Kategorie: Fotostrecke

  • Guckloch 2020

    Dieses Jahr ist alles anders, und trotzdem krönen bereits erste Erfolge unser Schloss-Leben : )  Gerne gewähren wir  Einblick in unsere bunte Freiluft-Quarantäne… Wie bereits letztes Jahr sorgen unsere Hühner für gute Stimmung, die Tiere haben dank ihrer geselligen Art eindeutig therapeutischen Wert! Unten im Which?Garden erweitern wir derweil die bebaute Fläche Stück für Stück. Dadurch werden wir dieses Jahr erstmals auch Gemüse-Abos anbieten können. Ausserdem reifen da schon die ersten Beeren – und es werden täglich mehr. Welche Frucht, wenn nicht die Erdbeere, verkörpert das Glück sommerlicher Tage perfekt?

  • Flea, fly, Fliesen! Meet Salome Kuratli

    Das Schöne am sommerlichen Ferien(s)pass: Immer wieder bringt jemand spannende Impulse mit ein! 2018 war die Architektin und Künstlerin Salome Kuratli (Atelier akurat.li) mit von der Partie und bot einen Workshop zum Thema „Relief“ an. Unter den alten Eichen beim See entstand ein sommerliches Freiluft-Atelier, das konzentrierte Kreativität und fröhliche Singspiele à la „Flea, fly, flow“ förderte. Das tönt lässig und war es auch : ) Und die Ton-Fliesen, die dabei entstanden, lassen sich ebenfalls sehen!

    P.S.: Der nächste Ferienspass findet vom 18.-28. Juli 2019 statt. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

    Impressionen vom Fliesen-Workshop. Für die Reliefs kamen zum Einsatz: 10kg Ton, ein selbst gebauter Ofen, eine zünftige Prise Spass, viele grosse & kleine Hände, Phantasie sowie Schürhaken, diverse Naturmaterialien, Bierdeckel etc. I Fougerette, Sommer 2018

     

    1. Salome, Du verknüpfst in Deiner Arbeit Architektur, Landschaft und Raumentwicklung – wie ist es zu dieser Kombination gekommen?

    Liebe Monika, zuerst einmal vielen herzlichen Dank für dein Interesse und die tolle Zeit auf Fou mit Ferien(s)pass! Wunderschöne, produktive Sommerferien waren das!

    Auf Deine Frage hin will ich es so sagen: Ich bin gerne draussen und auch gerne unterwegs. Ich betrachte, was mich umgibt und mache mir Gedanken zu den erlebten Orten. Es beschäftigt mich, wie es wohl zu einer anderen Zeit dort war, oder auch, was hier noch werden könnte.

    Später entwickle ich meine Projekte aus diesen Beobachtungen von Veränderungsprozessen. Ob es Architektur, Landschaft oder Raumentwicklung ist, kommt auf den Ort und die Fragestellung an. Nur am Bildschirm zu entwerfen und alle Entscheidungen am Computer zu fällen, das ist wie in einem geschlossenen System zu arbeiten. Es stimmt für mich nicht und inspiriert mich auch nicht genügend für meine Arbeit an zukünftigen Räumen.

    Unabhängig von der Aufgabenstellung, ist mein stetes Anliegen, dass alle Sinne miteinbezogen sind.

    In meiner Branche, der Architektur, wird es leider als besonders chic gehandelt, wenn die Welt komplett an der Glasoberfläche des Bildschirms begriffen und auf diesem Weg auch neu geschaffen wird. Das heisst dann City 4.0 und wir werden aufgefordert sein, unsern Computer immer dabeizuhaben, damit wir in jenen Räumen funktionieren und überleben können. Das ist eine etwas traurige Aussicht.

    Was ich möchte, sind vielgestaltige und wandelfähige und erlebnisreiche Räume für uns, die uns immer wieder aufs Neue inspirieren. In der Architektur, im Landschaftsraum wie auch in der Raumentwicklung gilt es eine entsprechende offene Entwicklungskultur zu pflegen.

    Das spannendste am Raum muss sein, dass er auch in Zukunft immer Verhandlungssache bleibt – so wie das auch mit unserer Identität sein sollte.

    Dieser Gedankenstrang sprengt allerdings den Rahmen der gestellten Frage…

     

    2. Wie kombinierst Du diese drei Bereiche?

    Die Kombination ist eine Sichtweise, die von einer Vielfalt an Blickwinkel geprägt ist.

    Übrigens ist genau dies der Vorteil vom Arbeiten mit Computern. Man kann extrem rasch von einer Detailansicht zur Vogelperspektive wechseln. Man kann sehr viel in sehr wenig Zeit entdecken. Die Illusion, durch virtuelle Raummodelle zu gehen, ist eben auch sehr erlebnisreich; unbestritten. Auch immer neue Techniken und Programme lassen sich entdecken, welche die Kreativität herausfordern und somit auch neue Produktionswege erschliessen. Mit dieser riesigen Vielfalt an Möglichkeiten experimentiere ich sehr gerne. Ich bin nur nicht Fan von geschlossenen Produktionskreisläufen aus der IT, weil ein auf Effizienz getrimmter Produktionsweg nicht per se Nachhaltigkeit enthält.

