Autor: Monika

  • Vorankündigung 15. Dezember – bist Du dabei?

    keksdekoNicht nur wir haben dieses Jahr viele neue Menschen kennen gelernt, auch untereinander knüpften die Volontäre manch‘ freundschaftliches Band. Da haben wir uns gedacht, dass es doch schön wäre, den Gemeinschaftsgeist von Fougerette mit in die Schweiz zu nehmen und darum organisieren wir am 3. Advent im Hive (Zürich) ein vorweihnachtliches Beisammensein. Alle unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die auf Fougerette mit angepackt haben, sind dazu herzlich eingeladen!

    PROGRAMM

    14:30-17:00 Uhr: Grosse Guetzli-„Dekorierete“. Wir stellen Kuchen-Deko und Glasur in verschiedenen Farben bereit, Du bringst Lebkuchen oder Guetzli mit, die Du gerne verzieren würdest (bitte auch Utensilien wie Backpinsel oder so mitnehmen, wenn Du denkst, dass Du diese für Deine Kunstwerke benötigst). Dieser Teil ist unsererseits eher für diejenigen mit Nachwuchs angedacht, aber auch Erwachsene ohne Anhang dürfen sich dabei selbstverständlich kreativ betätigen!

    16:00-17:00 Uhr: Zvieri-Imbiss mit Tee, Kaffee & Kuchen.

    17:00 Uhr: Märli-Film (ca. 80 Minuten)

    18:00-20:30 Uhr: Apéro (Knabberzeugs, Hackfleisch-Bällchen für Fleisch-Nostalgiker, Softdrinks, Bier & Co.)

    ORT

    Hive, Geroldstrasse 5, 8005 Zürich

    ANMELDUNG

    Bis spätestens 10. Dezember via Doodle http://www.doodle.com/59nfcv4uty9g85bq, damit wir genügend Deko-Material und Knabber-Sachen bereitstellen können. Bitte beachte, dass dies ein exklusiver Anlass für unsere Volontäre ist!

  • Die binäre Gretchenfrage

    Ein paar Monate Landluft und ich bin verändert. Der Herzschlag der Stadt, die vielen Geräusche, Formen, Fahrzeuge, Bewegungen prasseln auf mich nieder, hektisch, laut, schneller, besser, die Schaufensterauslagen, Plakate, Produkte buhlen stumm-grell um Aufmerksamkeit: Hier! Nein da, dort drüben! Kauf mich, nein mich, mich musst Du haben, ein Sonderangebot jä so, jetzt zuschlagen, nichts verpassen, dabei sein ist alles, mein Hirn kommt ins Stottern (nicht dass auf dem Land alles ganz anders wäre, es ist einfach sehr viel überschaubarer). Alles liegt uns Stadtmenschen in Europa zu Füssen, alle Optionen stehen uns offen, alles können wir haben, wir müssen ja nur wählen, uns nur entscheiden und zwar jetzt – und eben genau das ist so verdammt schwer. Was wollen wir? Was brauchen wir? Was ist wirklich wichtig? Marketing-technisch reduziert es sich auf die binäre Gretchenfrage: bist Du eine Eins oder eine Null? Stehst Du ganz oben auf der Siegertreppe oder hechelst Du nur gequält hinterher? Dialektik funktioniert fraglos auch in der Politik, wenn die unerwünschte Alternative in düstersten Farben an die Wand gemalt wird. Grautöne? Ab ins Reich (der pornographischen Literatur). Zum Glück ist nachdenken gratis und wir haben die Wahl. Aber vielleicht sollte die 1:12 Initiative zur Entlastung kaufrausch-entwöhnter Hirne auf Supermärkte und Kleiderläden ausgeweitet werden. Zwölf Waschmittel im Regal würden auch mehr als genug Auswahl bieten, oder?

