Vom Wert guter Handwerker können wir nach 11 Jahren durchaus ein Lied singen, die sind nämlich sehr dünn gesät, insbesondere im ländlichen Frankreich. Umso schöner ist es, mit Migi eine solche Rarität im Haus zu haben, denn unsere zugegebenermassen beeindruckende Dachlandschaft ist und bleibt ein Sorgenkind. Hier ein kleiner Einblick in laufende Arbeiten…
Dieses Jahr ist alles anders, und trotzdem krönen bereits erste Erfolge unser Schloss-Leben : ) Gerne gewähren wir Einblick in unsere bunte Freiluft-Quarantäne… Wie bereits letztes Jahr sorgen unsere Hühner für gute Stimmung, die Tiere haben dank ihrer geselligen Art eindeutig therapeutischen Wert! Unten im Which?Garden erweitern wir derweil die bebaute Fläche Stück für Stück. Dadurch werden wir dieses Jahr erstmals auch Gemüse-Abos anbieten können. Ausserdem reifen da schon die ersten Beeren – und es werden täglich mehr. Welche Frucht, wenn nicht die Erdbeere, verkörpert das Glück sommerlicher Tage perfekt?
Kommt dem einen oder anderen vielleicht noch bekannt vor?
Sie blühen und duften wieder…
Unsere beliebten Hühner üben schon mal das Antreten zum Foto-Shooting : )
Frühlingsgöttin oder Hühnerfee? Jedenfalls verdanken die Hühner dieser Dame ihren frisch gekalkten Stall : )
Neue Sitzstangen braucht das Land
Frische Lege-Boxen für frische Eier
Quak! Auch im Burggraben tummelt sich was
Liebevoll gehegt, liebevoll gewachsen
Umherstreifen im Park – auch schön!
Ohne Worte
Komm‘ mit in den Garten!
Da sind wir ja schon…
Home Office? Garden Office!!!
Wird toll, oder?
Die Kamillen-Brigade in Aktion
Gut gelaunte Pflückerei
Terra Preta-Versuchsfeld
So also sieht die fruchtbare Schwarzerde Terra Preta aus!
Das Schöne am sommerlichen Ferien(s)pass: Immer wieder bringt jemand spannende Impulse mit ein! 2018 war die Architektin und Künstlerin Salome Kuratli (Atelier akurat.li) mit von der Partie und bot einen Workshop zum Thema „Relief“ an. Unter den alten Eichen beim See entstand ein sommerliches Freiluft-Atelier, das konzentrierte Kreativität und fröhliche Singspiele à la „Flea, fly, flow“ förderte. Das tönt lässig und war es auch : ) Und die Ton-Fliesen, die dabei entstanden, lassen sich ebenfalls sehen!
P.S.: Der nächste Ferienspass findet vom 18.-28. Juli 2019 statt. Anmeldungen sind ab sofort möglich.
Impressionen vom Fliesen-Workshop. Für die Reliefs kamen zum Einsatz: 10kg Ton, ein selbst gebauter Ofen, eine zünftige Prise Spass, viele grosse & kleine Hände, Phantasie sowie Schürhaken, diverse Naturmaterialien, Bierdeckel etc. I Fougerette, Sommer 2018
1. Salome, Du verknüpfst in Deiner Arbeit Architektur, Landschaft und Raumentwicklung – wie ist es zu dieser Kombination gekommen?
Liebe Monika, zuerst einmal vielen herzlichen Dank für dein Interesse und die tolle Zeit auf Fou mit Ferien(s)pass! Wunderschöne, produktive Sommerferien waren das!
Auf Deine Frage hin will ich es so sagen: Ich bin gerne draussen und auch gerne unterwegs. Ich betrachte, was mich umgibt und mache mir Gedanken zu den erlebten Orten. Es beschäftigt mich, wie es wohl zu einer anderen Zeit dort war, oder auch, was hier noch werden könnte.
Später entwickle ich meine Projekte aus diesen Beobachtungen von Veränderungsprozessen. Ob es Architektur, Landschaft oder Raumentwicklung ist, kommt auf den Ort und die Fragestellung an. Nur am Bildschirm zu entwerfen und alle Entscheidungen am Computer zu fällen, das ist wie in einem geschlossenen System zu arbeiten. Es stimmt für mich nicht und inspiriert mich auch nicht genügend für meine Arbeit an zukünftigen Räumen.