    Ganz spannend finde ich deshalb das junge Feld der digitalen Nachhaltigkeit und die Fragen, wie es für die nächsten Generationen aussieht.

     

    3. Was fasziniert Dich denn an Reliefs?

    Das Relief ist ein Bild, welches mit Geschichte aufgeladen ist. In den Untiefen und Schattierungen mit plastischer Qualität lässt sich Vergangenes wie eine Landschaft lesen. Zudem hat das Relief etwas Greifbares, was ertastet werden kann. Das gefällt mir ausserordentlich.

    Wie der und die einzelne es liest, ist offen. Oft erzählt ein Relief durch seine Machart von der Geschichte seiner Produktionszeit. Hier im Schloss kann man sehr schöne Details und Hinweise entdecken. Wir haben gemeinsam gerätselt und wir malten uns aus, wie die Produktionsstätte industrialisiert war, um bestimmte Fliesen hervorzubringen.

     

    4. Hast Du auch schon grosse Arbeiten realisiert?

    Wellenband am Lochergut, Zürich. Bild: poolarch.ch

    Das grösste Relief, welches ich selbst je bearbeiten durfte, ist das Fassadenband vom Geschäftszentrum Lochergut in Beton. Ein Element ist 7 Meter lang und 8 Tonnen schwer. 2005 war ich als Praktikantin bei Pool Architekten und bekam die Aufgabe, diese Betonelemente zu entwickeln. Meine Zeichnungen wurden in CNC-Maschinenpfade umgewandelt und die Detailpläne direkt im Betonwerk für die Produktion benutzt. Das Spannende an der Gestaltung war, jenen Rhythmus von Stegen und Kerben auszuarbeiten. Die minimale Untiefe der Kerbe in der Mitte des Betonelements, entspricht dem Minimum, was die Materialstärke des Schalungsbaus erlaubte. Ein durch das Sonnenlicht erzeugtes, optisch dezentes Wellenband an der Fassade ist das Resultat.

    Tischplatte mit Relief von Salome Kuratli. Bild: akurat.li

    Später, 2009, forschte ich ein ganzes Jahr an einer Wand- und Tischplattenproduktion; wobei ich auch immer die Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen suchte. Das Thema Relief in unterschiedlichen Materialien nach ausgesuchten Bildern zu produzieren, war so faszinierend, dass ich damals meine Produktionsplattform akurat.li gründete. Je nach Auftragslage, tüftle ich weiter daran, Orte mit Geschichten zu bespielen.

    Das müssen nicht immer Reliefs sein. Die Themen der Raumentwicklung, Wahrnehmung und Orientierung, von physisch, kulturell und digital gewachsenen Räumen spielen auch in meinen andern Projekten eine wichtige Rolle

     

    6. Auf Fougerette hast Du Reliefkacheln aus Ton gebrannt. Wie kam es dazu und welches waren die besonderen technischen Herausforderungen?

    Der Abenteuerplatz am See unter den altehrwürdigen Eichen war sehr inspirierend und auch tagsüber angenehm schattig. Der Ort wurde rasch zu meinem Fou-Freiluftatelier. Ich hatte 10kg Ton mit nach Fougerette gebracht, um endlich wieder mal experimentieren zu können.

    Ebenfalls dort am See liegt die Feuerstelle. Erst war sie noch von Brennnesseln umrankt sowie wild, gestapeltes Nagelholz lag rum und mittendrin ein Berg Asche mit noch mehr Nägeln. Es galt also zuerst den Platz zu erobern, wobei wir ordentlich aufräumten. Insbesondere hatte der Chris Lust, da zu feuern und dann auch zu graben.

    „It wasn’t me…!“ – Chris im Grabungsfieber

    Engländer können eine unglaubliche Begeisterung entfalten, im Dreck zu graben. Chris war es denn auch, der sich intensiv um den Ofenbau des „original blood moon fou kiln“ in brütend heisser Hitze kümmerte (in derselben Woche war auch die Mondfinsternis 2018!). Für den Brand der Reliefkacheln sollte es gemäss Internet möglich sein, den Ton in weisser und schwarzer Färbung hinzubekommen. Die Farbe sei durch den gewissen Verbrennungsprozess mit und ohne Sauerstoffzufuhr, zu erreichen… Diese Herausforderung nahmen wir an, und letztlich brauchten wir nur noch die edlen Ton-Platten zu erstellen, wofür wir den Workshop einberiefen.

     

    7. Wie war das mit dem Fliesen-Workshop?

    Für einen Nachmittag haben wir alle Ferien(s)passagiere eingeladen zum Tonen von einem Relief. Es war die Aufgabe jedes und jeder einzelnen, einen eigenen Ansatz für ein Relief zu finden. Wir besprachen, welche Hinweise sich im Schloss entdecken liessen, doch sollte jeder sich auch draussen umsehen. Ein vergnüglicher Nachmittag ergab sich daraus und für kurz verwandelte sich das Schloss mit Park in ein wuselndes Ateliercamp.

    Danach mussten die Fliesen noch trocknen, weshalb wir sie zwischenzeitlich im super heissen Fou-Gewächshaus zwischenlagerten. Darauf folgten die Brennvorgänge. Technisch war die schwarze Färbung unsere Herausforderung. Der Chris-Ofen lief praktisch automatisch und diente gleichzeitig als Grill für das Blood-Moon-Dinner. An der Form der Kaminrohre kann man ablesen, dass wir zwei Mal das Experiment durchgeführt haben.

