Dieses Jahr möchten wir erstmals Künstlerinnen und Künstlern die Gelegenheit geben, Zimmer auszustatten bzw. zu gestalten (für Interessierte: die Ausschreibung mit weiteren Details folgt im April hier auf dem Blog). Damit auch Du ein Wörtchen mitreden kannst, haben wir beschlossen, die zwei Zimmer mit den beliebtesten Namen zuerst flott zu machen. Wir haben uns während der letzten Saison redlich bemüht, einprägsame und verspielte Namen zu finden und präsentieren Dir hiermit eine erste Auswahl – jetzt sag’ Du uns, welcher Zimmername Dich besonders anspricht! Für Deinen persönlichen Favoriten kannst Du nachstehend stimmen:
Wie pflegten die Franzosen zu Zeiten der Monarchie doch ganz unsentimental zu sagen: „Le roi est mort. Vive le roi!“ – oder anders gesagt: Jedes Ende birgt einen Neuanfang in sich. Auch wenn uns der Abschied von der Schloss-Crew 2013 schwer fiel, ist es an der Zeit, die Weichen neu zu stellen. Falls Du Dir vorstellen kannst, 2014 Teil der stehenden Schloss-Crew zu werden und Du ab Mitte März oder später für mindestens zwei Monate zur Verfügung stehst, dann freuen wir uns über einen Anruf oder eine Mail von Dir.
Was Dich erwartet?
Kann wohl nur unterm Schlagwort „Kunterbuntes Dasein“ zusammengefasst werden… Mit der alten Schloss-Crew haben wir jedenfalls unglaublich viel erlebt: Wir bewältigten im Wochentakt ganze Lastwagenladungen von Esswaren & anderem Zeugs, lernten viele neue Menschen kennen, pflückten Brombeeren, übten Seiltanz, schleppten Betten und Matratzen, schnippelten kiloweise Gemüse, schufteten manchmal bis zum Umfallen, düsten gemeinsam ans Mittelmeer, plünderten das Brocki, hörten alte Kassetten, sangen hemmungslos mit, sassen abends ums Feuer bzw. unterm Sternenzelt, spielten Patience, Boule und Poker, tauchten um Mitternacht in den Swimming Pool und und und…
2014 sind die folgenden fünf bzw. vier Ressorts zu vergeben – mit einer Prise Humor zu geniessen!
Küche: Du stammst in direkter Linie von LukullusundPaul Bocuse ab, verwöhnst die SchlossbewohnerInnen mit gesunden saisonalen Gaumenfreuden, machst den Menu-Plan, kaufst ein bzw. sprichst Dich mit dem Schlossgarten aka Tom ab, hältst die Vorratskammer im Schuss und kannst falls nötig auch mal improvisieren. Dir steht jeweils eine Küchenhilfe zur Verfügung. Dieses Ressort eignet sich für „Job Sharing“ und kann auch von zwei Personen gemeinsam übernommen werden (Aufteilung in Mittags- und Abendschicht oder alternierende Tage). Dank der super Vorarbeit unserer „letztjährigen“ Küchenfee Fiona, kannst Du auf bestehende Menü-Pläne und eine tiptop organisierte Einkaufsliste zurückgreifen.
Werkstatt, Materialeinkauf & Entsorgung: Im Vergleich mit Deinem handwerklichen Allround-Talent und Erfindungsreichtum sieht selbst MacGyver extrem alt aus. Du organisierst, pflegst und überwachst die schloss-eigene Werkstatt, zeigst VolontärInnen den sachgemässen Gebrauch und bist in Rücksprache mit der Projektleitung für den Einkauf von Werkzeugen sowie Baumaterial zuständig. Zudem übernimmst Du die wöchentliche Entsorgungstour zur Déchèterie und leerst täglich die „Sammelstellen“ im Haus.