Unabhängig von der Aufgabenstellung, ist mein stetes Anliegen, dass alle Sinne miteinbezogen sind.
In meiner Branche, der Architektur, wird es leider als besonders chic gehandelt, wenn die Welt komplett an der Glasoberfläche des Bildschirms begriffen und auf diesem Weg auch neu geschaffen wird. Das heisst dann City 4.0 und wir werden aufgefordert sein, unsern Computer immer dabeizuhaben, damit wir in jenen Räumen funktionieren und überleben können. Das ist eine etwas traurige Aussicht.
Was ich möchte, sind vielgestaltige und wandelfähige und erlebnisreiche Räume für uns, die uns immer wieder aufs Neue inspirieren. In der Architektur, im Landschaftsraum wie auch in der Raumentwicklung gilt es eine entsprechende offene Entwicklungskultur zu pflegen.
Das spannendste am Raum muss sein, dass er auch in Zukunft immer Verhandlungssache bleibt – so wie das auch mit unserer Identität sein sollte.
Dieser Gedankenstrang sprengt allerdings den Rahmen der gestellten Frage…
2. Wie kombinierst Du diese drei Bereiche?
Die Kombination ist eine Sichtweise, die von einer Vielfalt an Blickwinkel geprägt ist.
Übrigens ist genau dies der Vorteil vom Arbeiten mit Computern. Man kann extrem rasch von einer Detailansicht zur Vogelperspektive wechseln. Man kann sehr viel in sehr wenig Zeit entdecken. Die Illusion, durch virtuelle Raummodelle zu gehen, ist eben auch sehr erlebnisreich; unbestritten. Auch immer neue Techniken und Programme lassen sich entdecken, welche die Kreativität herausfordern und somit auch neue Produktionswege erschliessen. Mit dieser riesigen Vielfalt an Möglichkeiten experimentiere ich sehr gerne. Ich bin nur nicht Fan von geschlossenen Produktionskreisläufen aus der IT, weil ein auf Effizienz getrimmter Produktionsweg nicht per se Nachhaltigkeit enthält.
Ganz spannend finde ich deshalb das junge Feld der digitalen Nachhaltigkeit und die Fragen, wie es für die nächsten Generationen aussieht.
3. Was fasziniert Dich denn an Reliefs?
Das Relief ist ein Bild, welches mit Geschichte aufgeladen ist. In den Untiefen und Schattierungen mit plastischer Qualität lässt sich Vergangenes wie eine Landschaft lesen. Zudem hat das Relief etwas Greifbares, was ertastet werden kann. Das gefällt mir ausserordentlich.
Wie der und die einzelne es liest, ist offen. Oft erzählt ein Relief durch seine Machart von der Geschichte seiner Produktionszeit. Hier im Schloss kann man sehr schöne Details und Hinweise entdecken. Wir haben gemeinsam gerätselt und wir malten uns aus, wie die Produktionsstätte industrialisiert war, um bestimmte Fliesen hervorzubringen.
4. Hast Du auch schon grosse Arbeiten realisiert?
Wellenband am Lochergut, Zürich. Bild: poolarch.ch
Das grösste Relief, welches ich selbst je bearbeiten durfte, ist das Fassadenband vom Geschäftszentrum Lochergut in Beton. Ein Element ist 7 Meter lang und 8 Tonnen schwer. 2005 war ich als Praktikantin bei Pool Architekten und bekam die Aufgabe, diese Betonelemente zu entwickeln. Meine Zeichnungen wurden in CNC-Maschinenpfade umgewandelt und die Detailpläne direkt im Betonwerk für die Produktion benutzt. Das Spannende an der Gestaltung war, jenen Rhythmus von Stegen und Kerben auszuarbeiten. Die minimale Untiefe der Kerbe in der Mitte des Betonelements, entspricht dem Minimum, was die Materialstärke des Schalungsbaus erlaubte. Ein durch das Sonnenlicht erzeugtes, optisch dezentes Wellenband an der Fassade ist das Resultat.