    Und dann YEAH, flea, fly, fou!! Endlich kam der grosse Moment als wir den Schatz heben konnten; mit weissen und schwarz eingefärbten Fliesen!

    Auf einzelnen sind sogar die Spuren vom Heu, das zur Verpackung diente, zu sehen. Die Bilder erzählen mehr! Wow, wir waren fast komplett erfolgreich!

     

    Da geht was!

    8. Chris, you helped Salome for her workshop building the kiln. What inspired you to participate in thisproject and build the kiln?

    My experience in ceramic technology is limited and comes mainly from watching TV. I started to make clay models (mostly mermaids and dolphins, occasionally witches) with my daughters at the GZ Leimbach years ago when it was still located on the edge of the wild forest. Sabine of GZ Leimbach runs outdoor Raku burning sessions which remain legendary; I have never actually seen one occur in practice but I understand that she uses both wood and clay.

    The design of the kiln we built at Fougerette has much to do with the british TV series “Time Team”. There, amongst others, old men in knobbly jumpers speak with a Somerset accent while digging up evidence of pottery on Roman or iron age sites. From time-to-time, artisans appear and attempt to manufacture replicas of the artefacts using the technology of the era.

    Archaeologists work exclusively in pits and trenches so it was a sure bet that any pottery kiln of mine would be at least partly subterranean. We re-acted the TV series faithfully and can confirm the kiln was of Swiss-Roman origin; a high-status villa and rave complex was inferred from tiny fragments of glazed roofing tile and ceremonial glow sticks.

    The project “ignited” at the Brocki, that is, when I found Salome in her summer dress with both arms (up to her elbows) inside lengths of sooty black stove pipe; not unlike the Tin Man from the „Wizard of Oz“ but somewhat dirtier. It was really great to see her so “inflamed” with enthusiasm when she found a cache of valuable chimney parts at the local Emmas joint.

    It was a wonder how much scrap metal can be transported on a bicycle in the summer heat…

     

    9. Letzte Frage an Salome: Was war Dein Traumberuf als Kind?

    Am liebsten wollte ich Snowboarderin werden, weil sie so schöne Spuren in den Schnee zeichnet.

     

    Liebe Salome, da schon Dezember, passt dieser Wunsch perfekt zur Jahreszeit… Vielen Dank fürs Interview und den wunderbaren Workshop! Herzlichen Dank auch an alle TeilnehmerInnen, die den Ton mit solcher Hingabe zu diesen wunderbaren Kacheln geformt haben – und last but not least an Chris (seit der Mechatronik-Woche 2014 regelmässiger Gast auf Fougerette), der Salome so tatkräftig unterstützt hat!

     

    Bildergalerie

  • Erntedank

    Jahresbericht zum Schlossgarten

     

    Es ist Herbst, das Schloss geniesst einmal mehr seinen Dornröschen-Schlaf und die Ernte ist eingefahren… Die Saison 2016 nutzten wir ganz gezielt dazu, herauszufinden, welche Pflanzen in einem biologisch unberührten Schlossgarten auch ohne grosse Pflege gut gedeihen. Welche Pflanzen das waren? Hier die Zusammenstellung:

    • Topinambur (wen wundert’s… ; -)
    • Zwiebeln
    • Artischocken
    • Bohnen und Erbsen (haben die Schnecken in Ruhe gelassen, damit war auch fast keine Pflege nötig. Die Erbsen-Ernte hat auch kleinen Kinderhänden viel Spass gemacht!
    • Rhabarber (konnten fortlaufend immer wieder ein paar Stengel ernten)
    • Physalis (haben sich wie Unkraut ausgebreitet, verkocht mit Rhabarber und Vanille ergab sich ein äusserst leckeres Kompott)
    • Kartoffeln
    • Randen, Lauch und Sellerie (müssen wir allerdings nächstes Jahr mit deutlich mehr Abstand verpflanzen)

    Sofort von den Schnecken weggefressen hingegen wurden Zucchetti, Gurken, Patisson, auch die meisten kleinen „Kürbisslinge“ erlitten dieses Schicksal. Also eher nix fürs nächste Jahr! Das Codewort heisst „minimal gardening“… : )

     

    Der Obstgarten bzw. die Obstbäume bekamen im Frühling einen dringend benötigten Schnitt, doch während letztes Jahr die Quitten kiloweise von den Bäumen purzelten, wuchsen dieses Jahr deutlich weniger Früchte, was sicherlich mit dem langen und nassen Frühling zusammenhängt. Für feines Quittenmus reichte es trotzdem (gibt es nächste Saison zu futtern). Den Hagebutten allerdings schien das Wetter prächtig zu bekommen; rund ums Haus und beim Pool lockten sie mit ihrem prächtigen Tiefrot und wir haben erstmals Hagebuttenmark für die Schlossküche produziert. Unsere lieben Freunde, die Brombeeren, waren ebenfalls fleissig… Zusammen mit dem aromatischen Holunder verkocht, ergaben die Beeren eine wunderbare Konfitüre, die wir „Brolunderbeer“ getauft haben.

