{"id":4084,"date":"2018-10-30T17:48:32","date_gmt":"2018-10-30T16:48:32","guid":{"rendered":"https:\/\/fougerette.wordpress.com\/?p=4084"},"modified":"2018-10-30T17:48:32","modified_gmt":"2018-10-30T16:48:32","slug":"rosa-brillen-bringens-doch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archive.fougerette.org\/?p=4084","title":{"rendered":"Rosa Brillen bringen&#8217;s doch"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/fougerette.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/bildschirmfoto-2018-10-30-um-13-07-35.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-4235 size-medium\" src=\"https:\/\/fougerette.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/bildschirmfoto-2018-10-30-um-13-07-35.png?w=300\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"172\" srcset=\"https:\/\/archive.fougerette.org\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/bildschirmfoto-2018-10-30-um-13-07-35.png 435w, https:\/\/archive.fougerette.org\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/bildschirmfoto-2018-10-30-um-13-07-35-300x172.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Wer durch die sprichw\u00f6rtliche rosa Brille blickt, sieht &#8222;rosige Zeiten&#8220; auf sich zukommen und schafft eine positive Erwartungshaltung in Bezug auf die eigene Zukunft. Eine clevere Strategie, um sich selbst bei Laune zu halten! Unverbesserliche Optimisten m\u00fcssen sich jedoch oft vorwerfen lassen, ihre Vorstellungen seien unrealistisch und damit letztlich kontraproduktiv. Nur&#8230; stimmt das wirklich?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Optimisten sind gl\u00fccklicher<\/strong><\/h3>\n<p>Die Neurowissenschaftlerin Tali Sharot vertritt in ihrem Buch <a href=\"https:\/\/www.exlibris.ch\/de\/buecher-buch\/deutschsprachige-buecher\/tali-sharot\/das-optimistische-gehirn\/id\/9783642416682\">Das optimistische Gehirn<\/a>\u00a0die These, dass der sogenannte <strong>optimism bias<\/strong>\u00a0d.h. der unrealistische Optimismus entscheidend zu unserem Gl\u00fccklichsein beitr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Warum? Weil unser Geist alle Hebel in Bewegung setzt, um\u00a0Prognosen m\u00f6glichst <em>Realit\u00e4t<\/em> werden zu lassen. Optimistische Annahmen machen uns deshalb automatisch k\u00f6rperlich und geistig fitter und sorgen daf\u00fcr, dass wir eine gr\u00f6ssere Motivation entwickeln, zu handeln und produktiv zu sein.\u00a0Das erkl\u00e4rt wohl auch das Ph\u00e4nomen der &#8222;selbsterf\u00fcllenden Prophezeiung&#8220; oder auch, warum positives Visualisieren durchaus Wirkung entfalten kann &#8211;\u00a0unser Hirn macht keinen Unterschied zwischen echten und vorgestellten Bildern!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-4231\" src=\"https:\/\/fougerette.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/bildschirmfoto-2018-10-30-um-12-50-42.png?w=300\" alt=\"\" width=\"340\" height=\"240\" srcset=\"https:\/\/archive.fougerette.org\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/bildschirmfoto-2018-10-30-um-12-50-42.png 1018w, https:\/\/archive.fougerette.org\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/bildschirmfoto-2018-10-30-um-12-50-42-300x212.png 300w, https:\/\/archive.fougerette.org\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/bildschirmfoto-2018-10-30-um-12-50-42-768x542.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 340px) 100vw, 340px\" \/><\/p>\n<p>Die Tendenz, alles durch die rosa Brille zu sehen, begleitet Menschen ein Leben lang und ist unabh\u00e4ngig von Alter, Geschlecht, ethnischer Zugeh\u00f6rigkeit, sozialem und wirtschaftlichem Status.