Kategorie: Tagebuch

  • CR74u

    CR7 ist bereits Geschichte, hier darfst Du trotzdem nochmals im bunten Treiben schwelgen und Dich von der märchenhafte Kulisse bezaubern lassen: http://fougerette.wordpress.com/2013/08/27/cr74u/. Der Captain’s Rave im Review ganz allein für Dich!

    Und für alle, die freundlicherweise nachgefragt haben: Ja, die Hütte steht noch, auch wenn sie ordentlich durchgerüttelt wurde ; -)

  • Es wogt hin und her

    seemannsgarn

    … in unserem Château sans bâteau! Das gesamte Anwesen wird von der wild verspielten und total sympathischen CR7-Crew Hand mit handfestem Seemannsgarn in eine Tauchstation zur Anderwelt verzaubert. Ein Blick aus dem Krähennest bestätigt: hier werden schon bald die tanzenden Bürger(innen) Einzug halten und vielleicht das Fassfieber kriegen! Wer Achteraus segelt, ist selbst schuld und falls Du ausnahmsweise mal Bahnhof verstanden hast, ist das nicht weiter verwunderlich, es handelt sich um aus den Weiten des Internets gefischten und nicht in allen Fällen verbürgten Seemans-Slang. Zum Trost hier noch ein (jedenfalls in der Theorie bzw. rein semantisch betrachtet) vergleichsweise  anspruchsloses Zitat der amerikanischen Computerpionierin Grace Hopper: „Ein Schiff im Hafen ist sicher, aber das ist nicht das, wofür Schiffe gebaut werden.“ Dieser Satz riecht nach Abenteuerlust und Risikofreude, den sollte man sich so richtig  auf der Zunge zergehen lassen… Wir hauen uns derweil ganz prosaisch aufs Ohr und verpassen morgen dem Party-Schiff Deiner Träume den letzten Schliff. Bonne nuit!

  • Codename WC

    Toi Toi-WCs sind zwar eine adrette Zwischenlösung, aber so richtig gerne benutzt die (spätestens am 2. Party-Tag) niemand, oder? Mit Blick auf den anstehenden Captain’s Rave und die Tatsache, dass zwischenzeitlich ein Klo im Haus den Geist aufgegeben hat, wollten wir uns was Besseres bzw. Permanenteres einfallen lassen. In fröhlicher Runde mit unserem unersetzlichen Star-Architekten David und unserem lokalen Sanitär-Profi enstand am Mittagstisch ein möglicher Lösungsansatz, der schwupps skizziert und nun schon in die Tat umgesetzt wird. Ein paar Bilder der Action findest Du nachstehend, in spätestens vier Tagen muss das Ding stehen und einsatzfähig sein, drück‘ uns die Daumen!

     

     

  • Regentaufe bestanden

    In der KW 30/31 ging’s bei der Scheune etwas oberhalb vom Schloss zur Sache – oder treffender gesagt: zu Dache. Das Scheunendach ist bzw. war nämlich, gelinde gesagt, in eher marodem Zustand. Unter Anleitung des ersten und einzigen menschlichen Scheunenbewohners Tom und unter den neugierigen Augen der Schloss-Menagerie, die dort droben haust, wurde erst Mal das Gerüst aufgestellt (ein Hoch auf die unermüdlichen Powerfrauen Christine und Gabriele) und dann ermittelt, welche Stellen im Dachstock am dringlichsten einer Reparatur bedürfen.

    Mit fachkundiger Unterstützung von Knülly (Zimmermann) und Dominik (Dachdecker) sowie der muskelbepackten Helfer René, Gego, Fabi und Pan (ebenfalls Zimmermann) wurde das Dach anschliessend wo nötig abgedeckt, alte und wurmige Balken entfernt und die frisch eingetroffenen Balken und Dachlatten raufgezimmert. Obwohl es mehr als einiges zu tun gab und das hochsommerliche Wetter plötzlich umschlug, war der reparierte Dachstuhl rechtzeitig vor dem nächsten Regenguss wieder mit Ziegeln bedeckt. Prädikat ‚Regentaufe bestanden‘!