    Den Himbeeren im Garten oben hätte etwas mehr Pflege gut getan, die Stauden waren rasch überwuchert und entsprechend fiel der Ertrag. Erdbeeren gab es auch, wobei der Aufwand fürs Jäten im Vergleich zum Ertrag sehr hoch ist.

    Den Brombeeren haben wir übrigens im Sommer und Herbst ganz ohne Gift wieder etwas Terrain abgetrotzt, wobei es sich dabei um eine „neverending story“ handelt… Nur soviel sei gesagt: Brombeeren mit den Wurzeln ausjäten ist echt anstrengend, bietet dafür auch die Gelegenheit, angestaute Gefühle auf sehr befriedigende Weise loszuwerden (das gleiche Phänomen konnten wir in der ersten Schloss-Saison beobachten, als Wände eingerissen werden mussten bzw. durften ; )
     

    Liebes Universum…

    Trotz viel Elan der Gartentruppe ist die bewirtschaftete Fläche geschrumpft, denn die tägliche Pflege, die Tom bisher übers ganze Jahr hinweg leistete, konnten die konzentrierten Garteneinsätze 1x/Monat beileibe nicht wettmachen. Insofern war 2016 ein „Misserfolg“, es wucherte alles so stark, dass es unmöglich war, Garten und Park einigermassen unter Kontrolle zu halten.

    Unser Wunsch, ein professionelles Permakultur-Projekt aufzuziehen, hat sich durch diese Erkenntnis weiter verstärkt : ) Hiermit schicken wir deshalb eine ganz konkrete Bestellung ins Universum:

    Wir suchen Menschen, die willens und fähig  sind, die Permakultur im Schloss Wirklichkeit werden zu lassen!

    Wir hatten darüber unter dem Stichwort Zellgarten schon mal berichtet (s. Meet Michi Kistler). Auf der derzeitigen Wunschliste für ein Permakultur-Projekt ist folgendes notiert: Entsprechendes Vorwissen, eine ausgewogene Mischung von Idealismus und Realitätssinn, Projektmanagement-Erfahrung, Finanz- und Französischkenntnisse sowie Startkapital.

    Falls Du jemanden kennst oder Dich selbst interessierst, melde Dich bei contact@fougerette.org.

     

    Geteiltes (Garten-)Glück ist doppelt schön – un grand merci à tous!

    Nicola fühlt sich jeweils fast wie im Paradies, wenn er einfach so alles ernten kann, was da herumsteht, weil die Natur uns grosszügig damit beschenkt: Brennesseln, Brombeeren, Holunderblüten und -beeren, Baumnüsse, Marroni, Bucheckern, Quitten, Mirabellen, Birnen… In den nächsten ein bis zwei Jahren sollten noch ein paar neue Gartenbewohnerinnen und -bewohner dazu kommen, denn wir haben 2016 auch gepflanzt und ausgesät, unter anderem Aprikosen-, Apfel- und Birnbäumchen sowie Bärlauch.

    Ernten im eigenen Garten erhöht die Achtsamkeit gegenüber den Geschenken der Natur. In unserem Falle gehört in diesem Zusammenhang wie immer ein tief empfundener Dank für die tatkräftige Unterstützung und Mithilfe vieler wild EntSCHLOSSener dazu, die dem Schlossgarten ihre Zeit, ihr Wissen und ihre Muskelkraft geschenkt haben und dabei hoffentlich auch ihren Spass hatten.

    Ein herzliches Merci an die ganze Gartentruppe, allen voran Aschi (hat bei jedem einzelnen Einsatz mitgemacht!) Caro, Franz, Conny, Volker & Steffi, Regula, Roughy, Vincenzo, Petra, Regula und alle fleissigen Hände, die im Rahmen eines Aufenthalts als VolontärIn tage- und wochenweise mit angepackt haben. You’re the best!!!

  • Ardoise à la Maria

    Ardoise_before
    Wie es früher aussah…

    Bevor es Zeit ist für den erneuten Winterschlaf, hat Fougerette von unserer Freundin und Künstlerin Maria Kühnen ein grossartiges „Bettmümpfeli“ geschenkt bekommen: Ausgehend vom Namen Ardoise (dt. Schiefer), hat Maria die schlichte Schönheit des ehemaligen Dienstbotenzimmers Schicht für Schicht frei gelegt. Das Ergebnis: Eine rundum stimmige Neugestaltung, die uns begeistert!

    Wie es dazu kam?
    Maria hat gemeinsam mit Mann und Tochter fast zeitgleich wie wir ein Haus in Frankreich erworben und bringt dort seither ihre Kompetenz als Künstlerin und Raumgestalterin zur Blüte (Bilder s. hier). Abgesehen davon, dass die Chemie schon bei der ersten Begegnung ganz einfach stimmte, haben uns auch die oft erstaunlich parallel verlaufenden Irrungen und Wirrungen des Daseins als Hausbesitzer aneinander geschmiedet. Der Austausch ist stets bereichernd, erfrischend und wohltuend – ein weiterer Glücksfall in unserem Leben, für den wir zutiefst dankbar sind.