Tischplatte mit Relief von Salome Kuratli. Bild: akurat.li
Später, 2009, forschte ich ein ganzes Jahr an einer Wand- und Tischplattenproduktion; wobei ich auch immer die Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen suchte. Das Thema Relief in unterschiedlichen Materialien nach ausgesuchten Bildern zu produzieren, war so faszinierend, dass ich damals meine Produktionsplattform akurat.li gründete. Je nach Auftragslage, tüftle ich weiter daran, Orte mit Geschichten zu bespielen.
Das müssen nicht immer Reliefs sein. Die Themen der Raumentwicklung, Wahrnehmung und Orientierung, von physisch, kulturell und digital gewachsenen Räumen spielen auch in meinen andern Projekten eine wichtige Rolle
6. Auf Fougerette hast Du Reliefkacheln aus Ton gebrannt. Wie kam es dazu und welches waren die besonderen technischen Herausforderungen?
Der Abenteuerplatz am See unter den altehrwürdigen Eichen war sehr inspirierend und auch tagsüber angenehm schattig. Der Ort wurde rasch zu meinem Fou-Freiluftatelier. Ich hatte 10kg Ton mit nach Fougerette gebracht, um endlich wieder mal experimentieren zu können.
Ebenfalls dort am See liegt die Feuerstelle. Erst war sie noch von Brennnesseln umrankt sowie wild, gestapeltes Nagelholz lag rum und mittendrin ein Berg Asche mit noch mehr Nägeln. Es galt also zuerst den Platz zu erobern, wobei wir ordentlich aufräumten. Insbesondere hatte der Chris Lust, da zu feuern und dann auch zu graben.
„It wasn’t me…!“ – Chris im Grabungsfieber
Engländer können eine unglaubliche Begeisterung entfalten, im Dreck zu graben. Chris war es denn auch, der sich intensiv um den Ofenbau des „original blood moon fou kiln“ in brütend heisser Hitze kümmerte (in derselben Woche war auch die Mondfinsternis 2018!). Für den Brand der Reliefkacheln sollte es gemäss Internet möglich sein, den Ton in weisser und schwarzer Färbung hinzubekommen. Die Farbe sei durch den gewissen Verbrennungsprozess mit und ohne Sauerstoffzufuhr, zu erreichen… Diese Herausforderung nahmen wir an, und letztlich brauchten wir nur noch die edlen Ton-Platten zu erstellen, wofür wir den Workshop einberiefen.
7. Wie war das mit dem Fliesen-Workshop?
Für einen Nachmittag haben wir alle Ferien(s)passagiere eingeladen zum Tonen von einem Relief. Es war die Aufgabe jedes und jeder einzelnen, einen eigenen Ansatz für ein Relief zu finden. Wir besprachen, welche Hinweise sich im Schloss entdecken liessen, doch sollte jeder sich auch draussen umsehen. Ein vergnüglicher Nachmittag ergab sich daraus und für kurz verwandelte sich das Schloss mit Park in ein wuselndes Ateliercamp.
Danach mussten die Fliesen noch trocknen, weshalb wir sie zwischenzeitlich im super heissen Fou-Gewächshaus zwischenlagerten. Darauf folgten die Brennvorgänge. Technisch war die schwarze Färbung unsere Herausforderung. Der Chris-Ofen lief praktisch automatisch und diente gleichzeitig als Grill für das Blood-Moon-Dinner. An der Form der Kaminrohre kann man ablesen, dass wir zwei Mal das Experiment durchgeführt haben.
Und dann YEAH, flea, fly, fou!! Endlich kam der grosse Moment als wir den Schatz heben konnten; mit weissen und schwarz eingefärbten Fliesen!
Auf einzelnen sind sogar die Spuren vom Heu, das zur Verpackung diente, zu sehen. Die Bilder erzählen mehr! Wow, wir waren fast komplett erfolgreich!
Da geht was!
8. Chris, you helped Salome for her workshop building the kiln. What inspired you to participate in thisproject and build the kiln?
