sich selbständig neues Wissen anzueignen und einander Dinge beizubringen.

    Nach dem gleichen Prinzip stellte er südindischen Kindern einen Computer mit „Sprache-zu-Text“-Interface zur Verfügung. Der Clou: Der Computer war auf „British English“ eingestellt“. Da die Kinder mit einem starken indischen Akzent sprachen, zeigte der Bildschirm anfänglich totales Kauderwelsch an… Nach nur zwei Monaten sprachen die Kinder allerdings ein astreines Englisch!

    soleMitra forscht im Bereich „self-organised learning environments (SOLE)“ und ist ein Verfechter des kind-zentrierten Lernens. Er definiert Ausbildung wie folgt: „Education is a self-organised system, where learning is an emergent phenomenon.“. Lernen ist für ihn das Ergebnis der Interaktion im System, ist aufgrund des Austauschs, des Miteinanders viel mehr als nur die Summe der Einzelteile. Lernen passiert von ganz alleine – wenn wir Erwachsenen es zulassen. Ein ziemlich revolutionärer Gedanke, nicht? Falls Du dich näher mit SOLE beschäftigen möchtest: Hier kannst Du Mitras SOLE-Toolkit herunterladen.

    2013 gewann der Inder den mit 1 Million US-Dollar dotierten TED-Prize, welcher jährlich an einen aussergewöhnlichen Menschen verliehen wird, der mit seiner Idee die Welt verändern will – inspirierend, amüsant und absolut sehenswert!

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  • Vive l’organisation

    Dank Arno und seinen Nachfolgerinnen Christine und Monika aka Mme. Alphorn steht jetzt im Keller eine top organisierte Werkstatt und wir haben endlich den Überblick über alles, was da in den letzten 18 Monaten zum Teil sogar doppelt und dreifach angeschafft wurde. Egal! Wir freuen uns sehr, dass wenigstens jetzt Ordnung herrscht und wir nicht mehr wegen jedem Schrübeli wie kopflose Hühner  vom einen Baugeschäft zum nächsten rennen müssen : )

     

     

  • Take-off minus 1

    Falls Du demnächst zufällig in der Nähe von Fougerette weilst, Dich über den für Sa/So angekündigten Sonnenschein freust und aus irgendeinem Grund für dieses Wochenende noch frischen Gesprächsstoff im Köcher haben möchtest, erlauben wir uns ein paar Anregungen für den niveauvollen Austausch:

    • Wie lautet der korrekte Plural von Oktopus, Oktopusse oder Oktopoden? Und von welcher Sprache wird dieses Wort abgeleitet – Latein oder Griechisch? Ideale Gesprächsvorlage für Alt-Philologen und andere Geisteswissenschaftler, die tendenziell eher mit einer hohen Dichterstirn als einem Waschbrettbauch punkten. Weiterführende Links: DudenOktopusse oder Oktopoden?
    • Wie intelligent ist ein Oktopus? Da gab es doch 2010 diese Krake, Paul, die bei der WM in Südafrika alle sieben Spiele korrekt…  Vielseitiger Einstieg, der eine Entwicklung des Gesprächs in verschiedenste Richtungen ermöglicht (von Fussball, über Sinn und Unsinn von Tier-Orakeln bis hin zum aktuellen Wissenstand in der Oktopoden-Forschung). Weiterführende Links: Krake Paul, Tierische Orakel: Die öden Erben von Krake Paul und Achtarmige Intelligenz.
    • Wer spielt in „Octopussy and The Living Daylights“ die männliche Hauptrolle und wie anbetungswürdig war dieser Bond im Vergleich zu – an dieser Stelle droht je nach Tageszeit und Pegelstand ein Absturz in seichtere Niederungen, aber vielleicht angelst Du Dich ja auch durch zur Band A-Ha oder zu Trivial Pursuit-würdigen Fragen wie: In welchem Jahr erschien der Film? Wie oft stand Roger Moore als 007 vor der Kamera? Wer spielte die geschäftstüchtige Juwelenhändlerin „Octopussy“? Und wie heisst der Schöpfer des britischen Geheimagenten?
    • Für all diejenigen, die ihre helle Freude an Streitgesprächen haben, gerne in Erinnerungen schwelgen oder mit ihrem breiten (musikgeschichtlichen) Hintergrundwissen glänzen: Wie definiert sich ein Rave genau? Wann kam dieser Begriff zuerst auf und wer prägte ihn? Lagst Du beim „Second Summer of Love“ noch in den Windeln, warst Du damals dabei oder vielleicht sogar schon beim ersten? Würdest Du sagen, dass Du und Dein Gegenüber derzeit allenfalls an einem ebensolchen teilnehmt – und was macht man denn auf einem Rave so, mal abgesehen von tanzen? (Anm. d. Red: Ab hier wäre dann Freestyle angesagt ; -)
  • Le merveilleux monde des Mechatronics