    Ardoisières
    Ardoisières d’Angers

    Warum das Zimmer Ardoise heisst? Nun, Fankreich ist auch heute noch das Land mit dem weltweit höchsten Verbrauch an Schiefer und verfügte ehemals über eine bedeutende nationale Produktion, u.a. in den Ardoisières d’Angers. Dort waren noch Anfang der 1980-er Jahre über 2’000 Arbeiter beschäftigt, im Frühjahr 2014 wurde jedoch die Mine definitiv geschlossen.

    Die über 600-jährige Geschichte des Schiefer-Abbaus wird im Musée de l’Ardoise nachgezeichnet. Ein Besuch dürfte sich lohnen, wenn dieses auch nur annähernd so gut gestaltet ist wie das Museo del Carbone, welches wir letztes Jahr in Sardinien besuchten: Die Retortenstadt Carbonia wurde in den 1930-er Jahren offenbar als Antwort auf das Kohle-Embargo gegen das faschistische Regime in Italien aus dem Boden gestampft.

    Obwohl nur knapp 40 Jahre operativ tätig, waren in den Kohleminen Carbonias in den besten Zeiten über 12’000 Arbeiter beschäftigt, die rund um die Uhr in drei Schichten arbeiteten. Auf einen Arbeitstag von 8 Stunden mussten die Minenarbeiter weitere 8 Stunden zusätzlich aufwenden für das Abholen bzw. die Rückgabe ihrer Minenlampe, den Abstieg in bzw. Aufstieg aus der Mine (eng zusammengepfercht im Aufzug, im nahezu freien Fall) sowie den Fussweg unter Tag vom Aufzugsschacht bis zum jeweils bearbeiteten Flöz, der bis zu 7 km lang sein konnte.

    Wie die Minenarbeiter – darunter auch viele politische Häftlinge wie Kommunisten oder Homosexuelle – in dieser drückend-schwülen Finsternis bei fast 40 Grad Celsius das unaufhörliche eiserne Rasseln der Bohrhammer und Förderbänder, die dumpf knallenden Sprengungen und die ständig drohende Gefahr von Einstürzen oder möglicherweise austretenden giftigen Gasen ertrugen, und inmitten des ganzen Pandemoniums auch noch Kohle in den engen, teilweise nur 50 cm hohen Stollen auf dem Bauch liegend abtrugen, ist schlicht unvorstellbar. Die alten Fotografien, auf denen die völlig betäubten, leeren Blicke der heimkehrenden Arbeiter nach ihrem 16-stündigen Einsatz zu sehen sind, trägt man jedenfalls noch lange mit sich herum.

    Was Maria über Ardoise sagt?

    Mein Entwurf für das Zimmer beruht im Wesentlichen auf drei Impulsen:

    Zum einen habe ich Bezug auf die frühere Nutzung des Zimmers genommen. Ursprünglich als Dienstbotenzimmer genutzt, sollte die neue Gestaltung in seiner Schlichtheit und ‚asketischen‘ Klarheit daran anknüpfen. Zum anderen war es meine Absicht, einen Raum zu gestalten, in dem man sich gerne aufhält; das Zimmer sollte einladend werden und einen wohnlichen Rückzugsort für temporäre Bewohner des Schlosses darstellen – und einen Raum, dem man anmerkt, dass er mit grosser Hinwendung für den Gast gestaltet wurde. Darüber hinaus sind Räume für mich nicht bloss vier Wände, ein Boden und eine Decke. Ich begreife sie vielmehr als eigenständige Wesenheiten mit ihrer je eigenen Geschichte, die aufgenommen, bearbeitet und transformiert werden will. Bei diesem Zimmer, das über die letzten Jahrzehnte unbewohnt gewesen und dadurch im Wortsinne auch unbehaust geworden war, war es mir ein besonderes Anliegen, dass es eine  intensive und sorgfältige handwerkliche, künstlerische und gedankliche Zuwendung erfährt. Vergleichbar mit einem vergessenen und hart gewordenen Klumpen Ton, der durchgeknetet und gewalkt werden will um wieder geschmeidig zu werden. Und diese unter anderem auch ganz plastische Energie, diese Zuwendung, die dieser Raum dadurch erfährt, die ist dann deutlich spürbar, holistisch sozusagen.

    Und schliesslich wurde die inhaltliche Umsetzung von dem vorgegebenen Titel des Zimmers gelenkt: Ardoise – Schiefer – als Schichtgestein hat mich zu verschiedenen Überlegungen zum Thema ‚Schichtungen‘ geführt. Erinnerungs-Schichten, Schichtungen der Psyche, historische Ge-Schichten, physisch-materielle Schichten… So habe ich beispielsweise die Schichten der Wandoberfläche in einem objekthaften Ausschnitt sichtbar gemacht: die Wand, wie ich sie mit der alten Tapete vorgefunden habe, die darunter liegende Oberfläche im Originalzustand und im Stadium mit der von mir angelegten Grundierung. Ein anderes Beispiel ist das Buch zum Schieferabbau im Berner Oberland, das nun zur Ausstattung des Zimmers gehört. Wer den kleinen Roman gelesen hat, findet von dort ausgehend möglicherweise weitere Bezüge und Schichtungen im Raum – oder erfindet seine ganz eigenen Geschichten dazu. So sind alle von mir vorgenommenen Eingriffe im Raum, von den eigens angefertigten oder umgestalteten Möbeln über die Objekte bis hin zur Wandgestaltung Anknüpfungen an diese unterschiedlichen Aspekte von Schichtung. Und wenn der temporäre Bewohner seine eigenen persönlichen Gegenstände zeitweise mit hinein nimmt, dann werden auch diese zu einer weiteren Schichtung im Raum – wie auch er selbst zu einem weiteren Teil der Ge-Schichte dieses Zimmers.