My experience in ceramic technology is limited and comes mainly from watching TV. I started to make clay models (mostly mermaids and dolphins, occasionally witches) with my daughters at the GZ Leimbach years ago when it was still located on the edge of the wild forest. Sabine of GZ Leimbach runs outdoor Raku burning sessions which remain legendary; I have never actually seen one occur in practice but I understand that she uses both wood and clay.
The design of the kiln we built at Fougerette has much to do with the british TV series “Time Team”. There, amongst others, old men in knobbly jumpers speak with a Somerset accent while digging up evidence of pottery on Roman or iron age sites. From time-to-time, artisans appear and attempt to manufacture replicas of the artefacts using the technology of the era.
Archaeologists work exclusively in pits and trenches so it was a sure bet that any pottery kiln of mine would be at least partly subterranean. We re-acted the TV series faithfully and can confirm the kiln was of Swiss-Roman origin; a high-status villa and rave complex was inferred from tiny fragments of glazed roofing tile and ceremonial glow sticks.
The project “ignited” at the Brocki, that is, when I found Salome in her summer dress with both arms (up to her elbows) inside lengths of sooty black stove pipe; not unlike the Tin Man from the „Wizard of Oz“ but somewhat dirtier. It was really great to see her so “inflamed” with enthusiasm when she found a cache of valuable chimney parts at the local Emmas joint.
It was a wonder how much scrap metal can be transported on a bicycle in the summer heat…
9. Letzte Frage an Salome: Was war Dein Traumberuf als Kind?
Am liebsten wollte ich Snowboarderin werden, weil sie so schöne Spuren in den Schnee zeichnet.
Liebe Salome, da schon Dezember, passt dieser Wunsch perfekt zur Jahreszeit… Vielen Dank fürs Interview und den wunderbaren Workshop! Herzlichen Dank auch an alle TeilnehmerInnen, die den Ton mit solcher Hingabe zu diesen wunderbaren Kacheln geformt haben – und last but not least an Chris (seit der Mechatronik-Woche 2014 regelmässiger Gast auf Fougerette), der Salome so tatkräftig unterstützt hat!
Es ist Herbst, das Schloss geniesst einmal mehr seinen Dornröschen-Schlaf und die Ernte ist eingefahren… Die Saison 2016 nutzten wir ganz gezielt dazu, herauszufinden, welche Pflanzen in einem biologisch unberührten Schlossgarten auch ohne grosse Pflege gut gedeihen. Welche Pflanzen das waren? Hier die Zusammenstellung:
Topinambur (wen wundert’s… ; -)
Zwiebeln
Artischocken
Bohnen und Erbsen (haben die Schnecken in Ruhe gelassen, damit war auch fast keine Pflege nötig. Die Erbsen-Ernte hat auch kleinen Kinderhänden viel Spass gemacht!
Rhabarber (konnten fortlaufend immer wieder ein paar Stengel ernten)
Physalis (haben sich wie Unkraut ausgebreitet, verkocht mit Rhabarber und Vanille ergab sich ein äusserst leckeres Kompott)
Kartoffeln
Randen, Lauch und Sellerie (müssen wir allerdings nächstes Jahr mit deutlich mehr Abstand verpflanzen)
Sofort von den Schnecken weggefressen hingegen wurden Zucchetti, Gurken, Patisson, auch die meisten kleinen „Kürbisslinge“ erlitten dieses Schicksal. Also eher nix fürs nächste Jahr! Das Codewort heisst „minimal gardening“… : )
Geballte Sonnenenergie
Caro war fleissig
Pflanzaktion im Obstgarten
Noch eine Fuhre
Making of
Wir hängen ab : )
Lauchblüten-Feuerwerk: würzig & schmackhaft
Aschi in Aktion
Topinartoffeln
Unsere Erbsen-Elfe
Der Obstgarten bzw. die Obstbäume bekamen im Frühling einen dringend benötigten Schnitt, doch während letztes Jahr die Quitten kiloweise von den Bäumen purzelten, wuchsen dieses Jahr deutlich weniger Früchte, was sicherlich mit dem langen und nassen Frühling zusammenhängt. Für feines Quittenmus reichte es trotzdem (gibt es nächste Saison zu futtern). Den Hagebutten allerdings schien das Wetter prächtig zu bekommen; rund ums Haus und beim Pool lockten sie mit ihrem prächtigen Tiefrot und wir haben erstmals Hagebuttenmark für die Schlossküche produziert. Unsere lieben Freunde, die Brombeeren, waren ebenfalls fleissig… Zusammen mit dem aromatischen Holunder verkocht, ergaben die Beeren eine wunderbare Konfitüre, die wir „Brolunderbeer“ getauft haben.