Housekeeping, „Empfang“ & Sightseeing: Du bist der/die ungekrönte Traumschloss-Chefsteward(ess), bist kontaktfreudig, kannst gut planen und knobelst dementsprechend aus, wer in welchem Zimmer schläft. Zudem bereitest Du die Zimmer der Neuankömmlinge vor, pflegst die Bettwäsche, nimmst unsere Volontäre in Empfang, stehst für Fragen zur Verfügung und organisierst Ausflüge in die nähere Umgebung. In Sachen Reinigung steht Dir unsere femme de ménage Sandrine zur Seite.
SchlossgärtnerIn: Du warst während mindestens 30 Jahren verantwortlich für die Gewächshäuser der Kew Gardens (Versaille tut’s im Notfall auch), verfügst über einen ausgeprägt grünen Daumen sowie ein entsprechendes Fachwissen. Auf Fougerette kümmerst Du Dich um den Garten rund ums Haus sowie den Park, setzt in Rücksprache mit der Projektleitung das gestalterische Konzept um und zeigst unseren Volontäre was es wo zu tun gibt. Für Forstarbeiten fallweise Zusammenarbeit mit Tom, der bei der Scheune oben seinen Gemüse-Garten betreut.
Das Ressort „Fenster“ ist bereits besetzt und zwar by the one & only Tinka aka Pinka. Wir freuen uns sehr, dass Du wieder mit von der Partie bist!
Die Ressorts sind so unterteilt, dass der Zeitaufwand in etwa demjenigen eines Kurzzeit-Volontärs entspricht: Arbeitseinsatz grundsätzlich an fünf, manchmal aber auch mal sechs oder sieben Tage die Woche. Im Gegenzug erhältst Du Kost & Logis im Wert von EUR 1’400 pro Monat, gratis Sprachunterricht en français (2x/Woche) sowie die Gelegenheit, einen hoffentlich unvergesslichen Frühling/Sommer/Herbst zu erleben und Deinen ganz persönlichen Schlosstraum zu verwirklichen. Einsätze im Rahmen von Vermietungen an Dritte werden bezahlt.
Unser Wunschprofil
Wir wünschen uns lebensfrohe, achtsame, zupackende und gerne auch etwas schräge MitstreiterInnen. Bitte beachte, dass einigermassen gute Französischkenntnisse sowie ein Fahrausweis von Vorteil sind. Als Ressort-ChefIn führst Du (zumindest zeitweise) ein eigenes „Team“ und solltest Dir das zutrauen bzw. Spass daran haben.
Kontakt/Bewerbung
Offenbar traf der Schloss-Traum bei vielen mitten ins Herz… Aufgrund der zahlreichen Anfragen und vielen phantasievollen Bewerbungen haben wir den Bewerbungsprozess per 17. Januar 2014 abgeschlossen bzw. den Online-Fragebogen deaktiviert. Danke für Dein Verständnis und vielleicht auf ein Neues im 2015, who knows…?
Nicht nur wir haben dieses Jahr viele neue Menschen kennen gelernt, auch untereinander knüpften die Volontäre manch‘ freundschaftliches Band. Da haben wir uns gedacht, dass es doch schön wäre, den Gemeinschaftsgeist von Fougerette mit in die Schweiz zu nehmen und darum organisieren wir am 3. Advent im Hive (Zürich) ein vorweihnachtliches Beisammensein. Alle unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die auf Fougerette mit angepackt haben, sind dazu herzlich eingeladen!
PROGRAMM
14:30-17:00 Uhr: Grosse Guetzli-„Dekorierete“. Wir stellen Kuchen-Deko und Glasur in verschiedenen Farben bereit, Du bringst Lebkuchen oder Guetzli mit, die Du gerne verzieren würdest (bitte auch Utensilien wie Backpinsel oder so mitnehmen, wenn Du denkst, dass Du diese für Deine Kunstwerke benötigst). Dieser Teil ist unsererseits eher für diejenigen mit Nachwuchs angedacht, aber auch Erwachsene ohne Anhang dürfen sich dabei selbstverständlich kreativ betätigen!