     

    Wie Ardoise jetzt aussieht?

    Guckst Du nachstehend. Die Bilder sprechen für sich!

    Copyright für alle Fotos: www.mariakuehnen

     

    ÜBER MARIA KÜHNEN

    MARIAKÜHNENGeboren bin ich 1971 in einem kleinen Dorf am Niederrhein (D). Mit etwa 15 Jahren begann ich mich ernsthaft mit künstlerischen Absichten zu tragen, ich war damals auf einer Jugendkunstschule. Dennoch habe ich dann nach dem Abitur Erziehungswissenschaften studiert, in der Jugendhilfe gearbeitet und parallel dazu immer wieder Ausstellungen gemacht. Ein Wendepunkt kam mit 30, als ich vor der Entscheidung stand, entweder Karriere in der Jugendhilfe zu machen, oder doch ganz in die Richtung zu gehen, die ich eigentlich immer wollte. Daraufhin habe ich noch einmal ein Studium begonnen, nämlich Malerei und dabei den Schwerpunkt auf Komposition und Farbenlehre gelegt. Schon gegen Ende dieses Studiums hatte ich den ersten grösseren Innengestaltungsauftrag, bei dem ich ein ehemaliges Gefängnisgebäude in ein Gästehaus umgewandelt habe. Da der differenzierte Umgang mit Farbe für mich seit jeher ein besonderere Leidenschaft war und es in meiner Malerei auch immer darum ging, dass die Farbe über sich und den Bildträger hinaus in den Raum wirkt, lag die Raumgestaltung für mich sehr nahe. Mit meinem Umzug in die Schweiz vor 10 Jahren habe ich dann einige Weiterbildungen im 3-D-Bereich gemacht, das heisst ich habe mich mit Gusstechniken und Objekten auseinander gesetzt und damit begonnen, zunehmend Raum-Installationen zu machen. Seit ich mit meiner Familie dann vor 3 Jahren unser grosses Projekt in Südfrankreich begonnen habe, fliesst ein Grossteil meiner Arbeit in die Raumgestaltung dieses Hauses, das Familien- und Begegnungsort ist und dessen langsame Umgestaltung ein work-in-progress ist. Im Moment gestalte ich ausserdem ein Ladenlokal im Kreis 4 in Zürich für den ‚Plattenladen‘ von Claudia Pabst, der Anfang Oktober seine neuen Räume beziehen wird – unbedingt reinschauen, das lohnt sich 🙂 www.mariakuehnen.ch

  • Seltsame Blüten…

    … treibt unser exzentrisches Haus: Da wächst doch in der Fuge hinter der Spüle tatsächlich was! Nur gut, dass der Ausbau der Zweitküche in der Durchreiche zum Esszimmer abgeschlossen ist, der funkelnagelneue Chromstahl kommt markant hygienischer daher! Unsere Fotostrecke findest Du nachstehend:

  • Le glaçon rond

    eiskeller
    Eiskeller der klinischen Universitätsanstalten zu Kiel (um 1884). Quelle: www.eiskeller-brandenburg.de

    Wie es wohl zu früheren Zeiten war, damals, als es noch keine Kühlschränke und Tiefkühltruhen gab und ein simpler Eiswürfel Sinnbild für sündigen Luxus war? Bestimmt ziemlich anders, denn so einiges ist ja eben ohne Kühlung nur sehr beschränkt haltbar bzw. ohne Eis gar nicht herstellbar. Doch schon bevor Carl von Linde 1876 den ersten Kühlschrank erfand, wussten sich unsere Altvorderen zu helfen: Sie bauten Eiskeller, in denen Eisblöcke im Winter verstaut und in der warmen Jahreszeit kühl gelagert werden konnte. Genau so ein Dings haben wir bei uns im Park gefunden – zu unserem Leidwesen plein de déchets, denn es war für den Vorbesitzer offenbar eine bequeme Müllhalde (ganz nach dem Motto „Aus den Augen, aus dem Sinn“…). Erst nach rund zwei Wochen emsigen Schaufelns und Entsorgens erreichten wir den Grund, schwindelerregende 4m tief mussten wir graben… All den ausdauernden MitstreiterInnen der schlosseigenen Müllabfuhr sei hiermit nochmals ein grosser virtueller Applaus gespendet (Fotos der Aktion findest Du am Ende dieses Posts).

    Eiskeller – Privileg der Gutbetuchten

    Architektonisch sind Eiskeller ziemlich interessante und vor allem anspruchsvolle Konstruktionen. Nachfolgend ein Auszug aus einem Artikel von Norbert Heintze zum Thema „Eiskeller und Eiswerke in Berlin und Brandenburg„:

    „Die Lagerung von Eis zu Kühlzwecken war (…) bis zum frühen 19. Jahrhundert ein Privileg des Adels und der wohlhabenden Grundbesitzer. Später entwickelte man Zweckbauten für die Nahrungs- industrie, die von kleinen Gewerbebetrieben wie Fleischer oder Gastronomen genutzt wurden. Es gab verschiedene Bauarten: vom unterirdischen Eiskeller bis zum hölzernen Eishaus. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden kaum noch neue Eiskeller errichtet.