Den Himbeeren im Garten oben hätte etwas mehr Pflege gut getan, die Stauden waren rasch überwuchert und entsprechend fiel der Ertrag. Erdbeeren gab es auch, wobei der Aufwand fürs Jäten im Vergleich zum Ertrag sehr hoch ist.
Den Brombeeren haben wir übrigens im Sommer und Herbst ganz ohne Gift wieder etwas Terrain abgetrotzt, wobei es sich dabei um eine „neverending story“ handelt… Nur soviel sei gesagt: Brombeeren mit den Wurzeln ausjäten ist echt anstrengend, bietet dafür auch die Gelegenheit, angestaute Gefühle auf sehr befriedigende Weise loszuwerden (das gleiche Phänomen konnten wir in der ersten Schloss-Saison beobachten, als Wände eingerissen werden mussten bzw. durften ; )
Liebes Universum…
Trotz viel Elan der Gartentruppe ist die bewirtschaftete Fläche geschrumpft, denn die tägliche Pflege, die Tom bisher übers ganze Jahr hinweg leistete, konnten die konzentrierten Garteneinsätze 1x/Monat beileibe nicht wettmachen. Insofern war 2016 ein „Misserfolg“, es wucherte alles so stark, dass es unmöglich war, Garten und Park einigermassen unter Kontrolle zu halten.
Unser Wunsch, ein professionelles Permakultur-Projekt aufzuziehen, hat sich durch diese Erkenntnis weiter verstärkt : ) Hiermit schicken wir deshalb eine ganz konkrete Bestellung ins Universum:
Wir suchen Menschen, die willens und fähig sind, die Permakultur im Schloss Wirklichkeit werden zu lassen!
Wir hatten darüber unter dem Stichwort Zellgarten schon mal berichtet (s. Meet Michi Kistler). Auf der derzeitigen Wunschliste für ein Permakultur-Projekt ist folgendes notiert: Entsprechendes Vorwissen, eine ausgewogene Mischung von Idealismus und Realitätssinn, Projektmanagement-Erfahrung, Finanz- und Französischkenntnisse sowie Startkapital.
Falls Du jemanden kennst oder Dich selbst interessierst, melde Dich bei contact@fougerette.org.
Geteiltes (Garten-)Glück ist doppelt schön – un grand merci à tous!
Nicola fühlt sich jeweils fast wie im Paradies, wenn er einfach so alles ernten kann, was da herumsteht, weil die Natur uns grosszügig damit beschenkt: Brennesseln, Brombeeren, Holunderblüten und -beeren, Baumnüsse, Marroni, Bucheckern, Quitten, Mirabellen, Birnen… In den nächsten ein bis zwei Jahren sollten noch ein paar neue Gartenbewohnerinnen und -bewohner dazu kommen, denn wir haben 2016 auch gepflanzt und ausgesät, unter anderem Aprikosen-, Apfel- und Birnbäumchen sowie Bärlauch.
Ernten im eigenen Garten erhöht die Achtsamkeit gegenüber den Geschenken der Natur. In unserem Falle gehört in diesem Zusammenhang wie immer ein tief empfundener Dank für die tatkräftige Unterstützung und Mithilfe vieler wild EntSCHLOSSener dazu, die dem Schlossgarten ihre Zeit, ihr Wissen und ihre Muskelkraft geschenkt haben und dabei hoffentlich auch ihren Spass hatten.
Ein herzliches Merci an die ganze Gartentruppe, allen voran Aschi (hat bei jedem einzelnen Einsatz mitgemacht!) Caro, Franz, Conny, Volker & Steffi, Regula, Roughy, Vincenzo, Petra, Regula und alle fleissigen Hände, die im Rahmen eines Aufenthalts als VolontärIn tage- und wochenweise mit angepackt haben. You’re the best!!!