16:00-17:00 Uhr: Zvieri-Imbiss mit Tee, Kaffee & Kuchen.
Bis spätestens 10. Dezember via Doodle http://www.doodle.com/59nfcv4uty9g85bq, damit wir genügend Deko-Material und Knabber-Sachen bereitstellen können. Bitte beachte, dass dies ein exklusiver Anlass für unsere Volontäre ist!
Nach einem heissen Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen „Tapetenwechsel“ und „Toiture“ steht das Gewinner-Sujet unseres concours carte postale fest: TOITURE! Merci Euch allen fürs Mitmachen und ganz herzliche Glückwünsche an Tanya Badertscher, die das Foto geschossen und bearbeitet hat. Jetzt heisst es husch ab in den Druck damit (the next deadline is looming… : )
Unser concours carte postale benötigt noch einen Gewinner und Du darfst selbstverständlich mithelfen, diesen zu ermitteln! Die Sujets, die zur Auswahl stehen, findest Du nachstehend. Wir sind gespannt auf Dein Verdikt bis spätestens Sonntag, 18. August, 18.00 Uhr, damit wir zur Tat bzw. Produktion schreiten können. Happy Voting! http://fougerette.wordpress.com/2013/08/14/carte-postale-voting/
Doors (Copyright: Regi Wernli)
Victorian (Copyright: Angela Siry-Angelucci)
Sunshine (Copyright: Katharina Wernli)
Tirez (Copyright: Katharina Wernli)
Victorian (Copyright: Angela Siry-Angelucci)
Aquarell von Virginie van den Bogaert
Wallflower (Copyright: Tanya Badertscher)
Hitchcock (Copyright: Tanya Badertscher)
Tapetenwechsel (Copyright: Fiona Schlumpf)
Kikeriki (Copyright: Tanya Badertscher)
Hund (Copyright: Tanya Badertscher)
Toiture (Copyright: Tanya Badertscher)
Der Wettbewerb ist geschlossen, aber vielleicht willst Du die Resultate ja doch noch anschauen:
Unsere Volontäre ReReSo haben einen Erfahrungsbericht verfasst, den wir Euch hiermit taufrisch und völlig unzensiert zukommen lassen möchten:
„Es war heiss, sehr heiss, während dieser zwei Juli-Wochen im Château de Fougerette! Bei Temperaturen über 30° halfen wir mit anzupacken: das Scheunendach flicken, Brennnesseln und Brombeeren roden, Salat und Rüben pflanzen, entrümpeln, ausmisten oder Hühner und Hasen füttern. Tausend Dank an die Crew, die vorher den Pool fit gemacht hat! Wir haben ihn – wie auch die vielen Kinder – jeden Tag und manchmal auch nachts genossen.
Zur gleichen Zeit wurden unter Davids Anleitung die Kabelkanäle erstellt und mit Frauenpower (Forza Christine und Conny!) Unnötiges aus dem Keller gespitzt und die Fenster neu gekittet. Spannend fanden wir auch zuzusehen, wie die Räume und Wände durch die Bilder und Möbel ihren Charakter erhalten. Es wird cool!
Welcher Stadt- und Büromensch kommt schon dazu, Brennnesseln mit lodernden Flammen Brand zu roden oder eine zwanzig Zentimeter dicke Mistschicht mit dem Pickel vom Stallboden zu entfernen? Spannend fanden wir auch, mit all diesen Leuten zusammen anzupacken, um dieses wunderbare Schlösschen wieder in Stand zu bringen. Ungezwungen, sympathisch und locker, eine herzliche Atmosphäre. Wir kommen wieder!!!“
Wir sind: Eine spanisch-thurgauisch-winterthurerische Powerfamilie ; -)
Uns reizt: Die Vorstellung, in den alten Schlossmauern einen Schatz zu finden, die Möglichkeit, alte (Lebens-)Spuren zu verfolgen und die Stammbäume der Vorbesitzer zu studieren, das Leben in einer Gemeinschaft.