    Vollständig unterirdische Eiskeller wie der von Fougerette waren sehr aufwendig im Bau. Vor allem das Ausschachten der Baugrube und die stabilere Ausführung der Wände verteuerten den Bau erheblich. Für die richtige Dimensionierung der Wand- und Deckenstärken war bautechnisches Fachwissen erforderlich. Weiterhin musste das Bauwerk gut gegen aufsteigendes Grundwasser oder versickerndes Oberflächenwasser abgedichtet sein. Der Eiskeller sollte eine kühle, geschützte und trockene Lage in nicht zu weiter Entfernung von der Verbrauchsstelle erhalten. Der Eisbehälter musste gegen die Bodenwärme sowie die warme Außenluft isoliert werden. Es eigneten sich hierzu etwa ein Meter starke Ziegelmauern mit mehreren Luftschichten von acht Zentimeter Stärke. Die Luftschichten konnten auch mit Torfmull, porösen Schlacken oder Schlackenwolle ausgefüllt werden. Der Eisraum sollte möglichst in Zylinderform oder besser in Halbkugelform konstruiert werden, da hier ein besseres V erhältnis von Oberfläche zum Inhalt bestand als bei einem rechteckigen Raum. Gleichzeitig bot der runde Grundriss gegenüber dem seitlichen Erddruck einen besseren Widerstand. Der Eingang sollte nach Norden liegen und möglichst klein sein, damit beim Betreten wenig Wärme in das Bauwerk eindringen konnte. Der Zugang erfolgte über eine Eingangsschleuse mit zwei oder besser drei hintereinander liegenden dicht schließenden Türen. Die Südseite des Eiskellers musste vor der Sonneneinstrahlung geschützt werden, entweder durch den Schatten eines benachbarten Gebäudes oder durch die Anpflanzung schattenspendender, schnell wachsender Bäume und Sträucher. Fenster sollten nicht vorhanden sein oder nur in Form kleiner, nach Norden gerichteter Oberlichter, die durch mehrfache Glasscheiben gegen die Außenwärme isoliert waren. Im Gegensatz zur Eisgrube gab es häufig neben dem Eisraum auch getrennte Kühlräume, die über Lüftungsöffnungen mit dem Eisbehälter verbunden waren uns so gekühlt werden konnten. Das Betreten der Kühlräume war durch eine separate Tür möglich, um den Eisbehälter nicht unnötig zu öffnen.

    Um die hohen Baukosten zu senken, wurden viele übererdete Eiskeller oberhalb des Erdbodens und damit auch des Grundwasserspiegels errichtet, die mit einem kleinen künstlichen Hügel abgedeckt wurden. Da der Hügel sich wegen des Eiskellers an einem kühlen und schattigen Platz befand, wurde er in Gärten auch gerne als Fundament für eine kleine Terrasse oder für einen Pavillon genutzt und so in die Gartenarchitektur einbezogen. Er diente als idyllischer Ruheplatz, Aussichtspunkt oder als Element einer Sichtachse. Am Hügel konnte gleichzeitig ein kleiner künstlich angelegter Wasserfall angelegt werden. (…)

    Eishäuser aus Stein werden in der Literatur erst ab den 1870er Jahren aufgeführt. Obwohl ihr Bau wesentlich teurer war, hatten sie gegenüber den Holzkonstruktionen neben der längeren Haltbarkeit einen erheblichen V orteil, weil innerhalb geschlossener Baugebiete die Errichtung größerer Holzhäuser wegen der Feuergefahr bedenklich war. Die Isolierung erfolgte im 19.Jahrhundert durch Hohlmauern, in denen nach Möglichkeit zwei bis drei Hohlräume eingebaut waren. Ab der Jahrhundertwende wurden Korkstein und Kieselgur als neuartiger Isolierstoff eingesetzt. Die Eishäuser enthielten teilweise Kühlräume für Lebensmittel. Dabei war der Eisraum vom Volumen bis zu viermal so groß wie der Kühlraum und deutlich höher. Dadurch sollte eine gute Belüftung erzielt werden, da die kalte Luft nach unten sank und die erwärmte Luft aus dem Lagerraum durch Abluftschächte in der Decke verdrängen konnte. Größere Eishäuser stellten neue statische Anforderungen an die Bauweise der Mauern. Das Eis übt auf den Boden einen erheblichen Druck aus.