    Text & Bilder: Luc Stalder

  • Dé-chêne-é…

    Quercus cerrisWir erlauben uns ein kleines Wortspiel, da wir unseren Traum im Land der Eichen (frz. chêne, lat. quercus) entfesselt haben: Den Park und überhaupt den ganzen Landstrich zieren zahlreiche Baumriesen, die mit ihren imposanten Stämmen und Kronen ganz einfach Ehrfurcht gebieten. Tatsächlich ist die Eiche DAS Aushängeschild der hiesigen Forstwirtschaft und bedeckt über 400’000 ha des in Privatbesitz befindlichen Waldes.

    Symbol der Ewigkeit. Eichen besassen schon im Altertum eine grosse Symbolkraft. Ihr hartes Holz und ihr spät fallendes Laub machten sie zum Symbol für Unsterblichkeit und Standhaftigkeit. Ein Eichenleben umfasst etwa 30 Menschengenerationen, die älteste Eiche in Europa soll die 1000-jährige Eiche Bad Blumau sein. In jüngerer Zeit, besonders seit der Romantik (Friedrich Gottlieb Klopstock), gilt die Eiche als Symbol der Treue, weshalb Eichenlaub oft auf Orden zu sehen ist.

    Mythologie. Bei den verschiedenen Völkern in ihrem Verbreitungsgebiet wurde dieser Baum früh mit blitztragenden Göttern oder Götterfürsten in Verbindung gebracht, was der Volksmund im (wissenschaftlich allerdings nicht belegten) Sprichwort „Von den Eichen sollst Du weichen, die Buchen sollst Du suchen“ zum Ausdruck bringt:
    • Bei den alten Griechen galt die Eiche als Baum des Zeus. In der antiken Stadt Dodona in Epirus befand sich das Eichenorakel, wo drei weiss gekleidete Frauen aus dem Rauschen der Blätter der heiligen Eichen die Stimme des Göttervaters vernahmen. Die ebenfalls der griechischen Mythologie entstammenden Waldnymphen, die Dryaden, verdanken ihren Namen dem griechischen Wort drys für Eiche.
    • Bei den Kelten war die Eiche ebenfalls der Baum des Himmelsherrschers und Wettergottes Taranis. Durch den römischen Geschichtsschreiber Plinius d. Ä. (23/24 – 79 n.Chr.) ist überliefert worden, dass die Kelten ohne Eichenlaub gar keine kultischen Handlungen vollzogen. Die sakrale Bedeutung der Eichen für die Kelten ist auch daran zu erkennen, dass das keltische Wort für Priester (Druide) von duir (Eiche) abgeleitet ist. Auch die Wörter Türe und Tor haben ihren Ursprung im keltischen duir. Reine Fiktion ist hingegen der sogennannte „Keltische Baumkreis“: Die heute bekannteste Form dieses Horoskops geht vermutlich auf eine Artikelserie der französischen Journalistin Paula Delsol zurück, die 1971 im Auftrag des Mode- und Lifestyle-Magazins „Marie Claire“ eine Reihe von Horoskopsystemen erfand, die „alten“ Kulturen nachempfunden waren.
    • In der nordischen Mythologie ist die Eiche dem Donner- und Kriegsgott Thor geweiht. Bei den Germanenstämmen Mitteleuropas wurde er Donar genannt. Der Legende nach fährt dieser mit einem Ziegenkarren über den Himmel, wodurch der Donner entsteht und schickt Blitze zur Erde. Nach ihm ist der Donnerstag benannt, der im Schwedischen entsprechend torsdag heisst. Die Eiche vereinte beide Geschlechteraspekte in sich. Den männlichen in der Symbolik von Kraft, Ruhm und Stolz im Donnergott und den weiblichen in der indogermanische Urmutter Ana, die Mensch und Tier mit ihren Eicheln nährt. Der Legende nach wurde der erste Mensch aus einer Eiche geboren. Die Germanen verehrten ihre Götter im Wald, der ursprünglich 90 Prozent ihres Siedlungsgebietes bedeckte. Es gab heilige Eichenhaine, in denen den Göttern geopfert wurde und die von Unbefugten nicht betreten werden durften.