<\/p>\n<p>Rund 80% der Bev\u00f6lkerung sind unrealistisch optimistisch veranlagt.<\/p>\n<p><strong>Jetzt sei doch mal realistisch!<\/strong><\/p>\n<p>Die grosse Mehrheit von uns neigt also quietschfidel dazu, die\u00a0Wahrscheinlichkeit positiver Ereignisse in ihrem Leben zu <em>\u00fcber<\/em>sch\u00e4tzen und ihr pers\u00f6nliches Risiko f\u00fcr negative Ereignisse f\u00fcr\u00a0<em>unter<\/em>durchschnittlich zu halten. Die Statistik widerlegt diese fromme Hoffnung, doch solange wir (noch) daran glauben, sind wir tats\u00e4chlich gl\u00fccklicher.<\/p>\n<p>Offenbar sind nur leicht depressiv Menschen in der Lage, die Zukunft realistisch einzusch\u00e4tzen und die Dinge so zu sehen, wie sie wirklich sind. Ihr &#8222;depressiver Realismus&#8220; l\u00e4sst die Betroffenen ziemlich exakte\u00a0Zukunftsprognosen treffen. In einer Depression hingegen verlieren Menschen komplett den Zugang zu ihren positiven Gef\u00fchlen und Erwartungen und werden unf\u00e4hig, sich eine Zukunft zu konstruieren, erkl\u00e4rt der\u00a0US-amerikanische Existenzialpsychologe Rollo Mayes.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Wer sich selber beruhigen kann, hat mehr Erfolg<\/strong><\/h3>\n<p>Fr\u00fcher oder sp\u00e4ter kriegen aber auch unverbesserliche Optimisten vom Leben eins auf den Deckel &#8211; und hier wird&#8217;s spannend. Denn w\u00e4hrend einige rasch wieder aufrappeln, st\u00fcrzen andere in eine tiefe Krise, wenn etwas schief l\u00e4uft&#8230;<\/p>\n<p>Das h\u00e4ngt damit zusammen, dass positives Denken wenig hilft, wenn nicht die <em>eigentlichen<\/em> Ursachen ung\u00fcnstiger \u00dcberzeugungen beseitigt werden: Wer einen Misserfolg gut wegstecken und weiterhin optimistisch in die Zukunft schauen kann, ist in der Lage,\u00a0die f\u00fcr das Probleml\u00f6sen\u00a0und Handeln wichtigen Emotionen wiederherzustellen (positiver Affekt). Ist diese F\u00e4higkeit wenig ausgepr\u00e4gt, f\u00e4llt es dem Betreffenden schwer, sich selbst zu beruhigen. Er verharrt dann in der negativen Stimmung, versperrt sich dadurch den Zugang zu seinen Ressourcen, ger\u00e4t in ein Leistungsdefizit und zieht daraus den Schluss: Ich kann das nicht.<\/p>\n<p>Pessimistische \u00dcberzeugungen sind somit meist die\u00a0<em>Folge\u00a0<\/em>(nicht die Ursache!) von Misserfolg.\u00a0Herausgefunden hat dies Prof. Julius Kuhl, dessen\u00a0<a href=\"https:\/\/impart.de\/psi\/\">Pers\u00f6nlichkeits-System-Interaktions (PSI)-Theorie<\/a>\u00a0deshalb so bahnbrechend ist, weil sie aufzeigt, wie wir \u00fcber die Gef\u00fchlsregulation die Funktionsweise unseres Gehirns beeinflussen k\u00f6nnen. Denn\u00a0sowohl die Aktivierung der vier psychischen Systeme als auch der Informationsaustausch zwischen ihnen ist von Stimmungen und Gef\u00fchlen d.h. von Affekten abh\u00e4ngig.<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Eine wirksame Selbststeuerung erm\u00f6glicht uns Selbstbestimmung und Autonomie.&#8220;<br \/>\nProf. Julius Kuhl<\/p><\/blockquote>\n<p>Im Idealfall lernen Menschen m\u00f6glichst schon in ihrer Kindheit mit ihren Gef\u00fchlen umzugehen. Der Vorteil? Wenn es uns gelingt, unsere Gef\u00fchle zu steuern, wir unsere Wut oder Angst beruhigen oder unsere Mutlosigkeit \u00fcberwinden oder den Verlust positiver Gef\u00fchle aushalten k\u00f6nnen, dann haben wir auch jederzeit Zugriff auf dasjenige psychische System, das wir gerade brauchen.