Wir drei wohnen bis Mitte September fix im Burgund und sind Teil der Schlossfamilie. Wir finden es super, dass wir auf Fougerette so viel Neues lernen können – von Dachdecken über Wände abbrechen bis hin zu Fenster kitten – und auch, dass wir einen echten Beitrag leisten dürfen: Ideen für die Programmgestaltung stossen auf offene Ohren, werden geschätzt und auch umgesetzt. A propos Schatz: schon einen gefunden, wir hoffen auf weitere Fundstücke… Und so stöbert die Mama mit glänzenden Augen im Keller und der Ahnenforschung herum, während der Nachwuchs Chabis macht und der Papa ganz cool den Pool präpariert – was will man mehr?!
Une carte postale? Ouaaais!Langsam kommen die zahlreichen Fäden zusammen, die wir seit Wochen und Monaten spinnen. Die Erneuerung der Grundversorgung mit Strom ist en route und demnächst starten auch die Bauarbeiten für den neuen Eingang zum Schloss. Kurzum, wir haben eine kleine Verschnaufpause und können uns ungehemmt auch mal den schönen Dingen des Lebens zuwenden, zum Beispiel dem Druck einer Postkarte! Erfunden wurde die Postkarte übrigens 1865 in Österreich, fünf Jahre später gelangte sie auch in Frankreich in den Verkauf (Quelle: Wikipedia). Allen Unkenrufen zum Trotz bleibt die Postkarte auch im Email-Zeitalter ein „pièce de resistance“ – ein paar handschriftliche Zeilen verbreiten eben immer Freude.
Mitmachen?!
Wenn Du bei Deinem Besuch ein besonders tolles Bild eingefangen hast oder Dich sonst zu einer Kreation für Fou de Fougerette inspirierst fühlst, dann erwarten wir Deinen Vorschlag bis am 8. August 2013 an contact@fougerette.org (bitte mit Betreff „Carte postale“). Welches Sujet das Rennen macht, wird per Voting entschieden.
Technische Angaben
Postkarte DIN A6, 148 x 105mm, hoch oder quer. Weitere Infos findest Du hier, inklusive Formatvorlagen. Für die Rückseite der Postkarte sind wir selbst besorgt. Bei diesem Wettbewerb wie auch überhaupt im Leben ist der Rechtsweg ausgeschlossen – wer sich mit vollendeten Tatsachen abfindet, ist sowieso glücklicher, sagt zumindest der Psychologe Dan Gilbert : )
Du hast es in der Hand: Wer ist der Schnüggel des Tages auf Schloss Fougerette? Die Kandidaten findest Du nachstehend, Deine Stimme kannst Du gleich im Anschluss abgeben. Happy Voting! http://fougerette.wordpress.com/2013/06/18/schnueggel-des-tages/
Das Landleben beinhaltet so einige Tätigkeiten, von denen wir als Stadtkinder (natürlich abgesehen von unserem „Melk“ Tom) nicht viel Ahnung haben. Auch die Heuete gehört dazu und das spürt man dann so richtig in den Knochen, wenn man das Gras geschnitten, mit der Heugabel gewendet und am Schluss um die 80 Heuballen aufgeladen hat, von denen jeder mindestens 20 kg wiegt. Das Ganze dauert natürlich nicht nur ein paar Stündli, sondern zieht sich über drei Tage hin, sofern das Wetter optimal mitspielt. Zum Glück ging alles glatt über die Bühne, die Sonne schien, unsere lieben Nachbarn haben einmal mehr kräftig mit angepackt, unsere unglaublich dynamischen Volontäre gemäht, gerächt, gewendet, geschwitzt, geflucht und sich gefreut, als endlich alles unter Dach und Fach war…