    Nutzung. Neben ihrer mythischen Bedeutung spielt die Eiche ebenfalls seit der Antike als Heilpflanze eine Rolle. Heilkundige schätzten die Rinde schon vor tausenden von Jahren als blutstillendes Mittel. Bis ins 18. Jahrhundert war die Eiche zudem die wichtigste Wirtschaftsbaumart nördlich der Alpen und wurde entsprechend gefördert. Mit der industriellen und landwirtschaftlichen Revolution verlor sie aber rasch an Bedeutung. Insbesondere im 19. Jahrhundert wurden zahlreiche Eichenwälder der enormen Nachfrage nach Schwellenholz für den Eisenbahnbau geopfert. Das Eichenvorkommen verringerte sich ständig. Als Resultat dieser Entwicklung beträgt heute der Anteil der Eiche am Holzvorrat des Schweizer Waldes gerade noch 2%, was 2001 den Verein „Pro Quercus“ auf den Plan gerufen hat.

    Und was das alles mit Fougerette zu tun hat?

    Ganz abgesehen davon, dass wie eingangs erwähnt zahlreiche Eichen im und rund um den Park stehen, war die Comtesse de Ganay offenbar eine grosse Baumliebhaberin! Dazu zwei Anekdoten: Erstens soll Madame la Comtesse es vorgezogen haben, ein ganzes Stallgebäude abzureissen und neu aufzubauen anstatt einen störenden Baum zu fällen. Zweitens blieb sie diesem Grundsatz auch beim (Neu-)Bau von Fougerette treu und verfügte, dass vor dem Aufschütten des Terrains alle Eichen im Park mit Ziegelsteinmauern vor etwaigen Schäden geschützt werden sollten. Uns selber entspricht die Rolle als „Hüter“ wesentlich besser als diejenige des „Eigentümers“… Wir hoffen sehr, dass es uns gelingt, das reiche Baumerbe für zukünftige Generationen zu erhalten und den Park wieder im alten Glanz erstrahlen zu lassen. Mit Nicola als botanischem Gärtner steht dafür sicherlich der richtige Mann am Start : )

    Quellenangaben/-verweise: 

    http://de.wikipedia.org/wiki/Eichen
    http://www.foret-de-bourgogne.org/index/action/page/id/496
    http://www.uni-goettingen.de/de/16703.html
    http://www.apotheken-umschau.de/heilpflanzen/eiche, http://de.wikipedia.org/wiki/Keltisches_Baumhoroskop
  • Schatzjagd

    Dass unser Vorbesitzer einen Knall hatte, wissen wir nicht erst seit gestern. Trotzdem hat uns der Mann einmal mehr überrascht: Da fanden wir doch im Keller tatsächlich einen 1998 unter der Treppe eingemauerten „Schatz“ inklusive Brief, adressiert „An zukünftige Generationen“! Von der mumifizierten Ratte mit Geldstück und Marienbild oder den Händen und Füssen der Schaufensterpuppe, die im (auf alt gemachten) Kellergewölbe bzw. im Turm ebenfalls eingemauert waren, wollen wir gar nicht erst reden… Der Fund des Jahres ist es leider nicht, den im Brief erwähnten Louis d’Or und die Cartier-Armbanduhr hat er nämlich letztlich doch lieber behalten, aber unterhaltsam war es allemal. Le grand total:  drei angerostete Billig-Armbanduhren, ein kaputter Taschenrechner, diverse Geldscheine von seinen Reisen, ein antikes Radio, ein antiker Stuhl, einige alte Spielsachen seiner Kinder sowie ein ganzer Stapel Foto-Negative. Nun warten wir gespannt darauf, was sich daraus entwickelt…