<\/p>\n<p><em>(Mit Deinen Gef\u00fchlen und Bed\u00fcrfnissen in Kontakt treten kannst Du 2019 auch auf Fougerette &#8211; der n\u00e4chste <a href=\"https:\/\/fougerette.wordpress.com\/2017\/12\/02\/gfk-seminar-18-21-mai-2018\/\">GfK-Kurs<\/a> wird demn\u00e4chst augeschrieben!)<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Wissen sch\u00fctzt vor Optimismus nicht<\/strong><\/h3>\n<figure id=\"attachment_4243\" aria-describedby=\"caption-attachment-4243\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/fougerette.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/foto_hc3a4ndchenhalten_pexels_374855.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4243 size-medium\" src=\"https:\/\/fougerette.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/foto_hc3a4ndchenhalten_pexels_374855.jpeg?w=300\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/archive.fougerette.org\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/foto_hc3a4ndchenhalten_pexels_374855.jpeg 1280w, https:\/\/archive.fougerette.org\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/foto_hc3a4ndchenhalten_pexels_374855-300x200.jpeg 300w, https:\/\/archive.fougerette.org\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/foto_hc3a4ndchenhalten_pexels_374855-1024x682.jpeg 1024w, https:\/\/archive.fougerette.org\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/foto_hc3a4ndchenhalten_pexels_374855-768x512.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-4243\" class=\"wp-caption-text\">Bild: burst.shopify.com via Pexels<\/figcaption><\/figure>\n<p>Doch zur\u00fcck zu den unverbesserlichen Optimisten. 1993 wurden in einem Versuch Jurastudentinnen und -studenten befragt, die demn\u00e4chst heiraten wollten.\u00a0Sie alle konnten die durchschnittliche Wahrscheinlichkeit einer Scheidung ziemlich genau einsch\u00e4tzen. Bez\u00fcglich der Erwartungen an ihre <em>eigene<\/em> Ehe waren sie hingegen sehr optimistisch &#8211; sowohl was die Wahrscheinlichkeit einer Trennung als auch die negativen Folgen einer Scheidung betraf.<\/p>\n<p>Daraufhin liessen die Psychologin Lynn Baker und ihr Kollege Robert Emery sie einen Kurs in Familien- und Scheidungsrecht absolvieren und befragten sie erneut. Das Ergebnis?<\/p>\n<p>Trotz erh\u00f6htem Bewusstsein f\u00fcr die Folgen einer Trennung und obwohl sie nun \u00fcber zuverl\u00e4ssige und detaillierte Informationen verf\u00fcgten, hielten die Studierenden noch immer an ihrer idealistischen Annahme fest!\u00a0Genau darum heiraten Menschen auch nach einer schmerzhaften Trennung erneut: Weil ihr unrealistischer Optimismus ihnen einfl\u00fcstert, dass es diesmal besser, nun ja&#8230; eben <em>anders<\/em>\u00a0sein wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Der Gipfel? Drei Tage Vorfreude!<\/strong><\/h3>\n<p>Ein weiterer Grund, der f\u00fcr eine optimistische Lebenshaltung spricht: Manchmal ist es besser, etwas Gutes zu <em>erwarten<\/em>, als es tats\u00e4chlich zu <em>erleben.<\/em>\u00a0Die meisten Menschen \u00a0ziehen es sogar vor, auf etwas Sch\u00f6nes zu warten! Die optimale Balance zwischen Vorfreude und Impulsivit\u00e4t bietet offenbar eine 3-t\u00e4gige Wartefrist : )<\/p>\n<p>Wobei: (Ab-)warten ist nicht immer die richtige Antwort, denn wenn wir etwas Unangenehmes erwarten, dann wirkt sich auch auf unser Befinden aus&#8230;<\/p>\n<p><strong>Der Killer? 10 Jahre Furcht&#8230;<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_4244\" aria-describedby=\"caption-attachment-4244\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4244 size-medium\" src=\"https:\/\/fougerette.