  • AbgeSCHLOSSen

    Unsere erste Saison als Schlossbesitzer ist zu Ende, das Haus eingemottet und plötzlich ist die Luft raus – und das nicht nur bei den Leitungen. De retour in unserem Zürcher Schneckenhaus gönnen wir uns nun bewusst etwas Familienzeit, derweil Tom und die Raketenwürmer in Frankreich die Stellung halten, unterstützt von unserer femme de ménage und den hilfsbereiten Nachbarn. Naturellement stecken wir dennoch bereits vorfreudig mit mindestens einem grossen Zeh‘ in der Planung für 2014. Luftschlösser zum Leben erwecken verschlingt zwar viel Energie, generiert aber auch unglaubliche Mengen davon!

  • Halali

    La saison de chasse ist in vollem Schwung und unsere Nachbarn haben uns doch tatsächlich zwei Fasane geschenkt! Die Fasan-Männchen besitzen übrigens ein fast so prächtiges Federkleid wie unser Pfau, der leider kürzlich verschwunden ist und seither zu Toms Leidwesen in den Wäldern herumstreift. Derweil hat Jacotte sich mutig in die grosse weite Welt hinaus gewagt und die Isla Margarita besetzt – die Präsenz gewisser Personen, die wir nicht namentlich erwähnen wollen, scheint auf sie abgefärbt zu haben ; -) Doch zurück zum Thema: das seit dem zarten Alter von sieben Jahren vegetarisch ernährte Stadtkind hat die Tiere also nach Konsultation einschlägiger Anleitungen auf YouTube gemeinsam mit Tinka brav gerupft, den etwas heftigeren Part (Kopf ab, Innereien entfernen, knips und schnips) Tom überlassen, die Fasane anschliessend gestopft, mariniert und in den Ofen geschoben…  Die Schrotkugeln sammelten sich lustigerweise alle in Toms Teller, aber offenbar hat es allen drei Fleisch-Essern prächtig geschmeckt. Und auch wenn das Ganze sicherlich eine einmalige Aktion bleiben wird: irgendwie fühlte es sehr viel ehrlicher an, Fleisch auf diese Art zuzubereiten und zu verzehren als sich im Supermarkt ein fein säuberlich abgepacktes Aktions-Pouletbrüstli zu kaufen, ohne einen blassen Schimmer davon zu haben, was für ein Leben bzw. was für ein Tod dahinter steckt.

    Du wunderst Dich über den Titel dieses Posts? Halali ist sowohl Gruss als auch Jagdruf aus der Jägersprache. Es stammt aus der Hirsch- und Parforcejagd des Mittelalters.

  • Was einmal war

    Da sich unsere erste Saison auf Fougerette zu Ende neigt, haben wir als Hommage an alle unsere Volontäre, die (was uns besonders ehrt) zum Teil sogar mehrmals mit anpackten, einen Rückblick in Bildern zusammengestellt. Manch einer wird hier seinen Beitrag erkennen und darf sich in unserem Namen sofort und ausgiebigst auf die Schulter klopfen – es hat sich unglaublich viel getan! Nur schade, dass wir es hin und wieder verpassten, die Fortschritte fotographisch festzuhalten… Wir versichern Dir allerdings: wenn wir durchs Haus gehen, spricht mittlerweile jede Ecke zu uns und erinnert uns auch an Dich!

  • Mauerblümchen?

    In unserem Park wuchern nicht nur allerorten Brombeer-Nester, auch die Brennnessel (lat. urtica dioica) setzt sich prominent in Szene…  Obwohl diese zu den bekanntesten einheimischen Heilpflanzen gehört, fristet die als Unkraut verschriene Wildpflanze im allgemeinen doch eher ein Mauerblümchen-Dasein. Kaum zu glauben, dass sie diverse Autoren und Dichter zu Lobliedern inspirierte! Schon im Altertum besangen Catull, Horaz und Ovid die Qualitäten der Brennnessel und der griechische Naturphilosoph Phainias widmete ihr offenbar ein ganzes Buch. Der „Wasserdoktor“ und Priester Sebastian Kneipp schrieb später: « Die Brennessel ist die verachtetste unter den Pflanzen. Für den Kenner hat sie in der Tat den größten Wert ». Den deutschen  Psychiater, Lyriker und Verfasser des berühmt-berüchtigten Struwwel-Peter, Dr. Heinrich Hoffmann, bewegte die an Nährstoffen ungemein reiche, aber eben unscheinbare Brennnessel zu folgendem Gedicht:

    « Brennessel, verkanntes Kräutlein, dich muß ich preisen.
    dein herrlich Grün in bester Form baut Eisen,
    Kalk, Kali, Phosphor, alle hohen Werte,
    entsprießend aus dem Schoß der guten Mutter Erde.
    Nach ihnen nur brauchst Du Dich hinzubücken,
    die Sprossen für des Leibes Wohl zu pflücken,
    als Saft, Gemüse oder Tee sie zu genießen,
    das, was umsonst gedeiht in Wald, auf Pfad und Wiesen,
    selbst in noch dürft’ger Großstadt nahe dir am Wegesrande,
    nimm’s hin, was rein und unverfälsch die gütige Natur
    dir heilsam liebend schenkt auf ihrer Segensspur!
    »
    Kräuter-Küche
    In der Tat enthalten Brennnesseln viel Eisen, Vitamin C (angeblich doppelt soviel wie die Zitrone!), Vitamin A, B- Vitamine, Vitamin E, Kalzium, Kalium, Magnesium, Kieselsäure, Spurenelemente, Chlorophyll, Carotiniode, Flavonoide. Früher, als die Speisekarte in den kalten Wintermonaten arg reduziert war, wurde das erste wilde Kräutergrün heiss ersehnt, denn es lieferte frische, lebenswichtige Nahrung im Überfluss. Am 1. Januar ass man Brennnesselkuchen, um sich ein gutes Jahr zu sichern, am 21. Juni (Johannistag) Brennnessel-Pfannkuchen, um gegen Nixen- und Elfenzauber gefeit zu sein. Die Brennnessel gehörte traditionsgemäss in die Gründonnerstagsspeisen. Die moderne Kräuterkäuche hat die Brennnessel aufgrund ihrer Fülle an Vitalstoffen und wegen ihres delikaten Geschmackes zu Recht wieder neu entdeckt (Rezept für Brennessel-Suppe z.B. hier: http://www.swissmilk.ch/de/rezepte/BK_FB1999_034/brennesselsuppe.html).
    Heilwirkung

    Die auch unter den Namen Gichtrute oder Teufelskraut bekannte Brennnessel hat zahlreiche medizinische sowie andere  Anwendungsgebiete. Wissenschaftlich erwiesen ist, dass die Brennnessel Arthrose, Arthritis, Prostatabeschwerden und Blasenprobleme lindert sowie entzündliche Darmerkrankungen positiv beeinflussen kann. Die Samen der Brennnessel wirken als Vitalitätstonikum gegen Haarausfall und in Form der sogenannten Brennnesseljauche ersetzt die Pflanze Kunstdünger und Pestizide. Die Kräuterbücher des Mittelalters erwähnen ihre Heilwirkungen ausführlich. Angebaut wurde sie vor allem von den Benediktinermönchen und -nonnen, welche die antiken Bücher übersetzten und neu verfassten. Damals verwendete man sie sogar, um Krankheitsprognosen abzugeben: Brennesseln wurden über Nacht in den Urin des Kranken gelegt. Waren sie am nächsten morgen noch frisch und grün, so würde der Kranke bald gesunden, glaubte man. War sie hingegen welk und fahl, blieb das Schlimmste zu befürchten…

    Wie andere Pflanzen mit „magischen“ Kräften fand die Brennessel Eingang in die Märchen- und Sagenwelt. Am bekanntesten dürfte in diesem Zusammenhang Hans Christian Andersens Märchen „Die wilden Schwäne“ sein. In den indogermanischen Mythen symbolisiert die Schwanengestalt das Hinaustreten, die Loslösung von der materiellen Erde und ihrer Gesetze. Die Brennnessel aber, hier als Hemd das Herz beschützend, vermittelt die Eisenkraft, welche die Seele ermächtigt, das Erdenkarma auszuleben. Seit Urzeiten ist es die Göttin, die in Gestalt der Freya, Athene, Minerva oder der Nornen mit der Spindel bzw. dem Spinnrad das Schicksal der Menschen und Götter spinnt (Quelle).