  • Adieu…

    Bon voyage, cher ami…

    Von Anfang gehörte zu Fougerette ein weisses Pferd, welches dort vor 31 Jahren geboren worden war und seinen Lebensabend bei uns im Park verbrachte. Neugierig und freundlich hat es uns schon beim ersten Besuch im Februar 2011 begrüsst, es wurde während der langen und nervenaufreibenden zweijährigen Verhandlungszeit, als alles in der Schwebe  und schon fast verloren geglaubt war, zu unserem ganz persönlichen Glücksbringer. Es war immer wieder ein fast mystischer Anblick wie es frei zwischen den mächtigen Bäumen umherstreifte oder sich trotz seines hohen Alters munter auf der Wiese wälzte. Klar war uns bewusst, dass es alt war – man konnte sogar die Knochen bei jedem Schritt knirschen hören. Der Anruf des Besitzers gestern war trotzdem ein Schock: dem Pferd gehe es schlecht, es liege im Sterben. Wir haben unseren Freund zum Glück noch besuchen können, haben ihm einen letzten Apfel gebracht und dann Abschied genommen. Jetzt fühlt sich der Park doch sehr verwaist an.

  • Happy Birthday France!

    14_juilletLa France fête son anniversaire et notre commune Etang-sur-Arroux nous régale d’un feu d’artifice magnifique – da möchte man ja auch gleich Franzose bzw. Französin sein! Da  das höchstwahrscheinlich nie der Fall sein wird, schreien wir stattdessen halt einfach ab und zu „Vive la France“, während wir im warmen Pool sitzen und auf den sternenklaren Nachthimmel blicken (im Hintergrund lauschiges Frosch-Quaken, Grillen-Gezirpe und Shakti-Shakti-Sound).

    Und jetzt noch die Auflösung unserer total ernst gemeinten Quiz-Frage an Dich: es wird der Sturm auf die Bastille vom 14. Juli 1789 und damit der Beginn der französischen Revolution gefeiert! Aber auch französische Erfinder sind nicht ohne, oder hättest Du gewusst, wer die Blindenschrift erfunden hat?

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  • Wir wollten Meer

    Hach, traumhaft! Die paar Tage Strandleben in Montpellier haben uns allen gut getan, auch wenn die Temperatur des Mittelmeeres eher ans nördliche Eismeer denken liessen (was Fiona allerdings nicht im mindestens beeindruckte, in den Adern unserer Küchenfee fliesst garantiert Wikingerblut ; -). Auch entdeckten wir in der zauberhaften Altstadt mit „Qu’importe le flacon“ eine kleine, feine Parfumerie, die uns olfaktorisch gesprochen neue Höhen erklimmen liess. Nicht weiter verwunderlich also, dass wir nach unserer Rückkehr von Meer, pardon, mehr träumten…. Nun ist es ja aber mit Wünschen so eine Sache, wie Grimms Märchen „Die törichten Wünsche“ aufs Beste illustriert. Nicht Jupiter sondern Petrus war unserem Wunsch gewogen und bescherte Fougerette ein heftiges Gewitter, in dessen Folge der Schlosskeller einer Meeresflut plötzlich täuschend ähnlich sah, nur der Strand war nirgends in Sicht… Wir verweisen kommentarlos auf eine Variante des Märchens, die mit den Worten schliesst: „Töricht gewünscht, töricht erfüllt — oder solltet Ihr  vielleicht klüger sein?“.

    Überschwemmung...
    Mit Fegbesen, Schöpfbechern und Eimern im Einsatz, jeder packt mit an. Der scharfe Beobachter merkt: die Schloss-Crew ist bereits ein eingespieltes Team
  • C’était magnifique!

    Et plus qu’un peu fou… Un grand merci à tous für die gute Energie, die grossartige Organisation und Deko von Öppediä, das friedliche Miteinander und den rücksichtsvollen Umgang mit unserem Zuhause. Wir haben gelacht, gestaunt, getanzt, uns gefreut und nur ganz selten geflucht (das war, je crois, eher bei der Aufräumerei, wobei die Schloss-Crew zum Auslgeich schon bald am Meer die Füsse baumeln lassen wird). Last but not least ein riesengrosses Kompliment an Skinnerbox und die vielen Zürcher Top-Acts, Ihr wart aber auch samt und sonders zu musikalischen Höhenflügen aufgelegt! Und weil’s so wunderbar war, hier ein paar weitere Impressionen (more to follow).