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/screenshot_pavlok.jpg?w=300\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/archive.fougerette.org\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/screenshot_pavlok.jpg 620w, https:\/\/archive.fougerette.org\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/screenshot_pavlok-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4244\" class=\"wp-caption-text\">Elektroschock &#8211; jetzt gleich oder in 10 Jahren? Bild: Screenshot\/pavlok.com (2014)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Wie viel w\u00e4rst Du zu zahlen bereit, um einen 120-Volt-Elektroschock abzuwenden?<\/p>\n<ul>\n<li>Jetzt sofort<\/li>\n<li>In 3 Stunden<\/li>\n<li>In 24 Stunden<\/li>\n<li>In 3 Tagen<\/li>\n<li>In 1 Jahr<\/li>\n<li>In 10 Jahren<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Lieber fr\u00fcher als sp\u00e4ter<\/strong><\/p>\n<p>Das faszinierende Ergebnis der obigen Umfrage: Die Studierenden waren bereit, <em>fast doppelt so viel<\/em> daf\u00fcr zu bezahlen, um den Elektroschock in zehn Jahren zu vermeiden!\u00a0Gem\u00e4ss klassischen Wirtschaftstheorien ist dieses Verhalten absolut irrational, weil der Schmerz durch einen 120-Volt-Elektroschock heute wie auch in zehn Jahren auf einer Skala von 1-100 gleichbleibend bei ungefahr 40 liegt.<\/p>\n<p>Was dabei ausser acht gelassen wird, ist die emotionale und seelische Belastung, die durch zehn Jahre der <em>Erwartung<\/em> des Elektroschocks entsteht. Damit wird auch nachvollziehbar, warum die Studierenden instinktiv bereit waren, f\u00fcr die Vermeidung dieser Belastung mehr zu bezahlen als f\u00fcr nur drei Stunden &#8222;bibbern&#8220;: Ihr Verhalten ist durchaus rational.<\/p>\n<p>Es spricht also einiges daf\u00fcr, sich bei unangenehmen Ereignissen daf\u00fcr zu entscheiden, sie m\u00f6glichst schnell hinter sich zu bringen. Nur so l\u00e4sst sich die Furcht vermeiden, die uns bei der Aussicht auf Schmerzen garantiert packen wird&#8230; ; )<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hier erf\u00e4hrst Du direkt von Tali Sharot mehr \u00fcber den &#8222;optimism bias&#8220; (English only):<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Tali Sharot: The optimism bias\" src=\"https:\/\/embed.ted.com\/talks\/tali_sharot_the_optimism_bias\" width=\"500\" height=\"282\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quellenangaben &amp; weiterf\u00fchrende Links:<\/p>\n<ul>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.exlibris.ch\/de\/buecher-buch\/deutschsprachige-buecher\/tali-sharot\/das-optimistische-gehirn\/id\/9783642416682\">Das optimistische Gehirn (2014)<\/a>, Tali Sharot, Berlin: Springer Spektrum, ISBN\u00a0978-3-642-41668-2<\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Die-Kunst-Selbstmotivierung-Erkenntnisse-Motivationsforschung\/dp\/3170236822?tag=duckduckgo-osx-de-21\">Die Kunst der Selbstmotivierung (2012)<\/a>, Hans Uwe Mertens und Julius Kuhl, ISBN 978-3-170-23682-0<\/em><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/16675703\"><em>Berns GS et al. (2006) &#8222;Neurobiological Substrates of Dread&#8220;, Science 312, Nr. 5774, 754-758<\/em><\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Wer durch die sprichw\u00f6rtliche rosa Brille blickt, sieht &#8222;rosige Zeiten&#8220; auf sich zukommen und schafft eine positive Erwartungshaltung in Bezug auf die eigene Zukunft. Eine clevere Strategie, um sich selbst bei Laune zu halten! Unverbesserliche Optimisten m\u00fcssen sich jedoch oft vorwerfen lassen, ihre Vorstellungen seien unrealistisch und damit letztlich kontraproduktiv. Nur&#8230; stimmt das wirklich? 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