    Die Brennnessel spielt auch in Victor Hugos Erzählung „Les Misérables“ eine Rolle: « Un jour il voyait des gens du pays très occupés à arracher des orties. Il regarda ce tas de plantes déracinées et déjà desséchées, et dit : – C’est mort. Cela serait pourtant bon si l’on savait s’en servir. Quand l’ortie est jeune, la feuille est un légume excellent ; quand elle vieillit, elle a des filaments et des fibres comme le chanvre et le lin. La toile d’ortie vaut la toile de chanvre. Hachée, l’ortie est bonne pour la volaille ; broyée, elle est bonne pour les bêtes à cornes. La graine de l’ortie mêlée au fourrage donne du luisant au poil des animaux ; la racine mêlée au sel produit une belle couleur jaune. C’est du reste un excellent foin qu’on peut faucher deux fois. Et que faut-il à l’ortie ? Peu de terre, nul soin, nulle culture. Seulement la graine tombe à mesure qu’elle mûrit, et est difficile à récolter. Voilà tout. Avec quelque peine qu’on prendrait, l’ortie serait utile ; on la néglige, elle devient nuisible. Alors on la tue. Que d’hommes ressemblent à l’ortie ! – Il ajouta après un silence : Mes amis, retenez ceci, il n’y a ni mauvaises herbes, ni mauvais hommes. Il n’y a que de mauvais cultivateurs. » (Extrait de Victor Hugo, Les Misérables, 1862. Première partie : Fantine, Livre V : La descente, Chapitre 3 : Sommes déposées chez Lafitte). In der Folge lehrt der Romanheld die armen Leute, die bis dahin als Unkraut angesehene Brennnessel zu nutzen.

    By the way…
    Admiral01Aglais urticae qtl3Die Brennnessel wurde auch in der Textilindustrie als Färbepflanze – Farbtöne von gelb bis grün, auch Ostereier gelb einfärben soll mit ihr möglich sein – und für die Produktion sogenannter Nesselstoffe eingesetzt. Für die Schmetterlinge ist sie von grosser Bedeutsamkeit: Für viele Raupen ist sie eine wichtige Futterpflanze – für manche Arten wie den Admiral oder etwa den kleinen Fuchs (lat. aglais urticae) sogar die einzige!
    Wer mehr über die Brennnessel und deren politische (ja wirklich!) Dimension erfahren möchte: http://www.arte.tv/de/brennnessel-die-ungeliebte-pflanze/3212328,CmC=3223042.html. Den ganzen Dokfilm „Brennnessel, die ungeliebte Pflanze“ findest Du hier: http://www.youtube.com/watch?v=js8LGDSRGZk#t=446. Weiterführend und abschliessend noch dieser Link: http://www.gopetition.com/petition/39757.html.
  • La boule qui roule

    Das Pétanque-Fieber griff diesen Sommer um sich, an vorderster Front mit dabei waren jeweils Hannes und Fiona (ab Juli auch Luc mit Leo) sowie naturellement unsere hoch geschätzten Volontäre. Doch was hat es eigentlich mit diesem Spiel auf sich, welches in Frankreich zu den beliebtesten Sportarten zählt und mit über 311’000 lizenzierten Spielern immerhin den stolzen 10. Platz belegt? Woher stammt es und wie wird es gespielt?

    Boule oder Pétanque?

    Boule heisst ganz einfach „Kugel“. Im Laufe der Zeit entwickelten sich vor allem in Frankreich verschiedene Boule-Spiele, die populärste Variante dieser „jeux de boules“ ist Pétanque. Dieses geht seinerseits auf das sogenannte „jeu provençal“ zurück, welches im 18. Jahrhundert in Lyon entstand. Gerüchten zufolge gibt es in Frankreich mehr Boule-Kugeln als Zahnbürsten! Sagt zumindest der Pétanque-Fan und Provence-Kenner Jürgen Piquardt, der mit seiner Frau vor einigen Jahrzehnten einen ähnlichen Traum wie wir in Angriff nahm.