    Bei einer Eishöhe von zehn Meter lasten fast acht Tonnen Gewicht auf jeden Quadratmeter Bodenfläche! Dazu kommt auch eine mögliche Belastung der Seitenwände, da das Eis auch hier eine Kraft ausüben kann, wenn es sich während des Schmelzvorganges verschiebt. (…)

    Eine Sonderform waren runde Eishäuser. Sie hatten bessere Isoliereigenschaften, da hier eine geringere Oberfläche vorhanden war. Nachteilig war die runde Form allerdings dadurch, dass sie nicht in geschlossener Bauweise möglich war, sondern freistehend errichtet werden musste. Mehrere Berliner Krankenhäuser, die zum Ende des 19. Jahrhunderts in parkähnlichen Grundstücken errichtet wurden, hatten hierfür ausreichend Platz.“

    Quelle: Eiskeller und Eiswerke in Berlin und Brandenburg von Norbert Heintze

  • Tip, top, Teppich

    teppichdesgrauensDie 1970-er und 1980-er Jahre sind längst als Blütezeit des Spannteppichs in die Geschichtsbücher eingegangen. Relikte aus dieser Zeit dürften auch die (teils zwar noch fluschelig weichen, aber übel unhygienischen) Teppichböden in den Bädern von Fougerette gewesen sein. Mittlerweile erstrahlt das darunter zum Vorschein gekommene Eichenparkett wieder in neuem Glanz. Eine echte Augenweide, die den Badbesuch gleich viel attraktiver macht! Wir bleiben trotz Hochgefühl auf dem (Teppich-)Boden der Tatsachen und stecken unsere Energie einfach in die nächste Baustelle : )

    Teppiche haben übrigens hierzulande wie auch im Orient eine lange Geschichte. Vielleicht erinnerst Du Dich an das Märchen „Der fliegende Teppich„? Köstlich und für einen verstaubten Film-Abend ideal ist der 1962 erschienene Krimi „Teppich des Grauens„. Für kulturell Interessierte empfiehlt sich in diesem Kontext hingegen eher ein Besuch der Abegg-Stiftung, welche im ländlichen Riggisberg ziemlich unvermutet eine einmalige Sammlung von Textilien und Teppichen zeigt. Definitely worth a visit!

  • Vive l’organisation

    Dank Arno und seinen Nachfolgerinnen Christine und Monika aka Mme. Alphorn steht jetzt im Keller eine top organisierte Werkstatt und wir haben endlich den Überblick über alles, was da in den letzten 18 Monaten zum Teil sogar doppelt und dreifach angeschafft wurde. Egal! Wir freuen uns sehr, dass wenigstens jetzt Ordnung herrscht und wir nicht mehr wegen jedem Schrübeli wie kopflose Hühner  vom einen Baugeschäft zum nächsten rennen müssen : )

     

     

  • Le merveilleux monde des Mechatronics

    Wir hatten letzte Woche die Schweizerische Gesellschaft für mechatronische Kunst SGMK zu Besuch (und keine Sorge, wir hatten bis zu dem Zeitpunkt auch keinen blassen Schimmer, was genau das ist, deshalb hier eine kurze Erklärung: Die Mechatronik ist ein noch junges technisches Fachgebiet mit einem sehr hohen Innovationsgrad und grossem Wachstumspotenzial, das sich interdisziplinär mit dem Zusammenwirken mechanischer, elektronischer und informationstechnischer Elemente und Module befasst. Mechatronische Systeme erfassen automatisch Informationen und Signale, gewinnen daraus selbstständig neue Daten und setzen diese in Kräfte und Bewegungen um).

    Was uns da ins Haus geflattert ist, war ein sehr bunter und inspirierter bzw. inspirierender Haufen von Menschen, die über einen unersättlichen Wissensdurst gepaart mit einem ausgeprägten Hang zum Tüfteln verfügen. Juste ce qu’il fallait pour rentrer dans l’esprit du capitaine électrogène aka Octopus! Unser Ballsaal sah plötzlich aus wie ein Science Fiction-Labor und im Keller hätte man meinen können, dass demnächst Doktor Frankenstein um die Ecke biegt… Auf jeden Fall war es sehr beeindruckend zu sehen, was sich so alles selber bauen lässt, wenn man nur weiss, wie. Auch wir durften etwas mittun und haben kleine LED-Lämpli gelötet, die nun als schummerige Nachtleuchten zum Einsatz kommen. Schau doch mal bei der SGMK rein, falls Du Dich gerne näher mit Kabelzeugs, Schaltungen, Programmierung, Solarzellen und so befassen möchtest : )

     

  • The power of… laughing!

    Bestimmt ist Dir auch schon aufgefallen, dass das Leben mit einem Lächeln auf den Lippen einfach mehr Spass macht und alles leichter von der Hand geht, oder? Das Wunderbare am Lächeln bzw. Lachen: es hellt auch dann die Stimmung auf und sorgt für die Ausschüttung körpereigener Endorphine wenn es gar nicht „echt“ ist! Dazu gibt es sogar eine wissenschaftliche Studie, welche mit zwei Gruppen von Schauspielern durchgeführt wurde. Die Teilnehmer der ersten Gruppe spielten eine tragische Rolle voller Verzweiflung und Selbstmordgedanken, die anderen eine Rolle, in der sie frisch verliebt, fröhlich oder überglücklich waren. Erstaunlicherweise fielen bei der ersten Gruppe die physiologischen Messwerte bereits nach zehn Minuten Spielzeit in den Keller, während sie sich bei der zweiten Gruppe markant verbesserten. Also zieh‘ mal wieder die Mundwinkel nach oben und schau‘ was passiert… : ) Zur Inspiration findest Du nachstehend unser brandaktuelles „Fieses Grinsen“-Video, welches anlässlich des Piraten-Dinners entstand, das unsere Schloss-Knirpse mit viel Eifer geplant und vorbereitet haben. Bravo, les petits!