Die Garten-Truppe ist heute Morgen etwas allzu eifrig und v.a. mit allzu grobem Geschütz auf Nicolas Vorschlag eingegangen, bei der Scheune oben zur Abwechslung noch die Luke zum Heuboden zu sanieren bzw. den Massenschlag zu erweitern… Nach nur 1 Minute ist DAS passiert:
Zum Glück war’s nicht das Schloss und niemand wurde verletzt!!!!! Der Schreck sitzt uns noch in den Knochen, gleichzeitig fragen wir uns natürlich, wie wir das Teil wieder aufbauen sollen?! Wer helfen kann, bitte rasch melden und an contact@fougerette.org schreiben oder sich für den nächsten Garten-Einsatz eintragen, idealerweise hast Du Bau-Erfahrung (ausgebildet oder heimgewerkelt). Und jetzt müssen wir schweren Herzens noch die Mairie in Etang informieren………
PS: Wenn Du Dir das Datum dieses Posts anschaust, ist der Fall hoffentlich sonnenklar : ) Gruss vom „poisson d’avril“ und viel Spass beim Stöbern auf unserem Blog!
Mögen günstige Winde allen LuftentSCHLOSSenen ein himmliches Wochenende bescheren! Da in der Vorschau leider keine Bilder angezeigt werden, please click here to see the (f)airy castle: https://fougerette.wordpress.com/2015/06/12/unser-luftschloss/.
Quelle: The WörldWäid-Interweb bzw. http://www.social-media-knigge.de/wp-content/uploads/2013/09/Luftschloss.jpg
… und ausserdem hat er heute Geburtstag – joyeux anniversaire, Tom! Das Richtfest für den vielvesprechenden „tomato tube“ fand gestern Pfingstmontag im Beisein der Helfershelfer sowie der dienstältesten Hasendame statt, s. nachstehendes Foto. Our very special thanks to Peter, Markus und Roughy!
… treibt unser exzentrisches Haus: Da wächst doch in der Fuge hinter der Spüle tatsächlich was! Nur gut, dass der Ausbau der Zweitküche in der Durchreiche zum Esszimmer abgeschlossen ist, der funkelnagelneue Chromstahl kommt markant hygienischer daher! Unsere Fotostrecke findest Du nachstehend:
Das Haus reckt und streckt seine kältestarren Glieder und blinzelt noch etwas träge in die Frühlingssonne… Derweil wursteln wir schon ganz geschäftig herum, bringen den Haushalt auf Vordermann, demontieren die ersten Zinnen, nehmen saisonale Unterhaltsarbeiten in Angriff und bewundern zwischendurch die Magnolienblüten. Keine Frage, bei so traumhaftem Wetter startet es sich prächtig in die neue Schloss-Saison!
Back in Tsüri schnappe ich mir an der Tramhaltestelle ein Kult-Exemplar und stosse darin auf nebenstehende Grafik (im Internet schnell gefunden, da beileibe nicht neu, aber trotzdem einfach treffend).
Wo Du Dich gerade aufhältst, ob in gemütlich-weiche Alltagswatte gepackt oder einen mutigen Tanz auf Messers Schneide vollführend, der Dich wahlweise in höchstes Entzücken oder kalten Angstschweiss ausbrechen lässt, weisst Du selbst am besten. Dass man sich auch nach der zweiten Saison als wild entSCHLOSSene Neo-Schlossbesitzer deutlich ausserhalb seiner Komfortzone aufhält, bestätigen wir hiermit gerne. Auch dass der Stress- und Sorgenpegel dabei markant ansteigt. Doch dann gibt es diese verzauberten Momente, in denen plötzlich alles stimmig ist. Du inmitten des ganzen Trubels und Deines eigenen Gedankengewitters ganz ruhig wirst. Und spürst, dass Du trotz allem den richtigen Weg eingeschlagen hast, weil bei der Verwirklichung von Träumen etwas entsteht, das grösser ist als Du selbst.
PS: Oui, Fougerette dämmert dem Winterschlaf entgegen und wir tauchen nahtlos wieder in den urbanen Dschungel ein…