    Spiel-Anleitung

    Es muss ja nicht immer edler Schloss-Kies sein : ) Spass macht Pétanque überall und (wie unsere Fotos beweisen) auch mitten in der Nacht. Die Regeln sind vergleichsweise einfach und es sind weder besondere Kraft noch ein bestimmtes Spielfeld nötig. Im Unterschied zu anderen Boule-Spielen (und auch Boccia) wird Pétanque von einem Abwurfkreis heraus statt von einer Linie gespielt. Beide Füsse müssen beim Werfen solange im Abwurfkreis Bodenkontakt halten, bis die geworfene Kugel wieder den Boden berührt.Ziel des Spiels ist es, seine Kugeln näher an einer kleineren Zielkugel (frz. „cochonnet“ d.h. „Schweinchen“) zu platzieren als der Gegner.

    Die Zielkugel wird vom Abwurfkreis auf eine Entfernung von 6 bis 10 Metern geworfen. Damit beginnt die erste Runde – das Team, welches die Zielkugel platziert hat, wirft auch die erste Kugel. Den Spielern ist es dabei freigestellt, ob sie ihren Spielzug aus dem Stand oder aus der Hocke ausführen. Das andere Team ist danach solange am Zug, bis es eine Kugel näher an der Zielkugel liegen hat als die erste Mannschaft, oder bis sie keine Kugeln mehr zur Verfügung hat.

    Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, eine Kugel der eigenen Mannschaft als beste Kugel zu spielen. Entweder wird eine eigene Kugel besser platziert als die beste Kugel des Gegners („Legen“), oder die bisher beste Kugel wird zugunsten einer eigenen Kugel vom Schweinchen entfernt („Schiessen“). Schwieriger, aber auch möglich, ist das Anstossen der Zielkugel, dies kann die Situation in der Aufnahme völlig verändern. Unter gewissen Umständen kann die Zielkugel ungültig werden, zum Beispiel wenn sie in einer Pfütze schwimmt.

    Wenn alle Kugeln beider Teams gespielt wurden, ist die Aufnahme beendet und es wird gezählt. Die beste Kugel bringt einen Punkt für die Mannschaft, der die Kugel gehört. Ist die zweitbeste Kugel vom gleichen Team, zählt sie einen weiteren Punkt und so weiter, bis bei der besten Kugel des Gegners die Zählung abbricht. Eine Partie geht bis 13 Punkte, es werden also jeweils mindestens drei Runden gespielt.

    Vereinfachte oder ausführliche Spielregeln findest Du hier: http://www.boule.ch/contents/de-ch/d60.html

  • Guckloch 2013

    Was guckst Du? Hier guckst Du! Wir breiten vor Dir das Kaleidoskop des Schlosslebens aus:

  • Unter Strom

    Seit einigen Wochen steht die neue Grundversorgung mit Strom. Nun können wir endlich die Feinverteilung in Angriff nehmen und Fougerette von einigen Kilometern Kabel befreien – ein echter Befreiungsschlag, wenn man die bisherige Installation bedenkt. Aber schau‘ selbst…

  • Haiku

    Nach dem wunderschönen sonnigen Sommer scheint das Schloss (und mit ihm die Bewohner) aufgrund des markanten Wetterumschwungs plötzlich ohne Übergang in den Winterschlaf-Modus gefallen zu sein… Noch immer gibt es mehr als genug zu tun, doch das Augenmerk richtet sich jetzt darauf, angefangene Arbeiten fertig zu stellen und das Haus auf den Winter vorzubereiten. Die neu gekitteten Fenster werden gestrichen, undichte Stellen im Dach geflickt, der Keller und überhaupt im ganzen Haus wird aufgeräumt und Inventar erstellt. Draussen präsentiert sich der Garten regenverhangen, derweil die letzten Rosenblüten im Esszimmer einen Hauch Luxus verströmen… Und weil wir neu über ein Zimmer namens Haiku verfügen, hier ein Werk des japanischen Dichters Matsuo Bashō (松尾 芭蕉):

    Kochira muke
    Ware mo sabishiki
    Aki no kure

    Will you turn toward me?
    I am lonely too,
    This autumn evening.