    Wir hatten letzte Woche die Schweizerische Gesellschaft für mechatronische Kunst SGMK zu Besuch (und keine Sorge, wir hatten bis zu dem Zeitpunkt auch keinen blassen Schimmer, was genau das ist, deshalb hier eine kurze Erklärung: Die Mechatronik ist ein noch junges technisches Fachgebiet mit einem sehr hohen Innovationsgrad und grossem Wachstumspotenzial, das sich interdisziplinär mit dem Zusammenwirken mechanischer, elektronischer und informationstechnischer Elemente und Module befasst. Mechatronische Systeme erfassen automatisch Informationen und Signale, gewinnen daraus selbstständig neue Daten und setzen diese in Kräfte und Bewegungen um).

    Was uns da ins Haus geflattert ist, war ein sehr bunter und inspirierter bzw. inspirierender Haufen von Menschen, die über einen unersättlichen Wissensdurst gepaart mit einem ausgeprägten Hang zum Tüfteln verfügen. Juste ce qu’il fallait pour rentrer dans l’esprit du capitaine électrogène aka Octopus! Unser Ballsaal sah plötzlich aus wie ein Science Fiction-Labor und im Keller hätte man meinen können, dass demnächst Doktor Frankenstein um die Ecke biegt… Auf jeden Fall war es sehr beeindruckend zu sehen, was sich so alles selber bauen lässt, wenn man nur weiss, wie. Auch wir durften etwas mittun und haben kleine LED-Lämpli gelötet, die nun als schummerige Nachtleuchten zum Einsatz kommen. Schau doch mal bei der SGMK rein, falls Du Dich gerne näher mit Kabelzeugs, Schaltungen, Programmierung, Solarzellen und so befassen möchtest : )

     

  • The power of… laughing!

    Bestimmt ist Dir auch schon aufgefallen, dass das Leben mit einem Lächeln auf den Lippen einfach mehr Spass macht und alles leichter von der Hand geht, oder? Das Wunderbare am Lächeln bzw. Lachen: es hellt auch dann die Stimmung auf und sorgt für die Ausschüttung körpereigener Endorphine wenn es gar nicht „echt“ ist! Dazu gibt es sogar eine wissenschaftliche Studie, welche mit zwei Gruppen von Schauspielern durchgeführt wurde. Die Teilnehmer der ersten Gruppe spielten eine tragische Rolle voller Verzweiflung und Selbstmordgedanken, die anderen eine Rolle, in der sie frisch verliebt, fröhlich oder überglücklich waren. Erstaunlicherweise fielen bei der ersten Gruppe die physiologischen Messwerte bereits nach zehn Minuten Spielzeit in den Keller, während sie sich bei der zweiten Gruppe markant verbesserten. Also zieh‘ mal wieder die Mundwinkel nach oben und schau‘ was passiert… : ) Zur Inspiration findest Du nachstehend unser brandaktuelles „Fieses Grinsen“-Video, welches anlässlich des Piraten-Dinners entstand, das unsere Schloss-Knirpse mit viel Eifer geplant und vorbereitet haben. Bravo, les petits!

  • Meet Thomas

    ThomasIch bin: Ein reisefreudiger Feinschmecker.
    Mich reizt: Die Vorstellung, meinen späteren Kindern von den Momenten auf dem Schloss zu erzählen ; -)

    Thomas ist nicht nur ein toller Koch, er macht sich auch als Pool-Boy ganz hervorragend, denn seine Badehose ist die eleganteste weit und breit. Die lässig-lockere Haltung hat er sich höchstwahrscheinlich während seines Aufenthalts bei einer Gastfamilie in Nizza angeeignet; Frankreich hat ihn genauso wie das Element Wasser schon immer fasziniert. Bewundernswert entspannt und flexibel bleibt Thomas auch inmitten der Hektik beim Kochen und so mangelt es ihm nie an willigen KüchenhelferInnen. Nach einer Kochlehre in der Schlüsselzunft in Basel und einer mehrmonatigen Reise durch Osteuropa und Griechenland (sein Geheim-Tipp: die Bucht auf Zakynthos, in der ein gestrandetes Schmuggler-Schiff liegt), tritt Thomas Mitte September ein Studium zum Ernährungsberater an. Der Weg dorthin war nicht ganz ohne, denn von 250 BewerberInnen wurden nur 50 angenommen! Doch vorerst mal versetzt er abwechslungsweise mit Olivia die SchlossbewohnerInnen in kulinarische Ekstase…

    Damit die Schloss-Verpflegung rund um die Uhr bzw. sieben Tage die Woche sicher gestellt ist, teilen sich Olivia und Thomas in den Sommermonaten das Ressort Küche.

  • Ca bouge!

    Wie schon letztes Jahr tut sich unendlich viel und wir haben im Mai sogar einen schloss-internen Nothelferkurs absolviert. Nachstehend ein kleiner Bilderreigen, damit Du wieder auf Laufenden bist… Und auch auf die Gefahr hin, dass wir uns wiederholen: Ein riesengrosses, herzliches, begeistertes und beglücktes M E R C I an alle unsere bénévoles und Vereinsmitglieder! Danke, dass Ihr mitträumt, anpackt, unterstützt und Fougerette mit Leben füllt.

  • Meet le Alphorn

    Alphorn
    Passe ich nicht perfekt in den Grand Salon?

    Seit Kurzem weilt Monika mit ihrem Alphorn im Schloss. Für uns ein idealer Anlass, dieses Schweizer „Ur-Instrument“ zu porträtieren!

    Ich bin: Das „Handy“ der Bergler

    Mich reizt: Die wunderbare Umgebung mit Echo vom See sowie die grossen Räume, denn so habe ich wie Floh endlich mal Platz, um mich richtig zu entfalten.

    Eins vorneweg: Auch ich zähle mich zu den Blaublütern. Die erste urkundliche Erwähnung meiner stolzen Ahnenreihe reicht nämlich bis 1527 zurück, was der Eintrag über „zwei Batzen an einen Walliser mit Alphorn“ in einem Rechnungsbuch des Klosters St. Urban belegt. Ausserdem hat schon Leopold Mozart die Sinfonia pastorella für mich komponiert und als „Swiss Lady“ war ich mit Pepe Lienhard 1977 am Concours d’Eurovision. Die älteste bekannte Liedform, welche auf mir gespielt wird, geht auf das 16. Jahrhundert zurück: Sogenannte Kuh- oder Kühreihen (auch Löckler, Zäuerli und Ranz de Vaches genannt), textlose, jodelartig gesungene oder mit dem Alphorn gespielte Hirtenmelodien. Dabei werden die Kühe, der wertvollste Besitz damaliger Bauern und Sennen, gebetsartig aufgezählt und besungen (Quelle). Bestimmt werden deshalb die rings um Fougerette weidenden Charolaise-Rinder viel Freude an mir haben. Ich hoffe natürlich auch, dass mich die Nachbarn gerne hören, denn je nach Wetterlage trägt mein Ton 3-5 km weit… Jedenfalls sehe ich mich mit meiner Naturtonreihe als hochwertige Ergänzung der doch etwas eintönigen Tröte, welche hier alle zum Essen ruft. Zuhause bin ich leider als etwas unmodern verschrien, was vermutlich an meiner engen Verbindung zu Volksmusik, Schwingen & Co. liegt – dabei fühle ich mich in meinem luftig-leichten, gelben Karbonkleid très chic! Wer weiss, vielleicht fällt mir ja in den nächsten zwei Monaten eine beschwingte Fuge für Fougerette ein, dann können meine verholzten Gspänli grad auch noch kommen ; -) Wie ich in einer modernen Interpretation klinge hörst Du zum Beispiel auf http://www.timorosso.ch/repertoire. Und wenn Du mehr über mich erfahren willst, empfehle ich Dir den  Alphorn Blog, den ein junger Amerikaner aus Minnesota über mich und meinesgleichen geschrieben hat.

    Alphorn_klein
    Ich bin auch ein Teleskop!